Rudolf Speckhan

Ein Ökobauer allein gegen die Nordumgehung

Ganz Wunstorf wartet auf die Nordumgehung. Ganz Wunstorf? Nein, vor allem ein Landwirt torpedierte das Vorhaben mit Klagen vor den Verwaltungsgerichten. Doch wer ist das eigentlich, wer stemmt sich gegen das Vorhaben und riskiert dabei, sich mit der ganzen Stadt anzulegen? Wir haben ihn selbst gefragt: Rudolf Speckhan erzählte der Auepost von seinem Kampf gegen die Umgehungsstraße – und warum sie in seinen Augen generell Unsinn ist.

Rudolf Speckhan
Rudolf Speck­han kämpft seit 40 Jah­ren gegen die dro­hen­de Zer­schnei­dung sei­ner Fel­der | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Seit bald einem hal­ben Jahr­hun­dert war­tet Wunstorf dar­auf, dass eine Umge­hungs­stra­ße gebaut wird und der Durch­gangs­ver­kehr aus dem Stadt­kern ver­schwin­det. Der ers­te Spa­ten­stich wur­de schon so oft zu nächs­ter Gele­gen­heit ver­spro­chen, dass inzwi­schen kaum noch jemand dar­an glau­ben mag, dass es wirk­lich ein­mal pas­sie­ren wird. „Wunstorf und die Nord­um­ge­hung“ ist längst zum Stoff für Kalau­er gewor­den.

Lie­ber ges­tern als heu­te soll­te die Umge­hungs­stra­ße end­lich gebaut wer­den, so die fast ein­hel­li­ge Mei­nung der Wunstor­fer. Nur drei Per­so­nen leis­ten erbit­tert Wider­stand: Land­wirt Rudolf Speck­han, der in Blu­men­au sei­ne Fel­der bestellt, sei­ne Frau, der der Hof­la­den gehört, und eine wei­te­re Wunstor­fe­rin, die ein Stück Land am Bag­ger­see in der Kern­stadt besitzt, kämp­fen mit Vehe­menz gegen das Stra­ßen­bau­pro­jekt. Den meis­ten Auf­wand hat dabei Speck­han betrie­ben. Seit Jahr­zehn­ten stemmt er sich gegen das Pro­jekt, und zwar aus der Über­zeu­gung, dass die Nord­um­ge­hung nichts bes­ser, dafür aber alles nur schlim­mer machen wird.

Wer ist Rudolf Speckhan?

Wenn es nicht so ernst wäre, dann wäre der geplan­te Ver­lauf der Nord­um­ge­hung im Grun­de Real­sa­ti­re. Denn Rudolf Speck­han ist nicht nur irgend­ein Land­wirt, dem die Fel­der durch eine Bun­des­stra­ße zer­schnit­ten wer­den sol­len. Speck­han war einer der Ers­ten, die ihren Betrieb kon­se­quent auf öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft umstell­ten. Schon seit 20 Jah­ren wird bei ihm öko­lo­gisch ange­baut, in der Regi­on zähl­te er damit zu den Pio­nie­ren der öko­lo­gi­schen Land­wirt­schaft.

Den Hof gibt es nun schon in der drit­ten Genera­ti­on, Speck­hans Groß­va­ter sie­del­te sich hier an, als sei­ne alte Hei­mat in Ber­gen in der Lüne­bur­ger Hei­de einem Trup­pen­übungs­platz wei­chen muss­te. Nun sol­len die Speck­hans zum zwei­ten Mal wei­chen – und aus­ge­rech­net dem tra­di­ti­ons­rei­chen Bio-Bau­ern will man die Umge­hungs­stra­ße auf die Fel­der set­zen. Wo jetzt noch Was­ser­me­lo­nen ohne Che­mie ange­baut wer­den, soll in den kom­men­den Jah­ren der Ver­kehr über eine viel­be­fah­re­ne Bun­des­stra­ße rol­len.

Die neue B 441

Die Plä­ne zu einer Umge­hungs­stra­ße in Wunstorf sind schon so alt, dass sie wie aus einer ande­ren Zeit wir­ken. Die Pro­ble­me von damals sind jedoch noch immer die glei­chen wie heu­te, sie haben sich sogar ver­schärft: Für die Mas­sen an LKWs und Autos, die sich tag­täg­lich über die Hoch­stra­ße in die Innen­stadt quä­len und dabei an jeder Ampel drei­mal hal­ten, hat man bis jetzt kei­ne Lösung gefun­den. Zu Stoß­zei­ten gleicht Wunstorf einem Stop-and-Go-Frei­zeit­park, und Durch­rei­sen­de wie Ein­hei­mi­sche stöh­nen über das Ver­kehrs­cha­os. Kommt dann noch eine Sper­rung auf der A 2 hin­zu, bricht der Ver­kehr rund um Wunstorf gleich mit zusam­men.

Verlauf der Nordumgehung
Ver­lauf der geplan­ten Nord­um­ge­hung | Visua­li­sie­rung: Aue­post; Kar­ten­ma­te­ri­al: OpenStreetMap.org-Mitwirkende unter CC-Lizenz BY-SA

Dabei wäre die Umge­hungs­stra­ße vor 30 Jah­ren fast schon ein­mal Wirk­lich­keit gewor­den, Anfang der 90er Jah­re hät­te es los­ge­hen sol­len mit dem Stra­ßen­bau. Zwei Fak­to­ren sei­en es gewe­sen, die den Bau­be­ginn der Nord­um­ge­hung damals maß­geb­lich ver­hin­dert hät­ten, erzählt Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt: das Euro­päi­sche Gemein­schafts­recht und die deut­sche Wie­der­ver­ei­ni­gung.

