Wunstorfer Auepost

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Mit großer Geschlossenheit hat die SPD Wunstorf ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufgestellt. Rund 60 Teilnehmer kamen am Samstag in der Pausenhalle des Hölty-Gymnasiums zusammen, um die Listen für den Stadtrat sowie die Ortsräte zu beschließen.

Zwei Repräsentanten der Wunstorfer AfD greifen nach hohen Ämtern in der Landeshauptstadt: Nach Jessica Schülke, die sich um das Amt der Oberbürgermeisterin von Hannover bewirbt, wird nun auch Nicolas Lehrke von seiner Partei ins Rennen geschickt. Der 61-Jährige soll Regionspräsident werden.

Die Freien Wähler wollen ihre Ratsfrau Kerstin Obladen als Kandidatin für das höchste kommunalpolitische Amt in der Stadt benennen: Die 56-jährige Steinhuderin soll Bürgermeisterin werden. Damit erhöht sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf vier.

Die Idee der Grünen, die Ratsarbeit in Wunstorf moderner aufzustellen, greift: CDU und SPD ziehen mit und wollen eine Entscheidung über hybride Sitzungen herbeiführen.

Nach Ansicht der Vergabekammer Lüneburg war die Auswahl des zweitplatzierten Innenstadtentwurfs korrekt. Die Freien Wähler warnen davor, dies als Freifahrtschein zu betrachten.

Kurz vor den Wahlen zum Rat der Stadt im September sind in der jüngsten Sitzung des Gremiums mit Friedhelm Selke (Grüne) und Jan-Frerk Mandel (SPD) zwei Nachrücker verpflichtet worden. Selke nimmt den Sitz ein, den bisher Dustin Meschenmoser innehatte. Auf Mandel geht das Mandat über, das Torben Klant gewonnen hatte.

Die politische Landschaft der Stadt verändert sich: Kaum benennt die erstarkte Linke eine eigene Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September, tritt wie aus dem Nichts das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit vier Bewerbern für kommunale Gremien hervor. Darunter ist mit Christoph Heinrich aus Klein Heidorn eine bekannte Persönlichkeit.

Überraschung vier Monate vor der Kommunalwahl: Mit der Unternehmensberaterin Mona M’Barkiou aus Hannover schickt die Partei Die Linke eine Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Am 13. September haben die Wunstorfer also nach jetzigem Stand die Wahl zwischen zwei Männern und einer Frau.

Die SPD bleibt skeptisch: Internet-Übertragungen der Wunstorfer Stadtpolitik und digitale Sitzungen verursachen hohe Kosten und interessieren wahrscheinlich nur Wenige, heißt es aus der Ratsfraktion zu den Plänen von CDU und Grünen, mehr digitale Transparenz im Stadtrat zu schaffen.

Die „Verkehrswende“ soll nun auch am Steinhuder Meer stattfinden: Die SPD schlägt eine Fußgängerzone für Steinhude vor. Ein entsprechender Masterplan „Steinhude“ ist in Arbeit.

Mehr Transparenz sollen etwa die Stadtratssitzungen in Wunstorf bekommen. Dafür setzt sich nun die CDU ein und greift damit eine ältere Idee der Grünen auf: Sitzungsübertragungen im Internet sollen geprüft werden, eine Entscheidung soll schon in den kommenden Monaten fallen.

Ist der Auftrag zur Planung der neuen Wunstorfer Innenstadt korrekt zustande gekommen? Die Entscheidung soll nun erst am 9. Juni fallen – viel später als erwartet. Die „Freunde der Innenstadt“ ziehen nicht vor Gericht.

Wie funktioniert das, wenn die SPD in Wunstorf zum Ideenwettbewerb aufruft? Die Auepost hat es sich angesehen, wie die Mitmachwerkstatt ablief und die Ideen der Bürger gewichtet wurden.

Mehr Mut, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, will Kerstin Schwartz-Kallendorf beweisen: Nach 5 Jahren im Ortsrat entscheidet sich die Steinhuderin, künftig als Parteilose für Ort und Stadt zu kandidieren.

Marvin Nowak zieht sich aus der Wunstorfer Kommunalpolitik zurück: Der Chef der Stadtratsfraktion der Grünen bewirbt sich nicht erneut um ein Mandat. In einer internen Erklärung nennt der 37-Jährige ausschließlich private Gründe.