Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Motorradfahrer stirbt bei Verfolgungsjagd

03.06.2018 • Redaktion • Aufrufe: 1047
03.06.2018
Redaktion
Aufrufe: 1047

Gestern Abend kam ein 23-jähriger Motorradfahrer an der Langen Straße ums Leben. Während ihn ein Streifenwagen der Wunstorfer Polizei verfolgte, kam er von der Straße ab und prallte gegen eine Hauswand. Die verfolgenden Polizeibeamten wurden von einem Bekannten des Verunglückten daran gehindert, Erste Hilfe zu leisten. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, Schaulustige von der Unfallstelle fernzuhalten.

Der von der Feuerwehr abgeschirmte Unfallort | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Wunstorf (red). Während das Schützenfest noch in vollem Gange war, wurde am Samstagabend die Polizei zu einem Einsatz In den Ellern alarmiert. Dort war offenbar ein Auto von einem Motorradfahrer beschädigt worden. Die Beamten entdeckten daraufhin einen Motorradfahrer im Bereich der Hagenburger Straße und nahmen im Streifenwagen mit Blaulicht die Verfolgung auf.

Motorradfahrer versucht zu entkommen

Als der Motorradfahrer in die Straße In den Ellern abbog, trat plötzlich ein 20-jähriger Bekannter des Flüchtenden auf die Fahrbahn, sodass der 36 Jahre alte Fahrer des Streifenwagens bremsen musste. Dies nutzte der Motorradfahrer, um am Schützenplatz vorbei weiter in Richtung Haste zu flüchten. An der Einmündung zur Langen Straße bog er nach links ab, um unmittelbar danach in die Straße Schlobbenriede zu fahren. Dabei touchierte er rechtsseitig den Bordstein und verlor die Kontrolle über das Motorrad. Anschließend stieß der Mann gegen ein Verkehrszeichen, durchfuhr eine Steinmauer und prallte schließlich gegen eine Hauswand.

Pfeffersprayeinsatz an der Unglücksstelle

Die beiden Beamten leisteten sofort Erste Hilfe und wurden dabei von dem Bekannten des Verunglückten behindert, weshalb sie Pfefferspray einsetzen und ihn fesseln mussten. Die eintreffende Feuerwehr sorgte mit zwei Fahrzeugen für ausreichend Licht bei den Reanimationsmaßnahmen an der dunklen Hausecke. Für den 23-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der hinzugerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Motorradfahrers feststellen.

Die Einsatzkräfte machte fassungslos, dass bereits die Ersthelfer von Schaulustigen regelrecht umzingelt wurden. Viele suchten nach den kleinsten Lücken, um einen Blick auf das Unfallgeschehen werfen zu können. Die Retter setzten alle verfügbaren Planen und Decken ein, um den Unfallort abzuschirmen. Die Unfallstelle wurde von der Feuerwehr bis in die frühen Morgenstunden ausgeleuchtet.

Motorrad war geklaut

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Maschine des Fahrers, eine Husqvarna 701 Supermoto, nicht zugelassen war und einen Tag zuvor in Höxter entwendet worden war. Des Weiteren besaß der 23-Jährige keinen Führerschein. Zum Unfallzeitpunkt stand er offensichtlich unter Alkoholeinfluss.

Gegen den 36 Jahre alten Fahrer des Streifenwagens wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Auch der offenbar alkoholisierte Bekannte des Getöteten, der die Beamten attackierte, muss sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


  • Ich Wünsche den BEAMTEN alles GUTE !!!

  • Wenigstens sind keine Unschuldigen mit hineingezogen worden.

  • Naja
    Egal aus welchen Grund auch immer aber man sollte auch keine Verfolgungsjagd Inder Stadt abhalten…. und deswegen ist es auch völlig richtig das gegen den Beamten ermittelt wird!! Wäre ja nicht das erste mal das dadurch schwerste Unfälle provoziert worden sind !!!

    • Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen, oder nur die Überschrift?

    • Astrid Dralle na sicher hab ich den gelesen !!
      Worauf wollen sie denn hinaus jetzt??

    • http://www.wolf-horst.de/sonder-wegerechte.html
      Na ja, sollen die Beamten mit 50 km/h innerorts flüchtenden Verbrechern hinterherschleichen?

      Das zeigt doch nur mal wieder, dass Polizist nicht gerade ein Traumjob ist!

    • Die Beamten haben einfach nur ihren Job gemacht!!!

    • Das sollen sie auch !!nur kann man sowas auch anders regeln ….
      Und man muss es auch anders regeln ohne das jemand stirbt!! Straftat hin Straftat her ….

    • Arne Sievers sagt:

      Mitsch Buchannon da gabs doch vor ein zwei Jahren schon mal so ne Nummer, wo sie nen jungen Typen mitm gepimpten Scooter in den Tod gejagt haben…

    • Arne Sievers sagt:

      Dörthe Hemmerling

      Ja genau… Weil sie sich benehmen wie Robotermenschen!

    • eine Unfallflucht muss verfolgt werden , das Aufschreiben des Kennzeichens hätte ja nichts gebracht.
      Keine Straftaten begehen, dann passiert sowas auch nicht.

