Der Markt­platz wird schick gemacht

Auf dem Markt­platz vor der Stadt­kir­che sind der­zeit die Bag­ger unter­wegs. Bei den umfang­rei­chen Bau­ar­bei­ten wer­den die alten Boden­plat­ten ent­fernt und gegen neue aus­ge­tauscht. Dafür hat man nicht die bil­ligs­te Lösung gewählt.

Bauarbeiten auf dem Wunstorfer Marktplatz | Foto: Daniel Schneider
Bau­ar­bei­ten auf dem Wunstor­fer Markt­platz | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf hat die schöns­te Innen­stadt der Regi­on – und so soll es auch blei­ben. Daher wird aktu­ell auf dem Platz vor der Stadt­kir­che in der Fuß­gän­ger­zo­ne kräf­tig gebag­gert. Seit Anfang der 80er Jah­re wur­de der Platz nicht mehr ver­än­dert, knapp 35 Jah­re befin­det sich der Platz vor der Stadt­kir­che in sei­nem jet­zi­gen Zustand. Damals wur­den die alten Geh­weg­plat­ten dort ver­baut. Die­se waren mit der Zeit brü­chig gewor­den, lagen nicht mehr sta­bil und waren somit ästhe­tisch wie funk­tio­nal kaum mehr zumut­bar. Vor allem Markt­stän­de und Lie­fer­ver­kehr setz­ten den Stei­nen im Lau­fe der Jah­re stark zu.

Teu­re­re Lösung ver­zö­ger­te das Pro­jekt

Schon für letz­tes Jahr war der Umbau eigent­lich vor­ge­se­hen, doch ein Aus­ufern der Kos­ten stopp­te das Pro­jekt zunächst. Ursprüng­lich soll­te der Platz, der eine Sen­ke bil­det, nach Wil­len des Orts­ra­tes bei der Sanie­rung auch gleich auf das­sel­be Niveau wie der Rest der Fuß­gän­ger­zo­ne ange­ho­ben und ver­gleich­bar klein­for­ma­tig bepflas­tert wer­den. Dafür waren 100.000 Euro ein­ge­plant.

Stolperfalle und unansehnlich: die alten Sandsteinplatten | Foto: Daniel Schneider
Stol­per­fal­le und unan­sehn­lich: die alten Sand­stein­plat­ten | Foto: Dani­el Schnei­der
Die alten Bodenplatten werden auf einen Haufen gebaggert | Foto: Daniel Schneider
Die alten Boden­plat­ten wer­den auf einen Hau­fen gebag­gert | Foto: Dani­el Schnei­der

Doch der Umwelt­aus­schuss sprach sich dafür aus, den Cha­rak­ter des Plat­zes zu erhal­ten. Somit ent­schied man sich im ver­gan­ge­nen Jahr für die teu­re­re Lösung, die nun ent­spre­chend umge­setzt wird. Die Kos­ten der Bau­maß­nah­me haben sich damit um 150% ver­teu­ert. Für 250.000 Euro bekommt der Platz vor der Stadt­kir­che nun also sein neu­es Pflas­ter.

Klei­ne­re Plat­ten, gestärk­ter Unter­bau

Inner­halb von 5 Wochen wird der Platz nun auf Vor­der­mann gebracht. Aktu­ell wer­den die alten Sand­stein­plat­ten und die Trag­schicht ent­fernt. Im Anschluss wird der kom­plet­te Unter­grund neu ange­legt und sta­bi­li­siert, um die Belas­tun­gen künf­tig bes­ser tra­gen zu kön­nen. Bei die­ser Gele­gen­heit wird auch gleich der Regen­was­ser­ab­lauf des Rat­hau­ses erneu­ert. Dann wer­den die neu­en Geh­weg­plat­ten aus Sand­stein ver­legt, die etwas klei­ner sind als die bis­he­ri­gen, aber den­noch deut­lich grö­ßer als Kopf­stein­pflas­ter, so dass die bis­he­ri­ge Optik gewahrt bleibt.

Bagger tragen die Oberfläche ab und bringen vorübergehend Teer auf ausgehobene Areale auf | Foto: Daniel Schneider
Bag­ger tra­gen die Ober­flä­che ab und brin­gen vor­über­ge­hend Teer auf aus­ge­ho­be­ne Area­le auf | Foto: Dani­el Schnei­der

Die neu ver­leg­ten Sand­stein­plat­ten sind zunächst noch sehr hell, wer­den inner­halb kur­zer Zeit jedoch nach­dun­keln und sich so auch farb­lich in das vor­han­de­ne Umfeld ein­fü­gen.

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Andreas Balleier Fotografie

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