INFO: Die Nord­um­ge­hung
In der Innen­stadt von Wunstorf tref­fen die Bun­des­stra­ßen B 441 (Uch­te – Han­no­ver) und B 442 (Cop­pen­brüg­ge – Neu­stadt am Rüben­ber­ge) zusam­men. Die geplan­te Orts­um­ge­hung soll einer nörd­li­chen und öst­li­chen Umfah­rung von Wunstorf die­nen. Es wird eine Ent­las­tung der Orts­durch­fahrt von Wunstorf sowie der Orts­durch­fahr­ten Luthe und Blu­men­au vom regio­na­len und über­re­gio­na­len Durch­gangs­ver­kehr ver­folgt. Zugleich soll die Pla­nung der Schaf­fung eines leis­tungs­fä­hi­gen über­re­gio­na­len Stra­ßen­zugs die­nen. Die Län­ge des Bau­vor­ha­bens beträgt 6,545 km. Das Vor­ha­ben ist im Bedarfs­plan für die Bun­des­fern­stra­ßen dem vor­dring­li­chen Bedarf zuge­ord­net.

Ende der 80er Jah­re waren die Pla­nun­gen weit fort­ge­schrit­ten, auf eine Umge­hung im Nor­den hat­te man sich ver­stän­digt, man stritt in der Lokal­po­li­tik nur noch um die genaue Stre­cken­füh­rung. Es wur­de etwas zu lan­ge gestrit­ten, bis schließ­lich 1990 die Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung Gesetz wur­de, die es zuvor nicht gege­ben hat­te. Dies ver­zö­ger­te alles wei­ter, und letzt­lich mach­te die deut­sche Geschich­te den Wunstor­fern dann einen Strich durch die Rech­nung. Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung im sel­ben Jahr wur­den alle Pla­nun­gen in den alten Bun­des­län­dern erst ein­mal zuguns­ten des Auf­bau Ost auf Eis gelegt.

Ganz frü­he Pla­nun­gen hat­ten sogar noch eine Umge­hungs­stra­ße als Ver­län­ge­rung der Hoch­stra­ße in Betracht gezo­gen. Die­se hät­te dann par­al­lel zur Bahn­tras­se am Düen­dor­fer Weg wei­ter­ge­führt, wo heu­te z. B. der Net­to-Super­markt steht, sodass der Ver­kehr zwar durch die Kern­stadt, aber süd­lich an der Alt­stadt vor­bei­ge­flos­sen wäre. Auch eine kom­plet­te Süd­um­ge­hung war ange­dacht, die nicht über die Luther Stre­cke, son­dern über Rich­tung Kolen­feld um Wunstorf her­um­ge­führt hät­te. Doch vor allem die Wirt­schaft woll­te damals nicht, dass der Ver­kehr um die Innen­stadt her­um­ge­führt wur­de, und so wur­de in den 80er Jah­ren nicht nur die Fuß­gän­ger­zo­ne, son­dern auch der heu­ti­ge Stadt­gra­ben gebaut – mit den bekann­ten Kon­se­quen­zen.

Muskatkürbis
Mus­kat­kür­bis | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Die Nordumgehung bringt nichts

Kommt man zum Speck­han-Hof, dann kann man es tat­säch­lich kaum glau­ben, dass es sich hier um die Pla­nungs­flä­che für einen neu­en Bun­des­stra­ßen­ver­lauf han­delt. Ein wun­der­schö­nes Fleck­chen Erde, auf dem gera­de Bio-Was­ser­me­lo­nen geern­tet wer­den. Schwal­ben flie­gen umher und sind nett anzu­se­hen, über den Acker mit den Bio­kar­tof­feln hop­peln Hasen. Künst­li­chen Dün­ger fin­det man nicht auf Speck­hans Fel­dern. Es klingt bei­na­he kit­schig, doch genau die­se Idyl­le fin­det man vor, wenn man sich auf­macht zu Speck­han nach Blu­men­au. Ein natür­li­ches Habi­tat, so der Ein­druck, alles wirkt über­aus natur­be­las­sen.

Mein Lebens­werk wird kaputt­ge­macht.“Rudolf Speck­han

Der Erhalt die­ser Land­schaft ist jedoch nicht der ein­zi­ge Antrieb für Speck­hans Wider­stand. Sei­ne Fel­der wür­den durch den Bau der Nord­um­ge­hung nicht völ­lig zer­stört, nur zwei­ge­teilt wer­den – die ande­re Sei­te wür­de er in Zukunft über ein Brü­cken­bau­werk errei­chen. Haupt­säch­lich ärgert den Land­wirt jedoch, dass dies alles ohne Sinn und Ver­stand gesche­he. Denn eine Umge­hungs­stra­ße ist in Speck­hans Augen gene­rell ein gro­ßer Schwin­del. Davon ist der 60-Jäh­ri­ge über­zeugt, sonst hät­te er kaum die Ener­gie auf­ge­bracht, über Jahr­zehn­te gegen die Nord­um­ge­hung zu kämp­fen. Vor 40 Jah­ren mach­te er sei­ne ers­te Ein­wen­dung gegen das Pro­jekt.

Ernte auf dem Biohof
Speck­han arbei­tet mit regio­na­len Ern­te­hel­fern zusam­men | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Dass er künf­tig wohl über eine Brü­cke muss, um zu sei­nen Fel­der zu kom­men, stört ihn dabei weni­ger. Ihm geht es um die Erhal­tung der Natur, um die Bewah­rung sei­nes Lebens­werks. 46 Hekt­ar groß ist seie Gelän­de. 25 Hekt­ar davon sind dem Gemü­se­an­bau vor­be­hal­ten. 100 Palet­ten Gemü­se ver­las­sen jede Woche den Betrieb Rich­tung Groß­han­del. Ange­baut wird streng öko­lo­gisch, Speck­han ist Bio­land­wirt mit Leib und See­le.

