Der Hindenburgstraßen-Informationspfad in Wunstorf soll als Vorbild dienen für eine ähnliche Installation in Mönchengladbach. Auch dort sucht man Wege, mit dem historischen Namenserbe umzugehen.
Der Hindenburgstraßen-Informationspfad in Wunstorf soll als Vorbild dienen für eine ähnliche Installation in Mönchengladbach. Auch dort sucht man Wege, mit dem historischen Namenserbe umzugehen.
Die Welt blickt nach Paris zur Olympiade. Dass eine der schönsten Städte überhaupt vor genau 80 Jahren fast in Flammen aufgegangen wäre, daran erinnern sich nur noch wenige. Dass ein Wunstorfer zu den Mutigen gehört, die die Zerstörung verhindert haben, weiß kaum jemand. Dies ist die Geschichte dazu. Es ist die Geschichte des Karl von Unger.
Es war ein langer Weg, und nun wird ein wichtiges Etappenziel erreicht: Auf dem Gelände des Klinikums verlegt der Künstler Gunter Demnig am Mittwoch zwei Stolperschwellen. Sie sollen an die Menschen erinnern, die 1940 und 1941 als psychisch Kranke von Wunstorf aus in den Tod geschickt worden sind. Es sind die ersten Gedenksteine dieser Art in der Stadt. Weitere sollen im November in der Innenstadt folgen. Klinik und Stadtgesellschaft setzen damit öffentliche Zeichen lokaler Erinnerungskultur.
Eine besondere Kneipe in Wunstorf ist für immer geschlossen worden. Die Geschichte des heutigen 1. FC Wunstorf hatte einst auch hier ihren Anfang genommen.
Wenn Hemmendorf im 14. Jahrhundert nicht untergegangen wäre, hätte Wunstorf heute vielleicht einen 11. Ortsteil. Bislang wussten nur wenige Eingeweihte davon. Aber nun bekommt das „verschwundene Dorf“ neue Aufmerksamkeit in der Stadt.
Streit, Zank, Prozesse: Das neue Wunstorf startet 1974 so turbulent, wie die Vorgeschichte der Gebiets- und Verwaltungsreform zu Ende gegangen ist. Es dauert Jahre, ehe die neun Ortsteile und die Kernstadt ein überwiegend harmonisches Ganzes werden und die Kommunalpolitik in ruhiges Fahrwasser gelangt. Ist es zunächst Steinhude, das sich gegen die Eingemeindung vor Gericht wehrt, sind es später heftige Auseinandersetzungen innerhalb des Rathauses und zwischen Rat und Verwaltung, die Kräfte binden. Trotzdem werden wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Die Auepost schaut zurück: auf Biermarkenskandale, wilde Dinge mit der Stadtkasse und „1 Stück Hallenbad“.
Das „neue Wunstorf“ ist 50 Jahre alt. Stadt und Stadtarchiv widmen dem Datum eine gleichnamige Ausstellung. Wunstorf in den aktuellen Grenzen ist das Produkt der Gebiets- und Verwaltungsreform vom 1. März 1974. Die Informationstafeln in der Abtei geben Einblicke und Fingerzeige. Veranstaltungen zu Stichtag und Geschichte ziehen sich durch die nächsten Monate. Eine Art Feier soll es erst beim Neubürgerempfang im Juni geben.
Beinahe wäre das Wappen des LTG 62 heute kein blinder Rabe, sondern ein Elefant. Doch wie wurde „Hans Huckebein“ zum Symbol der Transportflieger? Heiner Wittrock kann erklären, wie es dazu kam – und warum der Rabe zwar mit Wilhelm Buschs Figur verwandt ist, aber eigentlich einen anderen Namen trägt.
Vor 50 Jahren entstand Wunstorf in seiner jetzigen Größe. Warum das vor allem in den heutigen Ortsteilen keine Begeisterung hervorrief, darüber erfuhren die Zuhörer am Donnerstag in der Abtei manches interessante Detail. Auf einmal brach damals ein Bauboom los – und der hat Auswirkungen bis heute.
85 Jahre Reichspogromnacht: Anlass zu Gedenken und Erinnerung. Wunstorf hat Zeichen gesetzt mit dem intelligent austarierten Hindenburg-Pfad. Weitere Denkmale im Wortsinn folgen: Stolpersteine. Die Auepost beginnt dazu die Reihe „Wunstorf erinnert sich“. Welche Wurzeln hatte der Terror von NSDAP und SA? Lassen sich die unfassbaren Szenen erklären, die 1938 die Stadt veränderten – dort, wo heute die Fußgängerzone einlädt zum Flanieren und Kaufen?
Viele Züge – wenige Unglücke: Die Bahnstrecken durch Wunstorf gehören zu den dichtbefahrensten im deutschen Schienennetz, und das normalerweise ohne große Zwischenfälle. Doch zwei Eisenbahnunglücke geschahen in Wunstorf.
Nun schreiben sie wieder über ihn, und er ist in den Schlagzeilen: Die SPD – wenigstens ein paar Getreue – hat Gerhard Schröder für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt. Und: In der Marktkirche in Hannover prangt endlich das Lüpertz-Fenster, für das der Altkanzler Geld gesammelt hat. Das ist Anlass für Würdigungen und Rückblicke. Die Auepost reiht sich ein und geht der Frage nach: Was verbindet Schröder mit Wunstorf?
Der Fliegerhorst Wunstorf macht Schlagzeilen: Spektakuläre Evakuierungen, Riesen-Baustellen, Manöver-Drehscheibe oder eine Ministerin, die einen General umarmt. Der Luftwaffenstützpunkt steht immer wieder im Blickpunkt. Schon vor 60 Jahren war das so: „Der Alte“ wurde auf dem Fliegerhorst verabschiedet – die Bundeswehr veranstaltete für den scheidenden Bundeskanzler Konrad Adenauer 1963 im Oktober ihre erste Großparade überhaupt.