Wunstorfer Auepost

+++ Eilmeldung +++ Großbrand in Wunstorf +++ Halle auf altem Vion-Gelände brennt +++ Starke Rauchentwicklung +++ Fenster und Türen geschlossen halten +++

Politik & Wirtschaft /

Die Sanierung der Innenstadt nimmt Fahrt auf. Am 29. Juni sollen Betroffene in der Abtei detailliert informiert werden. Das Schreiben der Stadt dazu schlägt seit dem Wochenende hohe Wellen. Von Enteignung und sozialistischen Eingriffen ist die Rede.

Mit großer Geschlossenheit hat die SPD Wunstorf ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. Rund 60 Teilnehmer kamen am Samstag in der Pausenhalle des Hölty-Gymnasiums zusammen, um die Listen für den Stadtrat sowie die Ortsräte zu beschließen.

Zwei Repräsentanten der Wunstorfer AfD greifen nach hohen Ämtern in der Landeshauptstadt: Nach Jessica Schülke, die sich um das Amt der Oberbürgermeisterin von Hannover bewirbt, wird nun auch Nicolas Lehrke von seiner Partei ins Rennen geschickt. Der 61-Jährige soll Regionspräsident werden.

Die Freien Wähler wollen ihre Ratsfrau Kerstin Obladen als Kandidatin für das höchste kommunalpolitische Amt in der Stadt benennen: Die 56-jährige Steinhuderin soll Bürgermeisterin werden. Damit erhöht sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf vier.

Die Idee der Grünen, die Ratsarbeit in Wunstorf moderner aufzustellen, greift: CDU und SPD ziehen mit und wollen eine Entscheidung über hybride Sitzungen herbeiführen.

Nach Ansicht der Vergabekammer Lüneburg war die Auswahl des zweitplatzierten Innenstadtentwurfs korrekt. Die Freien Wähler warnen davor, dies als Freifahrtschein zu betrachten.

Kurz vor den Wahlen zum Rat der Stadt im September sind in der jüngsten Sitzung des Gremiums mit Friedhelm Selke (Grüne) und Jan-Frerk Mandel (SPD) zwei Nachrücker verpflichtet worden. Selke nimmt den Sitz ein, den bisher Dustin Meschenmoser innehatte. Auf Mandel geht das Mandat über, das Torben Klant gewonnen hatte.

Die politische Landschaft der Stadt verändert sich: Kaum benennt die erstarkte Linke eine eigene Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September, tritt wie aus dem Nichts das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit vier Bewerbern für kommunale Gremien hervor. Darunter ist mit Christoph Heinrich aus Klein Heidorn eine bekannte Persönlichkeit.

Überraschung vier Monate vor der Kommunalwahl: Mit der Unternehmensberaterin Mona M’Barkiou aus Hannover schickt die Partei Die Linke eine Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Am 13. September haben die Wunstorfer also nach jetzigem Stand die Wahl zwischen zwei Männern und einer Frau.

Die SPD bleibt skeptisch: Internet-Übertragungen der Wunstorfer Stadtpolitik und digitale Sitzungen verursachen hohe Kosten und interessieren wahrscheinlich nur Wenige, heißt es aus der Ratsfraktion zu den Plänen von CDU und Grünen, mehr digitale Transparenz im Stadtrat zu schaffen.

Die „Verkehrswende“ soll nun auch am Steinhuder Meer stattfinden: Die SPD schlägt eine Fußgängerzone für Steinhude vor. Ein entsprechender Masterplan „Steinhude“ ist in Arbeit.

Mehr Transparenz sollen etwa die Stadtratssitzungen in Wunstorf bekommen. Dafür setzt sich nun die CDU ein und greift damit eine ältere Idee der Grünen auf: Sitzungsübertragungen im Internet sollen geprüft werden, eine Entscheidung soll schon in den kommenden Monaten fallen.

Ist der Auftrag zur Planung der neuen Wunstorfer Innenstadt korrekt zustande gekommen? Die Entscheidung soll nun erst am 9. Juni fallen – viel später als erwartet. Die „Freunde der Innenstadt“ ziehen nicht vor Gericht.

Für den Neubau des Wunstorf Elements bekommt Wunstorf vorerst kein Fördergeld – andere Städte sind zuerst dran.

Das Hallenbad im Sommer bleibt auch in Zukunft zu: Es sei eine strategische Entscheidung, das Elements während der Freibadsaison nicht mehr für alle zu öffnen, betonen die Bäderbetriebe Wunstorf – und treten Gerüchten entgegen, es gebe schon wieder Personalprobleme. Beschwerden über die Einschränkung des Saunaangebotes soll es kaum geben.