Neben dem Wirt­schafts­be­trieb ist Speck­hans Hof tat­säch­lich auch Refu­gi­um. Knapp 30 Schwal­ben haben bei ihm Unter­schlupf gefun­den. Die Schwal­ben waren schon ein­mal ganz weg, und kamen wie­der, nach­dem Speck­han die rich­ti­gen Bedin­gun­gen dafür geschaf­fen hat­te. Denn die Vögel blei­ben nur, wenn auch genug Insek­ten da sind. Und die sind wie­der­um nur da, weil er Insek­ten­fel­der bepflanzt. Früh­blü­her und Kräu­ter zie­hen die Insek­ten an, und dann kom­men auch die Vögel. Auch Insek­ten­ho­tels ste­hen am Ran­de der Fel­der.

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten

Vor einem steht ein Mann, der tief drin­steckt in der Mate­rie, der über die Jah­re zum Exper­ten in Sachen Stra­ßen­bau­pla­nung gewor­den ist. Die vie­len Aspek­te, die hier hin­ein­spie­len, von der Umwelt­ver­träg­lich­keit über die Alter­na­ti­ven­prü­fung bis zur Was­ser­rah­men­richt­li­nie hat er aus dem Steg­reif parat.

Es wür­de sich nichts ändern, sagt Speck­han. Jeden­falls nicht für die, die sich von der Nord­um­ge­hung ein schnel­le­res Durch­kom­men in der Wunstor­fer Innen­stadt ver­spre­chen. Denn ist die Nord­um­ge­hung erst ein­mal da, wür­de die Hoch­stra­ße zur ein­spu­ri­gen Stra­ße zurück­ge­baut und die Süd­stra­ße ver­kehrs­be­ru­higt. Schnel­ler käme man nicht durch die Kern­stadt, viel­leicht sogar noch lang­sa­mer. Und Ampeln gäbe es des­we­gen auch nicht weni­ger. Statt­des­sen käme eine neue Stre­cke hin­zu, die noch mehr Ver­kehr ver­ur­sa­chen wür­de. Die Nord­um­ge­hung käme 40 Jah­re zu spät und sei damit regel­recht aus der Zeit gefal­len, stün­de für längst über­hol­te Ver­kehrs­kon­zep­te. Davon ist Speck­han über­zeugt, und davon ver­sucht er auch die ande­ren zu über­zeu­gen. Vor allem die, die ihn wegen sei­nes Stand­punk­tes anfein­den.

Kürbiswäsche
Rei­ni­gung der Kür­bis­ern­te | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Das pas­siert aller­dings gar nicht so häu­fig, wie man viel­leicht den­ken wür­de. Nur zwei­mal habe er um eini­ge Ecken gehört, dass jemand nicht mehr zum Hof­la­den ein­kau­fen kom­me, weil die Speck­hans gegen die Nord­um­ge­hung sei­en, sagt er. Und auch nur ein­mal habe eine Dame ihn des­we­gen direkt ange­spro­chen. Die Argu­men­te der Kri­ti­ke­rin konn­te er jedoch nicht nur ent­kräf­ten, son­dern auch ihre Sicht­wei­se ändern. Nun gibt es sogar eine Nord­um­ge­hungs­geg­ne­rin mehr.

Nur ein kleiner Sieg vor Gericht

Speck­han kann über­zeu­gen, aber er ist auch Rea­list. Dass er vor Gericht kei­ne gro­ßen Chan­cen haben wür­de, davon ging er aus. Doch es war eine Chan­ce, und für die nahm er viel Geld in die Hand. Bei der Stadt­ver­wal­tung sei man davon scho­ckiert gewe­sen, sagt er. Die Sum­me, die er bis­lang schon in die recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit der Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de gesteckt hat, ist annä­hernd sechs­stel­lig.

Eigent­lich waren alle davon aus­ge­gan­gen, dass eine gericht­li­che Ent­schei­dung vor dem zustän­di­gen Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg noch lan­ge auf sich war­ten las­sen wür­de – viel­leicht sogar Jah­re. Doch dann ging auf ein­mal alles ganz schnell. Ende August urteil­ten die fünf Rich­ter des 7. Senats letzt­in­stanz­lich, dass der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zur Wunstor­fer Orts­um­ge­hung tat­säch­lich rechts­wid­rig ist. Mit dem Bau konn­te daher wie­der nicht begon­nen wer­den.

Rudolf Speckhan
Speck­han hat kei­ne gro0e Hoff­nung mehr auf intakt­blei­ben­de Fel­der | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Sein eigent­li­ches Ziel, den Bau der Nord­um­ge­hung ins­ge­samt zu ver­hin­dern, haben Speck­han und sei­ne Mit­klä­ger damit jedoch nicht erreicht, da ihren Kla­gen nur teil­wei­se statt­ge­ge­ben wur­de. Denn das Gericht stell­te die Rechts­wid­rig­keit und Nicht­voll­zieh­bar­keit des Beschlus­ses nur des­we­gen fest, weil ein Ver­stoß gegen das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz vor­liegt. Ver­sto­ßen wur­de gegen den arten­schutz­recht­li­chen Ver­bots­tat­be­stand des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG. Der Para­graph schützt beson­ders gefähr­de­te wild leben­de Tier­ar­ten. Die beklag­te Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr habe nicht rechts­feh­ler­frei davon aus­ge­hen kön­nen, dass das Risi­ko von betriebs­be­ding­ten Tötun­gen der Vogel­ar­ten Rot­mi­lan, Turm­fal­ke, Rauch­schwal­be und Star durch Kol­li­sio­nen mit dem Stra­ßen­ver­kehr nicht in signi­fi­kan­ter Wei­se erhöht wird, so das Gericht. Wei­te­re Hin­de­rungs­grün­de gegen die Nord­um­ge­hung sah das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt aber nicht.

Wäre eine Süd­um­ge­hung sinn­vol­ler gewe­sen als die Nord­rou­te (einer der Gut­ach­ter vor Gericht hat­te die­sen Stand­punkt ver­tre­ten) oder wäre der Stra­ßen­bau für Speck­hans Hof exis­tenz­be­dro­hend gewor­den – dann wäre die Wunstor­fer Nord­um­ge­hung vor­erst Geschich­te gewe­sen, die Pla­nun­gen hät­ten ganz von vorn begin­nen müs­sen. Die­ser Ansicht waren die Rich­ter jedoch nicht.