    • Arne Sievers ich denke nicht das jede Polizeistation eine entsprechende Drohne hat. Und auch dann wäre er verfolgt worden.

    • Sascha Meier sagt:

      Mitsch Buchannon wäre der Motorradfahrer nicht geflüchtet und dabei zu schnell gefahren hätte er nicht sterben müssen. Kann also niemand anderes etwas dazu als er selbst.

    • Sascha Meier sagt:

      Mitsch Buchannon wäre der Motorradfahrer nicht geflüchtet und dabei zu schnell gefahren hätte er nicht sterben müssen. Kann also niemand anderes etwas dazu als er selbst.

    • Mitsch Buchannon wie hätten sie es denn regeln sollen? Der Ausgang der Geschichte ist tragisch, keine Frage aber der Fahrer des Motorrades war alkoholisiert und er hatte keinen Führerschein. Zudem war das Motorrad auch noch geklaut.

    • Sven Lohmann sagt:

      Interessante verschiedene Ansichten

    • Es ist eine Formalie mit den Ermittlungen gegen die Beamten.

    • Dirk ,Kannst ja mit mir jeden Tag auf das Dach kommen !!

    • Wie man sowas anders regelt…stadtauswärts dicht machen !!!
      Auf jeden Fall ist es nicht wert das jemand stirbt!!

    • Wie man sowas anders regelt…stadtauswärts dicht machen !!!
      Auf jeden Fall ist es nicht wert das jemand stirbt!!

    • Benedict dass du im Auftrage Deines Dienstherren handelst und es 1000de gibt die es bestimmt besser wissen als du, ob du einen eine kurze Schelle gibst. Die dann sagen dass du keine Ahnung hast! Und man hätte ja noch reden können. Nun ist dein gegenüber aber leider bei der leichten Ohrfeige ganz blöd über seine eigenen Füße gestolpert ….hat sich leider das Genick gebrochen ..der wäre sowieso auch ohne deine Ohrfeige auf die Schnauze gefallen!!! Aber so hast du nun den totschlag am Hals. Die Anzeige direkt von deinem Arbeitgeber. Und dabei wolltest du nur verhindern dass du ihm sagst wo es langgeht bevor er evtl ein Messer zieht.
      Weißt du , ich hoffe der junge Mann hatte keine Frau oder Kinder. Dass nicht zu viele leiden müssen. Aber verursacht hat es ein Mensch der meinte ein Motorrad zu klauen und ohne Versicherung damit am belebten Schützenfest rumzugurken. Wenn der noch in seinem unverantwortlichem Leichtsinn ein oder zwei Kinder umgefahren hätte. Und keine Versicherung unterstützt. Was dann ? Der einzige der ein unberechenbares Risiko für sich und viele andere eingegangen ist, ist der arme Junge der es leider nicht überlebt hat.
      Der einzige der jetzt in seine Zukunft bangt ist aber ein Polizist, der in Ausübung seines Dienstes vom eigenen Arbeitgeber wegen fahrlässiger Tötung dran ist. Das ist so ungerecht.

      Hätte die Polizei ihn nicht verfolgt und er hätte 2 teenies vom Schützenfest überfahren. Dann wäre die Polizei jetzt auch gehasst. Warum haben die den nicht einfach abgedrängt. Bla bla bla.

      Was ist mit dem jungen Mann dem alle anderen egal waren. Mit dioten die die Rettungskräfte stören und hindern.
      Der letzte über den hier ein schlechtes Wort verloren werden sollte ist der Mensch der nicht seinem Hobby nach ging oder mit der Familie im Garten saß, sondern am Wochenende abends um 23 Uhr im Dienst ist und sich mit solchen netten Zeitgenossen rumschlagen muss. Mit dem Effekt / Risiko sich sein Leben zu versauen.

      Wäre der Junge Mann nicht am Bordstein hängen geblieben. Dann würde hier gewettert dass die Polizei zu doof ist eine supermoto einzufangen oder sie hätten einen super Job gemacht.

      Jetzt macht der flüchtende einen Fehler ( also viele , aber einen der Auswirkungen hat) und Herr Müller/Meyer von der Polizei wird seines Lebens nicht mehr froh. Ist das so richtig?! Findest du ?

      Lg Dirk

    • Dirk Hannover super geschrieben sehe ich genau so…aber es wissen immer alle alles besser

    • Mitsch Buchannon Ich sehe das genau so wie du und bin voll auf deiner Seite

    • Mitsch Buchannon stadtauswärts sperren? Rechne mal schnell hoch, wie viele Beamte du bräuchtest um Wunstorf innerhalb von weniger als 10min so abzusperren, dass ein Motorradfahrer!!!! da nicht mehr rauskommt. Merkste selber, dass die Idee ziemlicher bs ist oder?

    • Mitsch Buchannon stadtauswärts sperren? Rechne mal schnell hoch, wie viele Beamte du bräuchtest um Wunstorf innerhalb von weniger als 10min so abzusperren, dass ein Motorradfahrer!!!! da nicht mehr rauskommt. Merkste selber, dass die Idee ziemlicher bs ist oder?

