Wunstorfer Auepost

Politik & Wirtschaft /

Trotz ungewissem Kostenausgang, Energie- und Baukrise soll die neue Sporthalle in der Barne nun schnell gebaut werden – auch, weil es sonst noch teurer wird. Der Stadtrat gab am Mittwoch grünes Licht für das 14-Millionen-Projekt. Erneuert worden war zuvor von CDU und Grünen die Kritik an den Alleingängen der Verwaltung.

Der Neubau einer Turnhalle im Barne-Schulzentrum soll deutlich größer werden als ursprünglich geplant. Lokalpolitiker sehen sich von der Verwaltung übergangen und Eltern beklagen den Wegfall von Schulhoffläche.

Kolenfeld zählt zu den bevorzugten Standorten für den geplanten ICE-Streckenausbau, wenn die Strecke über Wunstorfer Gebiet geführt werden sollte. Dagegen wollen die Kolenfelder nun auch in einer Bürgerinitiative kämpfen: In der vergangenen Woche hat man sich als Verein zusammengeschlossen.

Am 9. Oktober ist Landtagswahl in Niedersachsen. Zehn Tage vorher diskutieren wir mit den Kandidaten für den Wahlkreis 32 (Wunstorf/Neustadt) in der Stadtkirche Wunstorf.

7.000 Euro Mehrkosten für einen 4-Personen-Haushalt im kommenden Jahr? Der Gas-Preisschock kommt mit Verzögerung, aber er kommt: Daran ließen die Experten auf dem Energiesparforum des Wunstorfer Bauvereins keinen Zweifel, man sprach Klartext. Nur wie hoch genau die Belastungen ausfallen, das kann noch niemand genau beantworten – denn es hängt auch vom Verhalten jedes Einzelnen ab.

Ihr Rückzug aus der Politik wird bedauert – dabei denkt Steinhudes ehemalige stellvertretende Ortsbürgermeisterin Kerstin Obladen gar nicht daran, sich aus der Politik herauszuhalten. Dem Missverständnis tritt sie nun mit einer Kampagne entgegen. Ein Nachfolger im Ortsrat Steinhude ist unterdessen noch nicht in Sicht.

Um die Nordumgehung bauen zu können, müssen zuerst Ausgleichsmaßnahmen zugunsten der Natur geschaffen werden. Doch Amphibienteiche ohne Amphibien, Fledermausbrücken ohne Fledermäuse und Baumreihen mit vertrockneten Bäumen können nicht als gelungene Maßnahmen gelten. Der Wunstorfer Naturschutzbeauftragte spricht von einem „Jahrhundertflop des Naturschutzes“.

An der Stiftsstraße sollten für mehr als 2,6 Millionen Euro sechs Appartements und zwei Penthäuser auf 700 Quadratmetern Fläche entstehen. Geschehen ist so gut wie nichts – allerdings nur am Bau. Im Hintergrund passiert dagegen viel: Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln. Fünf Personen sind in Verdacht geraten, gewerbsmäßige Betrüger zu sein. Die Immobilie ist inzwischen weiterverkauft worden und damit dem Zugriff der Justiz vorerst entzogen.

„Entspannte Haltung“ propagiert das Plakat mit der Kuh an der Stallwand. Barbara Otte-Kinast und Sebastian Lechner stehen am Bistrotisch davor, als wollten sie das Motto szenisch nachstellen. Aber vor der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin und dem CDU-Generalsekretär brennt die Luft. Ausgelöst haben das Landvolk-Repräsentant Volker Hahn und nicht zuletzt der Mesmeroder Milchbauer Heinz Widdel. Auf dessen Hof machen sie alle zusammen Front gegen Brüssel. Die Europäische Union plant neue Bestimmungen zum Pflanzenschutz – viele Bauern fühlen sich „verraten und verkauft“.

Gestern war der letzte Tag mit „Tankrabatt“: Nicht wenige Autofahrer machten am Mittwochabend kurz vor Ende der Maßnahme noch einmal den Tank voll – oder füllten einen Reservekanister nach dem nächsten.

Wasser und Schlamm sind die Themen der Stunde. Just als in Steinhude die Zusammenarbeit von FDP und CDU zerbricht, begibt sich die Steinhuder CDU auf die geplante traditionelle Bootsfahrt übers Meer. Den sinkenden Wasserstand erfahren die Teilnehmer hautnah, unter ihnen auch Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner.

Ministerin Birgit Honé hat gestern im Rathaus einen Förderbescheid aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ übergeben. Damit wird die Einstellung eines Projektmanagers möglich.

Kerstin Obladen (FDP) tritt als stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Steinhude zurück. Die Entscheidung ist auch Ausdruck der grundsätzlichen Unzufriedenheit mit der politischen Arbeitsebene in der Stadt.