Hofladenäpfel
Eige­ne Früch­te im Hof­la­den | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Die Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr kann den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss daher nun nach­bes­sern in Form eines Pla­ner­gän­zungs­ver­fah­rens. Es kommt dann zur soge­nann­ten Hei­lung der Rechts­wid­rig­keit, so dass die ursprüng­li­chen Pla­nun­gen wei­ter­ver­folgt und umge­setzt wer­den kön­nen. Wie die Ergän­zun­gen aus­se­hen wer­den, ob dann z. B. auf der Bun­des­stra­ße nur noch 30 km/h gefah­ren wer­den darf, wenn die Schwal­ben tief flie­gen, wird die Zukunft zei­gen. Zwar kann auch dage­gen dann wie­der geklagt wer­den, doch soll­te die Behör­de den Wild­tier­schutz künf­tig rechts­feh­ler­frei nach­wei­sen, lässt sich die Nord­um­ge­hung auf ver­wal­tungs­recht­li­chem Weg im Übri­gen nicht mehr stop­pen.

Der Rechtsweg ist ausgeschöpft

Speck­han wird nun zunächst die schrift­li­che Urteils­be­grün­dung abwar­ten und dann sehen, wie es wei­ter­geht. Vie­le Mög­lich­kei­ten hat er aber nicht mehr, der Rechts­weg ist damit im Grun­de aus­ge­schöpft. Die Revi­si­on zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt war in Lüne­burg nicht zuge­las­sen wor­den, dage­gen könn­te noch Beschwer­de beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein­ge­legt wer­den. Das höchs­te deut­sche Ver­wal­tungs­ge­richt wür­de sich dann aber nicht mehr mit der Wunstor­fer Orts­um­ge­hung als sol­cher, son­dern nur noch mit dem bis­he­ri­gen Rechts­ver­fah­ren beschäf­ti­gen.

Wenn die Nord­um­ge­hung kommt – und dass sie kommt, ist nun sehr viel wahr­schein­li­cher gewor­den als in den Jahr­zehn­ten zuvor –, wird sich Speck­han damit arran­gie­ren müs­sen. Noch ein­mal irgend­wo anders neu anfan­gen, das kommt für ihn nicht in Fra­ge. Nicht nur, weil er durch und durch Wunstor­fer ist, son­dern weil auch sei­ne Mit­ar­bei­ter aus der Regi­on kom­men. Ein­fach woan­ders im Lan­de einen neu­en Bio­be­trieb aus dem Boden stamp­fen, das gin­ge schon allein des­halb nicht, sagt Speck­han.

Schade für die Natur

Speck­han wird den Ver­lust akzep­tie­ren, er grämt sich des­we­gen nicht. Nur scha­de für die Natur fin­det er es. Für den Ver­lust sei­ner Acker­flä­che und die Beein­träch­ti­gun­gen sei­nes Betrie­bes infol­ge des Stra­ßen­baus wird der Öko­land­wirt ent­schä­digt wer­den. Im ers­ten Jahr nach dem Stra­ßen­bau­be­ginn bekommt Speck­han laut gut­ach­ter­li­chem Schätz­wert ca. 60.000 Euro, in den Fol­ge­jah­ren redu­ziert sich die Sum­me kon­ti­nu­ier­lich.

Blühwiese
Blüh­wie­sen für Insek­ten | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Noch ist das Kapi­tel Nord­um­ge­hung aber nicht zu Ende geschrie­ben. Bür­ger­meis­ter Eber­hardt hofft, den ers­ten Spa­ten­stich noch selbst wäh­rend der ver­blei­ben­den zwei Jah­re sei­ner Amts­zeit vor­neh­men zu kön­nen, doch Rudolf Speck­han ist nie­mand, der vor­schnell auf­gibt. „Er hat nichts zu ver­lie­ren“ wür­de man nor­ma­ler­wei­se sagen, aber tat­säch­lich ist Speck­han gera­de dabei, sehr viel zu ver­lie­ren: eine intak­te Idyl­le in Blu­men­au und sei­nen Kampf gegen die als nutz­los emp­fun­de­ne Bun­des­stra­ße.

Wenn sich noch eine recht­li­che Mög­lich­keit auf­tut, die ihn finan­zi­ell nicht rui­niert, wird er sie wahr­neh­men. Andern­falls rol­len bald die Autos, Last­wa­gen und Bus­se in Wunstorfs Nor­den. In 5 Jah­ren hät­ten die Wunstor­fer dann ihre Umge­hungs­stra­ße auf sei­nen Fel­dern, schätzt Speck­han. Die Schwal­ben wird man mit etwas Glück dann immer noch sehen kön­nen. Viel­leicht sogar auf der eige­nen Wind­schutz­schei­be.

Die­se Repor­ta­ge war Titel­ge­schich­te in Aue­post 10/2019.

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21 Kommentare
  1. Basti g. sagt

    Dan­ke Herr speck­hahn eine Umge­hungs­stra­ße wäre ja auch im Sin­ne von Umwelt­schutz und Bio

  2. Wolfgang Stemme sagt

    Bio? Ach so. Wie geht das denn? Der Mili­tär­flug­platz liegt in der Nähe, der Flug­ha­fen Lan­gen­ha­gen eben­falls und die Flie­ger machen bis­her kei­nen Bogen um Speck­hahns Fel­der.
    Übri­gens, alles was in die Luft geht, kommt mit dem Regen wie­der her­un­ter. Wie fil­tert denn der Far­mer sein Was­ser und ver­hin­dert eine Schad­stoff­be­las­tung sei­ner Ern­te? Und man sieht, er fährt mit einem Die­sel­trak­tor über sei­ne Felder.….…ökologisch und Bio ist das auf kei­nen Fall.
    Die wah­ren und ehr­li­chen Grün­de, wer­den wohl für immer sein Geheim­nis blei­ben, war­um man sich 40 Jah­re lang gegen die über­wie­gen­den und mehr­heit­li­chen Befür­wor­ter einer Umge­hung auf­lehnt.
    Für mich ist der Mann ein­fach nur ein Mär­chen­prinz! Darf man auch Träum­er­le sagen, ich mach’s ein­fach. Gute Nacht Wunstorf, schlaf schön wei­ter.

