Wunstorfer Auepost

Politik & Wirtschaft / Wirtschaft /

Klare Abstriche bei der Ursprungsidee: Das geplante Stadtquartier „Neue Mitte“ zwischen Luther Weg und Bahnstrecke kann nicht wie gedacht errichtet werden. Das Flüchtlingswohnheim bleibt, und im Untergrund ist plötzlich eine versteckte Halle aufgetaucht.

Neue Energie fürs „WuWiWo“: Das Wunstorfer Wirtschafts-Wochenende findet 2023 wieder statt. Am 6./ 7. Mai öffnen sich Zelte und Außengelände mit vielen Ausstellern für Tausende von Besuchern.

Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) will das Gespräch mit der Werbegemeinschaft Wunstorf über die Entwicklung der Innenstadt „natürlich“ fortsetzen – trotz der aktuellen Verstimmungen. Im Gespräch mit der Auepost hebt er hervor, dass er nicht allein über Parkplätze beraten möchte. Es gebe „ganz ganz viele Themen“ mit Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte, bei denen man mit der Werbegemeinschaft an einem Strang ziehen müsse. Für die Händler bleibt die Parkplatzfrage jedoch ein zentraler Punkt.

Verwaltung, Politik und Werbegemeinschaft Wunstorf haben am Montag an einem Tisch gesessen – für die lange geplante Aussprache. Statt versöhnlicher Töne wurde es hinter verschlossenen Türen allerdings emotional. Die Stadt will sich bei der Innenstadtförderung nicht auf Parkplätze reduzieren lassen – und kündigt weitere Gesprächsrunden an.

Die Stadt hält den örtlichen Händlern nun die Eingänge frei: Verkäufer, die abseits von Wochenmärkten oder besonderen Veranstaltungen Waren in Steinhude und Wunstorf anbieten wollen, sind nicht mehr erwünscht. Künftig sollen keine entsprechenden Standgenehmigungen mehr erteilt werden.

Die IGZ will ihre Arbeit fortsetzen und gibt sich auch nach einem weiteren Treffen mit Vertretern von K+S, der Landes-Eisenbahngesellschaft SinON und der Stadtverwaltung nicht mit den bisherigen Reaktionen auf die Proteste zufrieden. K+S gab während des Termins bekannt, dass die Züge für die nächsten 20 Jahre verkürzt werden sollen. Wartezeiten und Lärm von stehenden Spezial-Loks soll es direkt neben Wohnhäusern nicht mehr geben. Allerdings müsse die Zahl der Transporte zum Kali-Schacht von täglich sechs auf sieben erhöht werden. Der neue Regelbetrieb kostet K+S etwa eine Million Euro pro Jahr.

Experten aus Düsseldorf sollen die Neugestaltung der Stadtsparkasse Wunstorf vorbereiten. Mitarbeiter der Firma bkp sind nach Informationen der Auepost dabei, relevante Daten von Gebäuden in der direkten Nachbarschaft des Bankgebäudes zusammenzutragen.

Die Volksbank setzt an der Sölter-Kreuzung starke Akzente – die Sparkasse Hannover will an der Langen Straße alles beim Alten lassen. Und die Hausbank der Stadt? Auch die Stadtsparkasse rüstet sich für die Zukunft. Seit mehr als einem Jahr wird über die Zentrale am Marktplatz intern beraten. Experten arbeiten zudem an Projektvarianten, doch der Vorstand ist mit Informationen dazu so großzügig wie die Banken in den vergangenen Jahren mit Guthabenzinsen.

Ende November hat in Wunstorf ein Laden mit Schwerpunkt auf Kinderschuhen eröffnet. Mit Angebot und Beratung richtet man sich an eine qualitätsbewusste Klientel.

Ein Unternehmer aus der Stadt ist gerade dabei, die Handschuh-Branche umzukrempeln: Ein hauteng anliegender Handschuh mit den Eigenschaften eines Arbeitshandschuhs plus Atmungsaktivität plus hohes Tastgefühl – und dabei auch noch waschbar und medizinisch zugelassen. Diese Entwicklung dürfte die Arbeitswelt im wahrsten Wortsinne verändern: nachhaltig.

Regionaler Kaffee aus Wunstorf wird zum Trend: Auch in der Langen Straße ist nun eine heimische Kaffeemarke im Angebot. Teefugium-Inhaber Jens Denecke geht unter die Kaffeeproduzenten und verkauft „Auegold“.

Weinverkostung, Gewürz- und Dekoverkauf statt Lager: Die Manufaktur Villa Meyer eröffnet einen Deko- und Feinkostladen nahe der Hindenburgstraße – und will damit auch als lokaler Konkurrent gegen Marken wie Ankerkraut antreten.

Stromtanken in Wohnungsnähe: Wunstorfer Bauverein und Stadtwerke Wunstorf bringen Ladesäulen in die Quartiere.