Wunstorfer Auepost

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Die Freien Wähler Wunstorf haben alle nötigen Unterschriften zusammen – und werden im September zur Kommunalwahl auf den Stimmzetteln stehen. Die Motivation der neuen Lokalpolitiker: Selbst Verantwortung übernehmen, statt einfach nur zu kritisieren.

Leerstehende Gebäude oder neue Containerbauten sollen in den Wunstorfer Ortsteilen zu Jugendtreffs werden, so der Plan der SPD Wunstorf. Pädagogische Fachleute sollen die Treffpunkte betreuen.

Mit einem fein strukturierten, detailreichen Plan will die Wunstorfer SPD Steinhude und das Meer fit für die Zukunft machen. Seit Februar hat die Partei unter Federführung von Nils Hoffmann einen Leitfaden für die nächsten zehn Jahre diskutiert und erarbeitet. Erste Priorität: eine Fußgängerzone. Grundgedanke der Autoren: „Wunstorf ist nix ohne Steinhude!“

Abseits des Streits um die Gestaltung der Innenstadt bereitet die Stadt die Einrichtung des Sanierungsbeirats vor und sucht Interessierte. Mit einem „Masterplan“ zum Projekt und einem Personalvorschlag für den Arbeitskreis Fußgängerzone tritt die SPD überraschend an die Öffentlichkeit. Damit soll das eigentliche Ziel der Sanierung wieder in den Blickpunkt rücken. Die Sorgen der Betroffenen sollen ernst genommen werden.

Niedersächsische Archäologen warnen vor drastischen Folgen beim Denkmalschutz: Künftig könnten „Stop-and-Go-Baustellen“ zur Regel werden. Eine geplante Gesetzesänderung ruft inzwischen breiteren Protest hervor.

Die neue Notgemeinschaft Innenstadt Wunstorf legt nach. Sie fragt: Ist es richtig, das Bundesbaugesetz „in dieser Intensität“ für das Sanierungsprojekt anzuwenden? Dabei geht es um die sogenannten Ausgleichsbeträge. Viele Fragen und Kommentare löst die Nachricht aus, dass die Stadt die Kosten des gerichtlichen Verfahrens um den Planungsauftrag tragen muss.

Der Gegenwind nimmt weiter zu: 15 Eigner aus der Innenstadt haben sich zur „Notgemeinschaft Innenstadt Wunstorf“ zusammengeschlossen. Sie werfen Stadt und Bürgermeister vor, mit der Sanierungssatzung eine „stille Enteignung“ auf den Weg zu bringen, und wehren sich gegen Eingriffe in ihr Eigentum und die Vertragsfreiheit.

Die weiteren Weichen zur Fußgängerzonen-Sanierung werden nicht mehr vom amtierenden Rat gestellt: Die Stadtverwaltung werde die Auftragsvergabe im September nicht „auf Biegen und Brechen“ verfolgen. Während dort alles auf Umdenken hindeutet, erweitert eine „Notgemeinschaft“ den Kreis der Kritiker und Gegner.

Der AfD-Stadtverband Wunstorf wirft der Stiftskirchengemeinde Einmischung in die Politik vor – und empfiehlt der Kirche alternative Betätigungen.

Bei den Klimawandel-„Wahlprüfsteinen“ blieben von den Wunstorfer Parteien unter anderem die Freien Wähler außen vor. Nun wandte sich die Vorsitzende irritiert an die Kirchengemeinde.

Strandterrassenplatz

Im August kommt es zur Podiumsdiskussion der Wunstorfer Parteien in der Stiftskirche zum Thema Klimawandel. Die Stifts-Kirchengemeinde hat schon jetzt von CDU bis Linkspartei Antworten gesammelt. Auch zwei Bürgermeisterkandidaten geben Auskunft.

Mit Fragen, Kritik und Forderungen meldet sich die Bürgerinitiative „Freunde der Innenstadt“ wieder zu Wort: Sie verlangt, dass auch der Ausschreibungstext zum Innenstadtwettbewerb neu formuliert wird. Die bisherige Vorgabe der Stadt sei eindeutig gewesen: „Tabula rasa“. „Wer ist dafür verantwortlich?“, fragt BI-Sprecher Dr. Jochen Brüning.

Das Projekt Innenstadtsanierung stockt: Wesentliche Festlegungen müssen revidiert, neu diskutiert und erneut getroffen werden. Die politische Szene bietet ein diffuses Bild, und der Wahlkampf wirft Schatten voraus. In einer ständig wechselnden Gemengelage sucht das Rathaus konzentriert nach Lösungen. Plötzlich taucht im Katalog offener Fragen eine neue auf: Welcher Rat legt das neue Gesicht der Innenstadt fest? Der alte oder der neue?

Werbegemeinschaft, Bürgerinitiative und Heimatverein haben unabhängig voneinander einen „echten Neuanfang“ bei der Neugestaltung der Innenstadt vorgeschlagen. Dazu seien „Mut und Aufrichtigkeit“ erforderlich. Die Grünen verlangen ein „Innehalten“.

CDU, Freie Wähler und FDP wollen, dass weitere Beschlüsse zur Sanierung der Innenstadt vom neuen Rat gefasst werden. In inhaltlich sehr ähnlichen Erklärungen verlangen sie, jetzt innezuhalten, nachzudenken und gründlich zu informieren. Die Parteien äußern sich vor dem Hintergrund eines rechtlichen Hinweises des Oberlandesgerichts Celle zu der dort vorliegenden Klage und der Entscheidung der Stadt, das Planungsverfahren zurückzusetzen.

Hat die Stadt Wunstorf doch einen Fehler gemacht, als die Pläne des zweitplatzierten Architektenbüros zur Umgestaltung der Innenstadt ausgewählt wurden? Nun werden die Karten noch einmal ganz neu gemischt: Alle Preisträger aus dem Architektenwettbewerb dürfen sich noch einmal neu bewerben.

Klimafreundlicher Verkehr für alle und bezahlbare Wohnungen: Diese beiden Ziele wollen die Wunstorfer Grünen im Kommunalwahlkampf als Themen in den Vordergrund stellen. Im Parteivorstand löst Jan-Philipp Ramm Dr. Reinhard Hüttermann als Co-Sprecher ab.

Klaus-Jürgen Maurer und Daniel Farnung führen die Kandidatenlisten der FDP für die Stadtratswahlen an. Innenstadtsanierung, Wohnbauprojekte und Steinhuder Meer stellt der Stadtverband als Themenschwerpunkte heraus. Dem Vorhaben, das Hallenbad umzugestalten und zu erweitern, erteilt die FDP eine Absage.

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