    1. Michael Weihs sagt

      Hal­lo Herr Stem­me,
      wenn Sie nicht genau wis­sen, wel­che Bedin­gun­gen an einen Bio­hof gestellt wer­den, emp­feh­le ich Ihnen Goog­le zu befra­gen.
      Ich bezwei­fe­le, dass die Mehr­heit der Bür­ger die Nord­um­ge­hung befür­wor­tet. Ich ver­mu­te fer­ner, dass Sie nicht in der Nähe des geplan­ten Ver­lau­fes der Umge­hung woh­nen?

      1. Wolfgang Stemme sagt

        Jeder darf hier sei­ne Mei­nung ein­stel­len, klar, dass es eini­gen nicht so zusagt, was ande­re schrei­ben. Bio gibt es nicht. Kau­fen Sie mal Zwetschgen.…..keine Maden drin, war­um? Sind che­misch tot gespritzt. In mei­nem Gar­ten sind eini­ge drin, denn bei mir sind sie Fast­bio. Wobei, die Schad­stof­fe gelan­gen mit Wind und Regen direkt in den Boden. Goo­geln Sie mal über die che­mi­schen Zusät­ze, die BIO Bau­ern ver­wen­den. Und die­ser hier, Herr Speck­hahn rühmt sich mit BIO.…und fährt mit dem Die­sel über sei­ne Äcker. Geht’s noch?

        1. Wolfgang Stemme sagt

          Muss noch etwas zufü­gen, den Ver­kehr betref­fend. Wo ich woh­ne kann jeder­mann egal sein. Nur soviel, an einer Stra­ße, die der­ma­ßen über­las­tet ist, dass man als Schicht­ar­bei­ter nicht tags­über ruhen kann, der Lärm und Gestank ist immens. Immer­hin zie­hen wir nächs­tes Jahr weg, weil es nicht zum aus­hal­ten ist. Und dann, ganz sicher sogar, gibt es einen Kri­ti­ker in Wunstorf weni­ger.

    2. Basti g. sagt

      Ja und dazu noch einen Deutz 4506 aus den 80er Jah­ren ohne irgend­wel­chen Ansatz von Umwelt­schutz selbst der vw t4 aus den 90ern von Herrn speck­hahn hat nix mit Bio und Umwelt­schutz zu tun wer­de beim nächs­ten Ein­kauf mal ein paar Bli­cke hin­ter den Kulis­sen vom bio-land­wirt wer­fen könn­te drauf wet­ten das ich auch da den ein oder ande­ren öltrop­fen an den Maschi­nen , stell­flä­chen, tank­an­la­ge sehen wer­de ! Nix gegen Bio aber wenn dann denkt mal drü­ber nach wie man Bio rich­tig angeht mal den einen oder ande­ren Euro in den eige­nen Fuhr­park ste­cken und nicht immer nur flick­schus­tern

  3. Ein Luther sagt

    Irgend­wie ein Irr­sinn. Bei der Süd­um­ge­hung sieht man fast die Stra­ßen, die ver­bun­den wer­den sol­len und eine ‑zuge­ge­ben klei­ne- Bahn­un­ter­füh­rung und einen Krei­sel gibt es auch schon. Statt­des­sen wer­den im Nor­den der Stadt gigan­ti­sche Brü­cken gebaut. Ich hal­te die­ses für eine rei­ne Geld­um­ver­tei­lung. Auch zwei­fe­le ich beim Rad­fah­ren häu­fig die Kom­pe­tenz der Pla­ner an. Die chao­ti­sche Rad­weg­füh­rung in diver­sen Ecken der Stadt lässt zumin­dest aus mei­ner Sicht nicht auf pla­ne­ri­sche Kom­pe­tenz schlie­ßen.
    PS: wenn es nur um eine Beschleu­ni­gung der Orts­durch­fahrt gehen soll­te wäre es viel­leicht auch eine gute Idee, ein­fach ein­mal einen Pla­ner damit zu beauf­tra­gen, die Ampeln etwas sinn­vol­ler zu ver­net­zen. Es könn­te Mil­lio­nen Euro, Zeit und Umwelt­re­sour­cen spa­ren

    1. Selene sagt

      Seit 2002 ertra­ge, erlei­de ich den Ver­kehrs­lärm in der 30er Zone Bar­n­e­st­ra­ße. Ich kann eben­falls nicht nach­voll­zie­hen, wes­halb die vom LUTHER genann­te SÜD­um­ge­hung mit Ver­bin­dung von Stra­ßen nicht voll­zo­gen wird. Statt­des­sen wer­den unfä­hi­ge Poli­ti­ker mit Wie­der­wahl belohnt und ein Natur­schutz­ge­biet mit einer Durch­fahrt zer­stört. Und da regt man sich hier über einen Die­sel von Herrn Speck­han auf??? Nicht nach­voll­zieh­bar!

