Wunstorfer Auepost

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Strandterrassenplatz

Im August kommt es zur Podiumsdiskussion der Wunstorfer Parteien in der Stiftskirche zum Thema Klimawandel. Die Stiftskirchengemeinde hat schon jetzt von CDU bis Linkspartei Antworten gesammelt. Auch zwei Bürgermeisterkandidaten geben Auskunft.

Mit Fragen, Kritik und Forderungen meldet sich die Bürgerinitiative „Freunde der Innenstadt“ wieder zu Wort: Sie verlangt, dass auch der Ausschreibungstext zum Innenstadtwettbewerb neu formuliert wird. Die bisherige Vorgabe der Stadt sei eindeutig gewesen: „Tabula rasa“. „Wer ist dafür verantwortlich?“, fragt BI-Sprecher Dr. Jochen Brüning.

Das Projekt Innenstadtsanierung stockt: Wesentliche Festlegungen müssen revidiert, neu diskutiert und erneut getroffen werden. Die politische Szene bietet ein diffuses Bild, und der Wahlkampf wirft Schatten voraus. In einer ständig wechselnden Gemengelage sucht das Rathaus konzentriert nach Lösungen. Plötzlich taucht im Katalog offener Fragen eine neue auf: Welcher Rat legt das neue Gesicht der Innenstadt fest? Der alte oder der neue?

Die Planungen für ein Fernwärmenetz in Wunstorf konkretisieren sich. Das neue Gemeinschaftsunternehmen MeerWärme sieht Möglichkeiten für ein 22 Kilometer langes Leitungsnetz. Auch die Innenstadt könnte direkt angeschlossen werden.

Werbegemeinschaft, Bürgerinitiative und Heimatverein haben unabhängig voneinander einen „echten Neuanfang“ bei der Neugestaltung der Innenstadt vorgeschlagen. Dazu seien „Mut und Aufrichtigkeit“ erforderlich. Die Grünen verlangen ein „Innehalten“.

CDU, Freie Wähler und FDP wollen, dass weitere Beschlüsse zur Sanierung der Innenstadt vom neuen Rat gefasst werden. In inhaltlich sehr ähnlichen Erklärungen verlangen sie, jetzt innezuhalten, nachzudenken und gründlich zu informieren. Die Parteien äußern sich vor dem Hintergrund eines rechtlichen Hinweises des Oberlandesgerichts Celle zu der dort vorliegenden Klage und der Entscheidung der Stadt, das Planungsverfahren zurückzusetzen.

Hat die Stadt Wunstorf doch einen Fehler gemacht, als die Pläne des zweitplatzierten Architektenbüros zur Umgestaltung der Innenstadt ausgewählt wurden? Nun werden die Karten noch einmal ganz neu gemischt: Alle Preisträger aus dem Architektenwettbewerb dürfen sich noch einmal neu bewerben.

Klimafreundlicher Verkehr für alle und bezahlbare Wohnungen: Diese beiden Ziele wollen die Wunstorfer Grünen im Kommunalwahlkampf als Themen in den Vordergrund stellen. Im Parteivorstand löst Jan-Philipp Ramm Dr. Reinhard Hüttermann als Co-Sprecher ab.

Klaus-Jürgen Maurer und Daniel Farnung führen die Kandidatenlisten der FDP für die Stadtratswahlen an. Innenstadtsanierung, Wohnbauprojekte und Steinhuder Meer stellt der Stadtverband als Themenschwerpunkte heraus. Dem Vorhaben, das Hallenbad umzugestalten und zu erweitern, erteilt die FDP eine Absage.

Die Sanierung der Innenstadt nimmt Fahrt auf. Am 29. Juni sollen Betroffene in der Abtei detailliert informiert werden. Das Schreiben der Stadt dazu schlägt seit dem Wochenende hohe Wellen. Von Enteignung und sozialistischen Eingriffen ist die Rede.

Mit großer Geschlossenheit hat die SPD Wunstorf ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. Rund 60 Teilnehmer kamen am Samstag in der Pausenhalle des Hölty-Gymnasiums zusammen, um die Listen für den Stadtrat sowie die Ortsräte zu beschließen.

Zwei Repräsentanten der Wunstorfer AfD greifen nach hohen Ämtern in der Landeshauptstadt: Nach Jessica Schülke, die sich um das Amt der Oberbürgermeisterin von Hannover bewirbt, wird nun auch Nicolas Lehrke von seiner Partei ins Rennen geschickt. Der 61-Jährige soll Regionspräsident werden.

Die Freien Wähler wollen ihre Ratsfrau Kerstin Obladen als Kandidatin für das höchste kommunalpolitische Amt in der Stadt benennen: Die 56-jährige Steinhuderin soll Bürgermeisterin werden. Damit erhöht sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf vier.

Die Idee der Grünen, die Ratsarbeit in Wunstorf moderner aufzustellen, greift: CDU und SPD ziehen mit und wollen eine Entscheidung über hybride Sitzungen herbeiführen.

Nach Ansicht der Vergabekammer Lüneburg war die Auswahl des zweitplatzierten Innenstadtentwurfs korrekt. Die Freien Wähler warnen davor, dies als Freifahrtschein zu betrachten.