Wunstorfer Auepost

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Die umstrittene Satzung zu neuen Regelungen für die beiden städtischen Kindertagesstätten wird den Rat am Mittwoch nicht erreichen: SPD und CDU wollen mit ihrer Mehrheit die Entscheidung vertagen. Fest steht auch: So, wie von der Stadtverwaltung vorgelegt, wird der Satzungstext nicht bleiben. Bis nach der Sommerpause sollen Fragen, Kritik und Anregungen von Eltern aufgenommen und berücksichtigt werden.

Klimaveränderungen zwingen alle und jeden zum Umdenken. Auch Wunstorf als Stadt ist gefordert. Der Einzelne kann viel tun, aber auch Kommunen müssen aktiv werden. So ist die Idee entstanden, ein Schutzkonzept für das Klima mit der seit 2023 vorgeschriebenen Wärmeplanung zu verknüpfen. Wesentliche Aspekte sind die Beteiligung von Experten der Hamelner target GmbH und der Bürger. Der Startschuss fällt am Dienstag. Schon am Montag startet das ebenso ambitionierte BarneLAB.

Der Jahnplatz soll nicht bebaut werden. Das hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Stimme von der AfD beschlossen. Es sollen dort weder Wohnhäuser noch „Sonderbauten“ entstehen. Das weitere Vorgehen soll zwischen den Fraktionen und mit Interessierten gründlich beraten werden. Festlegungen für das Freibadgelände gibt es nicht. Die beiden Anträge von CDU/FDP/Grüne und SPD waren zuvor zurückgezogen worden.

Während der zurückliegenden Stadtratssitzung hat sich etwas noch nie Dagewesenes ereignet. Der Bürgermeister und die erste stellvertretende Bürgermeisterin stimmten gegen den Mehrheitswillen ihrer eigenen Partei. Der Auslöser: Die Frage, wie lange in Steinhude kostenlos kurzgeparkt werden darf.

Sozialwohnungen werden auf der Vion-Brache vorerst nicht entstehen: In vertraulicher Sitzung hat der Rat eine Zurückstellung der Bauvoranfrage der „Neue Mitte“ beschlossen. Auf einer Teilfläche will Investor Hiss eigentlich Blocks mit 80 Wohnungen errichten. Dafür – und für das Gesamtprojekt – hatte er Stunden zuvor in Veranstaltungen für Interessierte vehement geworben. Nun geht die Sache wohl vor Gericht.

Ein Feiertag – und Steinhude ist dicht. Die Parkplatzsituation eskaliert, Anwohner werden bedroht. Allein am 1. Mai hat die Stadt über 200 „Strafzettel“ verteilt. Zu Pfingsten und den kommenden Großveranstaltungen könnte es noch schlimmer werden.

Die Stadtverwaltung fürchtet, dass auf dem ehemaligen Vion-Gelände mit den neuen Plänen des Eigentümers ein Ghetto entstehen könnte. Die Alternativpläne für verdichtete Bebauung mit Mehrfamilienhäusern neben dem Flüchtlingswohnheim werden abgelehnt. Eigentümer Neue Mitte will jedoch weiterhin bauen oder aber das Gelände anderen Investoren verkaufen – aber nicht unter Wert.

Als im vergangenen Jahr der Maibaum aufgestellt wurde, war nicht sicher, ob es das letzte Mal gewesen sein könnte. Doch nun, 2024, ist er wieder da und symbolisiert den Frühling – und auch gleich einen Neuanfang zwischen Stadt und Werbegemeinschaft.

Das Wohnbauprojekt Neue Mitte bleibt ein Thema. Von der Stadt offiziell im Dezember auf Eis gelegt, hat die Vion-Brache am Luther Weg jetzt das Interesse zweier Entwicklungsgesellschaften geweckt. Zudem will der Düsseldorfer Grundeigentümer auf einer Teilfläche fünf Blocks mit Sozialwohnungen bauen. Darüber soll der Rat der Stadt im Mai entscheiden. Stadtverwaltung und Ortsrat Wunstorf sagen Nein dazu.

30 Anlieger des Jahnplatzes und der ehemaligen Badeanstalt haben sich zusammengefunden und machen Front gegen die mögliche Bebauung der Flächen an der Ecke Barne- und Amtsstraße. Sie verlangen, den Platz als Spiel-, Freizeit- und Erholungsmöglichkeit und als Teil eines innerstädtischen Grünzuges, der „grünen Lunge“, zu erhalten. Das soll auch für das Freibadgrundstück gelten. Ob aus der losen Gruppe eine Bürgerinitiative wird, entscheidet sich in Kürze. Motto der Anwohner: „Wehret den Anfängen!“

Normalerweise würde er jetzt die ersten frischen Triebe tragen. Doch der alte Baum am Schnittpunkt von Kranichstraße, Am Hasenpfahl und Lukas-Cranach-Straße wird nie wieder Blätter haben. Für einen anstehenden Straßenumbau war er gefällt worden. Anwohner sind überrascht und beklagen die Informationspolitik der Stadt.

Ein Mann, ein Plan: Manfred Becker will den Steinhuder Wochenmarkt neu aufstellen. Der Steinhuder Ergotherapeut hat einen Plan und große Zuversicht. Am 23. März soll das Projekt in einer Ecke des Scheunenviertels starten. Sechs Marktbeschicker sind zum Auftakt dabei.

Die Wunstorfer Innenstadt wurde in der Vergangenheit als „schönste Innenstadt der Region“ beworben – und bisweilen dafür belächelt. Doch nun legt ein Gutachter nahe: Diese Selbsteinschätzung ist gar nicht so falsch. Kunden von außerhalb kommen tatsächlich wegen der schönen Innenstadt – und den vorhandenen Fachgeschäften. Aber die Fußgängerzone hat 3 große Schwachstellen, die zusammen als Gefahr über ihr schweben.