      1. Wolfgang Stemme sagt

        Es geht dar­um, die Schein­ar­gu­men­te zu ent­lar­ven. Heu­te reicht es aus, einen Storch mehr­mals auf einem Xbe­lie­bi­gen Acker bei der Fut­ter­su­che anzu­tref­fen und schon.…..Baustopp.…rettet den Storch. Und wer sich Bio nennt, aber auf Bio scheißt, ist kein Bio­bau­er. Okay, ver­steht nicht jeder. Habe hier eine Lis­te ( Aus­zug ) über die Spritz­mit­tel, die der BIO Bau­er benut­zen darf. Bei Anfra­ge, sen­de ich die­se gern per email zu. Ansons­ten, viel Spaß beim Bio Ein­kauf.
        Mit frdl. Grü­ßen, Wolf­gang Stem­me

  4. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Die Nord­um­ge­hung wur­de in den 60 er Jah­ren geplant ‚weil es damals üblich war ‚dass grö­ße­re Orte den zuneh­men­den Ver­kehr um Ihre Innen­städ­te her­um­führ­ten .Die meis­ten Orte im nähe­ren und wei­te­rem Umfeld haben die­se Pla­nun­gen ohne wei­te­re Schwie­rig­kei­ten durch­ge­führt.
    In Wunstorf wird seit den 60 er Jah­ren um die Durch­füh­rung der Nord­um­ge­hung gestrit­ten und geklagt. Eini­ge Land­wir­te fühl­ten sich durch die Tras­sen­füh­rung der Nord­um­ge­hung benach­tei­ligt. Es kam zu Jahr­zehn­te­lan­gen Pro­zes­sen. Das ist rich­tig un OK. Wir leben in einer Demo­kra­tie ‚die jedem das Recht gibt,so lan­ge er sich benach­tei­ligt fühlt ‚dage­gen anzu­ge­hen und sein Recht zu ver­tei­di­gen. ..Es wur­den Aus­gleichs­flä­chen geschaf­fen und ver­ge­ben ‚die aber nicht gut genug waren ‚usw,usw.
    Und jetzt Öko – Tour ‚die momen­tan ‚wegen der Umwelt­ver­schmut­zung ja IN ist. Auch die­se ist berech­tigt und ver­ständ­lich ——- aber:: In Wunstorf leben und arbei­ten rd. 50.000 Men­schen. Vie­le davon in der Innenstadt.wo auch sehr vie­le Alten – und Senio­ren­woh­nun­gen und Wohn­hei­me ange­sie­delt sind. Zudem befin­det sich in der Innen­stadt ein Lan­des­kran­ken­haus mit sehr vie­len Pati­en­ten und Per­so­nal. Das L K H und vie­le Senio­ren­wohn­stät­ten befin­den sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der ein­zi­gen Durch­gangs­stra­ße , die durch die Nord­um­ge­hung abge­löst wer­den soll. In Ihrem obi­gen Arti­kel über öko­lo­gi­schen Land­bau und Tier­schutz wer­den die­se Men­schen nicht erwähnt. Ich mei­ne ‚die­se soll­ten nach der lan­gen Zeit von der über­mä­ßi­gen LUFT­VER­SCHMUT­ZUNG in der Wunstor­fer Innen­stadt befreit wer­den. ÖKO – Natur – und Land­schafts­schutz und auch Natur­parks – ( betrach­ten Sie den rie­si­gen Natur­park Stein­hu­der Meer ) sind enorm wich­tig , aber wir soll­ten dabei des nächst­lie­gen­de, den Men­schen­schutz der Betrof­fe­nen nicht aus den Augen ver­lie­ren.
    Als ich von der Kla­ge am Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg hör­te ‚habe ich an das Gericht geschrie­ben und Nach­ge­fragt ‚ob eine Ent­schei­dung nicht etwas schnel­ler her­bei­ge­führt wer­den kön­ne ‚wegen des oben beschrie­be­nen Men­schen­schut­zes der Wunstor­fer Bevöl­ke­rung. Ich bin jeder­zeit zu einer Dis­kus­si­on bereit.
    Die sog. Süd­um­ge­hung ist genau so wich­tig ‚und wur­de in der Kolen­fel­d­erstras­se schon angefangen,und das ist gut so .Wenn die Stadt Wunstorf dem­nächst Ihre Sanie­rung des Hal­len­ba­des durch­füh­ren wird , müs­sen die geplan­ten Besu­cher­zah­len auch zum Hal­len­bad geführt wer­den kön­nen . Über die Bar­n­e­st­ras­se ‚wie zur Zeit ‚wird das nicht mehr mög­lich sein.
    Also bekommt die Stadt nach lan­gen Que­re­len – Nord – und Süd­um­ge­hung und eine hof­fent­lich fast Ver­kehrs­freie Innen­stadt. Die betrof­fe­nen Bür­ger wer­den dank­bar sein.

    1. Michael Weihs sagt

      Men­schen­schutz, ein schö­ner Begriff. Aber gilt Men­schen­schutz nur für weni­ge und nicht für alle? Ist es hin­nehm­bar, wenn die einen von Ver­kehr ent­las­tet und dafür ande­re wie­der­um belas­tet wer­den? Und wenn, wie Sie aus­füh­ren, der Men­schen­schutz so wich­tig ist, war­um wur­de denn dann zuge­las­sen, dass ein neu­es Senio­ren­heim direkt an eine viel­be­fah­re­ne Kreu­zung gebaut wer­den durf­te? Gibt es dafür kei­ne Auf­la­gen, oder Richt­li­ni­en? Das Heim an eine Haupt­stra­ße bau­en las­sen und sich dann über den Ver­kehr beschwe­ren, klingt irgend­wie unehr­lich, oder ist Sati­re…

      1. Basti g. sagt

        Das Senio­ren­heim hat schall­schutz­ver­gla­sung und die Senio­ren hören eh nicht mehr Alles den­ke es geht um die Anwoh­ner der kom­plet­ten durch­gangs­stras­sen !

