Wunstorfer Auepost

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Gabriella Meros kämpft dafür, dass Wunstorf nicht demnächst auch zu den Städten gehört, in denen Stolpersteine liegen. Die Jüdin sieht in den Wunstorfer Plänen mangelnde Empathie für die Opfer des Holocaust und hofft, dass man sich in der Auestadt noch rechtzeitig besinnt.

Einstimmig hat der Ortsrat Wunstorf am Mittwochabend für die Verlegung von Stolpersteinen votiert. Damit hat die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung die erste Hürde genommen. Bis zu zehn Gedenktafeln sollen bis Ende des Jahres, spätestens 2024, im Pflaster platziert werden und an Wunstorfer Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

„Stolpersteine“ sind nicht unumstritten. In der Kernstadt sollen in diesem Jahr, spätestens 2024, zunächst bis zu zehn davon zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus platziert werden: Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) macht sich in einer Beschlussvorlage für die städtischen Gremien Anliegen und Position des Arbeitskreises Erinnerungskultur zu eigen.

Das Naturerlebnisbad kann auf finanzielle Unterstützung für seine Photovoltaikpläne aus der Region Hannover hoffen: 10.000 Euro sollen nach Luthe gehen.

Für einige Parkplätze wird die 1-Stunden-Beschränkung aufgehoben. Grundsätzlich hält man am 3-stufigen Parkplatzkonzept in Wunstorf jedoch fest. Man möchte Lösungen nach Fakten, nicht nach Gefühl.

Am Mittwochabend haben die Fraktionen im Stadtrat ihre Reden zum Haushalt 2023 gehalten. Im Anschluss sorgten die Anträge der Grünen nochmals für lebhafte Diskussionen. Martin Ehlerding (SPD) stand dabei wegen unerwartetem Abstimmungsverhalten plötzlich unter „Beobachtung“ des gesamten Rates.

Die Stadtverwaltung soll eine Förderrichtlinie entwickeln, um die Verbreitung von Mini-Solaranlagen in Privathaushalten voranzutreiben.

Die Grünen werfen CDU/SPD eine Blockadehaltung in Sachen Klima- und Artenschutz vor – Expertenmeinungen würden beiseitegeschoben und die Etatkompetenz nicht ausgeübt.

Aus dem ambitionierten Bürgergeld ist nun eine Art „Hartz 5“ geworden. Als sich der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag am Mittwoch auf den Kompromiss beim Bürgergeld einigte, war ein in Wunstorf nicht unbekannter Politiker dabei: Hendrik Hoppenstedt war zum Co-Vorsitzenden des Vermittlungsausschusses gewählt worden und führte gemeinsam mit Manuela Schwesig den Vorsitz.

Bolzplatz Adlerhorst in Luthe

Jugendliche in Luthe haben keinen öffentlichen Treffpunkt – und es gibt immer wieder Ärger mit Anwohnern, wenn junge Leute vorhandene Infrastruktur nutzen. Die Verwaltung soll nun nach einem neuen geeigneten Platz suchen. In der Kernstadt wird ein Jugendtreff neu in der Barne entstehen.

Die Stadt plant eine Verknüpfung von Kartenvorverkauf mit touristischem Service in der Kernstadt. Die Pläne treffen in der Politik auf ein unterschiedliches Echo.

Wunstorf muss sparen – aber es stehen gerade jetzt viele Investitionen an. Welche die wichtigsten wären, darüber haben die Grünen in ihrer Fraktionsklausur beraten.

Teil der Landesregierung: Wiebke Osigus wird Ministerin für Regionales, Bundes- und Europaangelegenheiten in Niedersachsen.