Wunstorfer Auepost

Hintergrund /

Der Neubau einer Turnhalle im Barne-Schulzentrum soll deutlich größer werden als ursprünglich geplant. Lokalpolitiker sehen sich von der Verwaltung übergangen und Eltern beklagen den Wegfall von Schulhoffläche.

Die Baustelle auf dem Gelände der Wunstorfer Stadtschule ist ungenügend gesichert – obwohl ständig Kinder in der Nähe spielen. Ein Anlieger, der das nicht länger mitansehen will, hat nun die übergeordneten Behörden eingeschaltet.

„Als ich von geplanten Sperrungen gehört habe, konnte ich mein Glück kaum fassen“, sagt Badeinsel-Anwohnerin Britta Bruns. Inzwischen ist das Glück der Ernüchterung gewichen.

Stoppschilder, 10 km/h Höchstgeschwindigkeit – doch es hält sich kaum jemand daran. Und die neuen Markierungen schaffen wieder neue Probleme, statt die alten zu lösen. Die Auepost beobachtete für eine Stichprobe den Verkehr am Bahnübergang Hohes Holz. Das Ergebnis ist erschreckend.

An der Stiftsstraße sollten für mehr als 2,6 Millionen Euro sechs Appartements und zwei Penthäuser auf 700 Quadratmetern Fläche entstehen. Geschehen ist so gut wie nichts – allerdings nur am Bau. Im Hintergrund passiert dagegen viel: Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln. Fünf Personen sind in Verdacht geraten, gewerbsmäßige Betrüger zu sein. Die Immobilie ist inzwischen weiterverkauft worden und damit dem Zugriff der Justiz vorerst entzogen.

Ob die Straßenlaternen in Wunstorf abgeschaltet werden, steht noch nicht fest. Doch es wird in der kommenden Zeit definitiv dunkler in der Stadt: Schaufenster und Reklame sollen nach 22 Uhr nicht mehr beleuchtet sein. Das Warmwasser in Turnhallen wird dagegen nicht abgestellt werden.

Kerstin Obladen (FDP) tritt als stellvertretende Ortsbürgermeisterin von Steinhude zurück. Die Entscheidung ist auch Ausdruck der grundsätzlichen Unzufriedenheit mit der politischen Arbeitsebene in der Stadt.

Bilder von gestürzten Radfahrern, verletzte Kinder und Kopfwunden: Die Stadt hat beim Bahnübergang „die Notbremse gezogen“, die gefährlichen Bodenschwellen entfernt und durch Stoppschilder sowie flache Markierungen ersetzt.

Die Ergebnisse der Parkplatz-Evaluation liegen vor: Seit Einführung der gebührenpflichtigen 1-Stunden-Parkplätze und der Verdoppelung der Gebühren parken weniger Autofahrer in der Wunstorfer Innenstadt. Dafür ist ein bestimmter Parkplatz weiterhin stets überbelegt. Ob das alles aber wirklich an den neuen Regeln liegt, konnte nicht bestätigt werden.

Weil zu viele Eltern nicht verstanden haben, wie man die Hol- und Bringzone an der Albert-Schweitzer-Grundschule richtig benutzt, wurde sie nun abgebaut und 300 Meter weiter an den Schotterparkplatz verlegt. Auch Ampel- und Kreiselbau waren im Gespräch, um Gefahren an der Barnestraße für die Schüler zu reduzieren.

Das Wunstorf Elements

Das „Wunstorf Elements“ wird einmal von oben nach unten gekrempelt: Am bisherigen Standort Barne-Sportzentrum wird das 40 Jahre alte Hallenbad für fast 40 Millionen Euro zu einem neuen Schwimmbadmagneten umgebaut. In den kommenden Jahren soll das Hallenbad deutlich wachsen und den Badegästen neue attraktive Angebote machen können. Große Wasserrutschen wird es aber nicht geben, und auch kein Außenbecken.

Culcha Candela, Nena und Helge Schneider in Wunstorf: Die Stadt wird in diesem Sommer zum Open-Air-Konzertfestival-Standort: Im Juli und August werden sich große Namen auf einer großen Bühne am Schützenplatz einfinden. Im Gespräch mit „Kultursommer“-Veranstalter Adis Bajric.

Die Saison am Meer ist längst angelaufen, und auf dem Wilhelmstein hat ein neues Kapitel begonnen. 2022 hält Steinhude so viele Neuerungen bereit wie seit Jahrzehnten nicht. Aber die beiden Inselwirte von Graf Wilhelms Inselfestung wagen geradezu den Umbruch – quasi mit dem Segen von Donatus zu Schaumburg-Lippe und dem Fürstenhaus.