        1. Michael Weihs sagt

          Und die Anwoh­ner sind da hin­ge­zo­gen, als da noch Auto­ver­kehr lang­fuhr?
          Wer hat denn eigent­lich dafür gesorgt, dass eine „Umge­hungs­stra­ße“ in Form der Hoch­stra­ße IN die Innen­stadt geführt wur­de, statt außen vor­bei?
          Und wer regt sich momen­tan dar­über auf, dass feh­len­de Park­plät­ze sooo weit ent­fernt von der Innen­stadt ent­ste­hen sol­len? Viel­leicht soll­te man sich nun end­lich mal ent­schei­den, ob die Autos in die Stadt sol­len, oder nicht!
          Ich den­ke, pla­nungs­mä­ßig läuft hier irgend­et­was schief…!

    2. Wolfgang Stemme sagt

      Dan­ke Herr Braun­roth für ihren Kom­men­tar, sach­lich und gut!

  5. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Die Tras­se der Nord­um­ge­hung zeigt noch heu­te ‚über 40 Jah­re nach der Pla­nung , dass kei­ne bebau­ten Gebie­te berührt wer­den . Stra­ßen­ver­kehr gehört um die Ort­schaf­ten her­um geführt und nicht mit­ten hin­durch. Die Hoch­stra­ße wur­de gebaut ‚weil die Nord­um­ge­hung durch Ein­sprü­che immer wie­der ver­hin­dert wur­de und weil der Ver­kehr am Bahn­über­gang –Bahn­hof Wunstorf– fast ganz­tä­gig zum erlie­gen kam .Der Bahn­über­gang war an den meis­ten Tages­stun­den 40 Minu­ten lang dicht.
    Das Senio­ren­heim steht schon rich­tig ‚im Zen­trum des Ortes ‚damit sich die Bewoh­ner, ohne lan­ge Wege , über­all hin bege­ben kön­nen.
    Der Ver­kehr gehört aus der Stadt raus. Park­plät­ze sind geplant ‚am Nord­wall durch Auf­sto­ckung , am Schüt­zen­platz durch Ver­grö­ße­rung. .Die Park­plät­ze am ALTEN MARKT soll­ten auch auf­ge­ho­ben wer­den. in den Bereich gehö­ren Kaffee´s – Bier­gär­ten – offe­ne Geschäf­te mit Außen­aus­la­gen und Treff­punk­te für alle ‚in ers­ter Linie für die Senio­ren
    Der Stra­ßen­ver­kehr gehört ‚durch Umge­hungs­stra­ßen , wie die Nord­um­ge­hung ‚um die Ort­schaf­ten her­um gelei­tet. Also Senio­ren­hei­me belas­sen ‚wo sie sind , Stra­ßen­ver­kehr um die Ort­schaft her­um­lei­ten — am bes­ten schon ges­tern.

  6. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Die Tras­se der Nord­um­ge­hung zeigt noch heu­te ‚über 40 Jah­re nach der Pla­nung , dass kei­ne bebau­ten Gebie­te berührt wer­den . Stra­ßen­ver­kehr gehört um die Ort­schaf­ten her­um geführt und nicht mit­ten hin­durch. Die Hoch­stra­ße wur­de gebaut ‚weil die Nord­um­ge­hung durch Ein­sprü­che immer wie­der ver­hin­dert wur­de und weil der Ver­kehr am Bahn­über­gang –Bahn­hof Wunstorf– fast ganz­tä­gig zum erlie­gen kam .Der Bahn­über­gang war an den meis­ten Tages­stun­den 40 Minu­ten lang dicht.
    Das Senio­ren­heim steht schon rich­tig ‚im Zen­trum des Ortes ‚damit sich die Bewoh­ner, ohne lan­ge Wege , über­all hin bege­ben kön­nen.
    Der Ver­kehr gehört aus der Stadt raus. Park­plät­ze sind geplant ‚am Nord­wall durch Auf­sto­ckung , am Schüt­zen­platz durch Ver­grö­ße­rung. .Die Park­plät­ze am ALTEN MARKT soll­ten auch auf­ge­ho­ben wer­den. in den Bereich gehö­ren Kaffee´s – Bier­gär­ten – offe­ne Geschäf­te mit Außen­aus­la­gen und Treff­punk­te für alle ‚in ers­ter Linie für die Senio­ren
    Der Stra­ßen­ver­kehr gehört ‚durch Umge­hungs­stra­ßen , wie die Nord­um­ge­hung ‚um die Ort­schaf­ten her­um gelei­tet. Also Senio­ren­hei­me belas­sen ‚wo sie sind , Stra­ßen­ver­kehr um die Ort­schaft her­um­lei­ten — am bes­ten schon ges­tern.

    1. Michael Weihs sagt

      Sehen Sie, Herr Braun­roth, auch Sie sind nicht kon­se­quent, was Autos angeht: Sie sagen, dass der Ver­kehr um den Ort geführt wer­den muss, aber wol­len zusätz­li­che Park­plät­ze in der Innen­stadt! Das ist es, was ich mei­ne, wenn ich sage, dass man sich ent­schei­den soll!
      Es geht nicht, wenn man sagt, dass man eine auto­freie Innen­stadt möch­te, sich dann aber für eine Auf­sto­ckung des Park­raums in der Inben­stadt aus­spricht! Oder sich ande­rer­seits über die lan­gen Fuß­we­ge vom Park­platz am Schüt­zen­platz zum Zen­trum auf­regt.
      Es gibt kei­ne auto­freie Innen­stadt mit Park­plät­zen direkt vor den Geschäf­ten!

