Wunstorfer Auepost

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Weiterhin nur ein futuristisches Monster aus Glas und Stahl – doch bald sollen hier tatsächlich vollautomatisch Fahrräder geparkt werden können.

Ein Wunstorfer A-Jugend-Trainer zeigt klare Kante: Als ein dunkelhäutiger Junge auf dem Fußballplatz rassistisch ausgegrenzt wird und der Schiedsrichter versucht, das unter den Rasen zu kehren, setzt er sich dafür ein, dass die Sache vor dem Sportgericht landet. Ein Quartiergespräch über raue Umgangstöne, den erzieherischen Wert von Fußball und deutliche Grenzen.

Das dritte Pandemiejahr ist vorüber, in Europa ist Krieg – und in Wunstorf stritt man für neue Schwimmbäder und Sitzbänke, zeigte sich sturmfest, baute Brücken, feierte große und kleine Auftritte, arbeitete am „Uns-Gefühl“, schuf neue Freizeitanlagen oder experimentierte mit Bobbycars. Wir schauen zurück, was die Stadt in den vergangenen 12 Monaten bewegt hat – Ernstes wie Kurioses.

Vollalarm in der Kernstadt am Abend, Qualm dringt aus dem Gebäude einer Tagesklinik. Erstickte Schmerzensschreie und Hilferufe sind zu hören. Rettungskräfte aus allen Richtungen eilen in die Gustav-Kohne-Straße. Es ist eine aufwändige Übung: Der Qualm kommt aus der Nebelmaschine, die Wunden und Brandspuren sind aufgemalt – Verletztendarsteller aus Langenhagen mimen die Brandopfer für die Wunstorfer Retter.

Steinhude, Ostenmeer, -2 Grad. Eine riesige Eisfläche und ein kleiner Hund …

Es geht voran auf dem Barneplatz. So sieht das aus, wenn man 50 Jahre alte Rohrleitungen aus der Erde gebuddelt und einen Platz abgetragen hat. Zuvor sah es hier wegen des verrottenden Pflasters und seltsamer Stilelemente zwar auch fast schon aus wie auf einem anderen Planeten, doch aktuell ist der einstige Architektenstolz vollends zur Mondlandschaft […]

Die Stadt Wunstorf verzichtet in diesem Jahr in der Adventszeit zur Unterstützung der örtlichen Händlerschaft wieder auf die Parkgebühreneinnahmen an den Freitagnachmittagen.

Der Maibaum muss weg, damit der Weihnachtsbaum kommen kann.

Der Pelmeni-Stand hat in dieser Woche Station vorm Wunstorfer Rathaus bezogen – ohne Russland auf dem Wagenschild.

Am Dienstag haben die Abrissarbeiten am Barneplatz begonnen.

Tatortreiniger, die kennt man aus Film und Fernsehen. Und nun auch aus Wunstorf: Hier ist Thorsten Leder als solcher unterwegs. Es ist nicht seine Berufsbezeichnung, nur ein Teilbereich seines Betriebes, doch wie bei seinen weiteren Aufgaben wird hier vor allem eines gebraucht: Gründlichkeit. Und: Tatortreiniger kommen nicht nur nach Mordfällen. Ein Quartiergespräch über das Reinigungsbusiness, Blutentfernungstechniken und schlimme Messiewohnungen.

Das Phantom der Oper würde sich wohlfühlen … Das Wunstorfer Stadttheater ist auch für die kommenden Monate noch eine Baustelle – wir durften einen Blick hineinwerfen in das entkernte Haus.

Hat irgendjemand etwas von der partiellen Sonnenfinsternis am Dienstagmittag bemerkt?