  • Lars Re sagt:

    Ich stand da am Straßenrand und der Streifen Wagen hätte fast ein Passant übergebügelt…sehr unverantwortlich, aber soll nicht heißen das der Motorradfahrer sich besser Verhalten hat.

    • Der Passant hat allen Anschein nach die Arbeit der Beamten behindert.

      • Anonym sagt:

        Der Passant wusste das der motorrad Fahrer betrunken war und unzurechnungsfähig. Er wollte den polizei Beamten den Namen sagen und warnen den Fahrer weiter zu verfolgen damit so etwas wie jetzt, nicht passiert.
        Egal was der Motorradfahrer gemacht hat, er war ein Mensch, mit Familie und Freunden denen er was bedeutet hat.
        Und der Passant hat auch nicht bei der erste Hilfe gestört. Die Polizei Beamten standen einfach nur daneben und haben rein garnichts gemacht! Der Fahrer lag leblos auf dem Boden und darauf hin ist der Passant und Freund des Fahrers laut geworden. Er hat nicht einmal die Polizisten angegriffen oder attackiert !
        Aber ihr schlauen Leute lest euch diese scheisse hier durch und glaubt alles und zieht über einen Menschen her, den ihr nicht kennt und der scheisse gebaut hat. Er war 23 Jahre jung und hatte noch sein ganzes Leben vor sich!

    • Man guckt ja auch wenn man über die strasse läuft oder hat man ihnen das nicht beigebracht

    • Wenn ich einen Poizeiwagen sehe , der wen verfolgt , springe ich schnell weg und bleibe net auf der Straße stehen . Oder gehe noch drauf. Polizei hört und sieht man …

  • Ich weiss Grad nicht worüber ich mehr geschockt bin. Über diesen Artikel oder über das was so kommentiert wird

  • Kaum zu glauben ❗️❗️❗️

  • Vielleicht ist es besser, wenn man in Zukunft nicht mehr über Polizei Einsätze berichtet …oder man nutzt es zumindest um die mit den dümmsten Kommentaren, Sozialstunden aufzudrücken, um den letzten Funken Anstand und Intelligenz irgendwie wieder aufleben zu lassen…

    Nur noch traurig…

  • David Davis Muharrem Gü

  • Anonym sagt:

    Der Passant wollte den polizei Beamten den Namen des Fahrers geben damit die ihn nicht in seinem Zustand verfolgen damit genau das nicht passiert.
    Und der Passant hat auch nicht die Beamten bei der ersten Hilfe gestört. Der Passant war von dem Motorrad Fahrer ein Freund und hat ihn da leblos liegen sehen wärend die super polizei Beamten einfach daneben stehen und einen Notarzt angerufen haben. 4 polizei Beamten und alle stehen daneben und rufen irgendwen an?!
    Wie hätten sie da reagiert?!
    Der junge Mann hat scheisse gebaut aber er hat es nicht verdient zu sterben!

  • Grit Decker sagt:

    Grundsätzlich bin ich Anhängerin kontrovers geführter Diskussionen- auch auf bzw. in für alle einzusehenden Seiten;
    solange diese fair und mit gegenseitigem Respekt geführt werden.

    In etlichen Beiträgen kann ich davon nicht allzuviel sehen.

    Mit Sicherheit bin ich genauso wenig eine „Heilige“ wie jeder andere Mensch auch.
    Dennoch möchte ich mich nicht auf das hier teilweise gezeigte Niveau begeben und mich mit meinem Kommentar zu den tragischen Ereignissen auf die anscheinend nicht ausrottbaren Gaffer begrenzen; aus guten Gründen erst einige Tage nach den bereits hier eingestellten Beiträgen.

    In einem Kommentar zu einem anderen Ereignis hatte ich meine Einstellung zu dieser „Spezies“ und deren Unverhalten klar dargestellt.
    So möchte ich die geneigte Leserschaft nicht mit Wiederholungen langweilen und es bei dem folgenden zusammenfassenden Satz belassen wollen.

    Bis zu einem gewissen Grad bin ich auch Gaffern und „Foto-Schiessern“ gegenüber für Toleranz.
    Schluss mit lustig ist für mich jedoch spätestens dann, wenn zum Einen die eingesetzten Kräfte an der Ausübung ihres oftmals mehr als anstrengenden Jobs gehindert werden und zum Anderen die schützenswerten Interessen eines Opfers -wie hier die des Motorradfahrers- verletzt werden.

    Niemand wird klaren Verstandes behaupten wollen, dass er es „geil“ finden würde, als Schwerverletzter angestarrt oder auch noch fotografiert zu werden.
    Und denjenigen, die sich da mit einem „der war doch schon tot“ rechtfertigen wollen, will ich völlige Pietätlosigkeit vorwerfen.

    Und an das Leid der Angehörigen zu denken, verbietet sich für diese -sorry- Hohlbratzen leider von selbst…

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779945
    info@auepost.de

    [Anzeigen]

    Artikelarchiv

    Auepost auf …