  7. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Ich habe für die Auf­sto­ckung der Park­plät­ze am Nord­wall und am Schüt­zen­platz plä­diert – irgend­wo müs­sen die Autos je blei­ben. Ich habe vor­ge­schla­gen die Park­plät­ze am Alten Markt und die ‚die vom Alten Markt aus ange­fah­ren wer­den ‚abzu­schaf­fen. Sie müs­sen schon genau lesen. Die Park­plät­ze noch wei­ter als Schüt­zen­platz und Nord­wall aus der Innen­stadt zu ent­fer­nen bringt uns momen­tan nicht wei­ter. Wunstorf hat eine schö­ne und sehr gut besuch­te Innenstadt,das muss man auch erhal­ten. Sonst wird ‚wie in NRÜ eine 2. Metro­po­le mit vie­len Park­plät­zen an den Stadt­rand gebaut – und die Innen­stadt ver­ödet immer mehr. Also immer erst den gol­de­nen Mit­tel­weg fin­den. Sie soll­ten mei­ne Aus­füh­run­gen noch­mals genau lesen .Ich bin auch zu wei­te­rer Dis­kus­si­on bereit .Sie fin­den mich im Net über­all

    1. Michael Weihs sagt

      Sehen Sie, Herr Braun­roth, Sie müs­sen sich jetzt aber mal klar wer­den, wo Ihr gol­de­ner Mit­tel­weg lang­ge­hen soll: In einem Kom­men­tar schrei­ben Sie, dass der Ver­kehr aus der Stadt raus muss. Gleich­zei­tig möch­ten Sie mehr Park­plät­ze in der Innen­stadt, weil „irgend­wo müs­sen die Autos ja blei­ben“. Wie sol­len die Autos zu den Park­plät­zen kom­men, ohne in die Stadt zu fah­ren?

  8. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Ich habe das Gefühl,Sie ken­nen Wunstorf gar nicht.Die von mir ange­ge­be­nen Park­plät­ze lie­gen an der west­li­chen und der nörd­li­chen Zufahrts­stra­ße , bei­de im Zufahrts­be­reich von der Nord­um­ge­hung zur Kern­stadt – also weit außer­halb des Stadt­zen­trums .Wenn Sie mit den ört­li­chen Ver­hält­nis­sen nicht ver­traut sind ‚soll­ten Sie sol­che Dis­kus­sio­nen nicht anfan­gen. Oder wol­len Sie über Bre­mer bzw. Ber­li­ner Ver­hält­nis­se dis­ku­tie­ren , wo die Autos 20 – bis 50 km von den Zen­tren ent­fernt ste­hen blei­ben sol­len ??? Eine Dis­kus­si­on über den Stra­ßen­ver­kehr – oder jede ande­re Dis­kus­si­on – fruch­tet nur , wenn Vor­schlä­ge gemacht wer­den ‚die min­des­tens 50 – 80 % der Bevöl­ke­rung mit­neh­men kann – Träu­me­rei­en , so schön die­se in vie­len Fäl­len auch sein mögen , wer­den von der Bevöl­ke­rung nicht mit­ge­tra­gen

  9. Georg Braunroth C D U Butteramt sagt

    Wie ich gera­de lese ‚ver­sucht die Fami­lie Speck­han jetzt den nächs­ten Pro­zess vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig zu begin­nen, nach­dem das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg nur Nach­bes­se­run­gen auf­ge­tra­gen hat­te , und der Bau der Nord­um­ge­hung nach fast 50 Jah­ren hät­te begin­nen kön­nen.
    Es ist für mich lang­sam nicht mehr ver­ständ­lich.
    Bei allen Vor­ga­ben des Klä­gers ‚die ver­ständ­lich sind, darf aber auch ein ÖKO – Land­wirt nicht ver­ges­sen ‚dass wir in einem sehr stark besie­del­tem Land woh­nen .Wo vie­le Men­schen woh­nen müs­sen auch mal Stra­ßen gebaut wer­den. Die Pla­nung der Nord­um­ge­hung ist 50 Jah­re alt ‚und war damals,bei einem weit­aus gerin­ge­rem Ver­kehrs­auf­kom­men, schon akut. Heu­te ist sie wich­ti­ger als jemals zuvor.
    Herr Speck­han hat mit einem Kol­le­gen und Mit­strei­ter aus Lie­the etwas ver­hin­dert , was für tau­sen­de von Betrof­fe­nen durch Lärm und Abga­se genau­so viel Ver­druss und Ärger aus­löst ‚wie für Ihn das Zer­schnei­den sei­ner ÖKO-Fel­der. Das ist sehr bedau­er­lich ‚aber einer der Nach­tei­le hin­neh­men muss,zu Guns­ten von tau­sen­den ande­ren, das muss in Kauf genom­men wer­den.
    Zum Vor­teil der Betrof­fe­nen hät­te die Nord­um­ge­hung spä­tes­tens nach 20 Kla­ge­jah­ren ‚also vor 30 Jah­ren fer­tig­ge­stellt wer­den müssen.Die Betrof­fe­nen ‚wie Herr Speckhan,sind für Ihre Nach­tei­le ja ent­schä­digt wor­den.
    Da Herr Speck­han alle die­se Ent­schä­di­gun­gen immer wie­der in neue Pro­zes­se ein­flie­ßen lässt , und da er sich dar­über erregt ‚das der letz­te Pro­zess vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg ‚so schnell ent­schie­den wur­de, und nicht wei­te­re 5 – 7 Jah­re ‚wie er gehofft hat, andau­er­te, gehe ich davon aus ‚dass das gan­ze Pro­zes­sie­ren nur den Zweck hat den Bau der Nord­um­ge­hung um Jah­re zu ver­zö­gern .
    Das müss­ten die Gerich­te auch lang­sam ein­se­hen und ver­hin­dern. Den Bau einer wich­ti­gen Stras­se immer wie­der abzu­blo­cken mit der Ansicht — Macht was Ihr wollt , oder wie zu Anfang – Baut eine Süd­um­ge­hung –
    aber alles nicht vor mei­ner Tür und nicht auf mei­nen Fel­dern , ist ein­sei­tig und eigen­nüt­zig betrach­tet , zwar reell und ver­ständ­lich , dürf­te aber von Gerich­ten nicht über 50 Jah­re akzep­tiert und durch­ge­wun­ken wer­den.
    Sonst glau­ben gro­ße Tei­le der Bevöl­ke­rung nicht mehr an die ver­bun­de­nen Augen von Jus­ti­tia ‚son­dern neh­men immer mehr an , das die­se schielt.

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