Wunstorfer Auepost

Hintergrund /

Culcha Candela, Nena und Helge Schneider in Wunstorf: Die Stadt wird in diesem Sommer zum Open-Air-Konzertfestival-Standort: Im Juli und August werden sich große Namen auf einer großen Bühne am Schützenplatz einfinden. Im Gespräch mit „Kultursommer“-Veranstalter Adis Bajric.

Die Saison am Meer ist längst angelaufen, und auf dem Wilhelmstein hat ein neues Kapitel begonnen. 2022 hält Steinhude so viele Neuerungen bereit wie seit Jahrzehnten nicht. Aber die beiden Inselwirte von Graf Wilhelms Inselfestung wagen geradezu den Umbruch – quasi mit dem Segen von Donatus zu Schaumburg-Lippe und dem Fürstenhaus.

An den Eingängen zur Fußgängerzone stehen seit Jahren verwirrende Zusatzschilder, die das Radfahren verbieten – aber gerade dadurch auch erlauben. Die Regeln für Radfahrer in der Wunstorfer Fußgängerzone …

Frank Löffler

Nun ist das eingetreten, was nie hätte passieren sollen: Die Tafel Wunstorf muss Neukunden aus anderen Kommunen abweisen. Zu viele Menschen stellen sich inzwischen an, weil sie auf kostenlose Lebensmittel angewiesen sind. Die Zahl der Kunden in Wunstorf hat sich verdoppelt. In anderen Städten schließen Tafeln unterdessen ganz, da Mitarbeiter bedroht werden.

Fernzug Wunstorf

In der Wunstorfer Politik ist man sich sicher, dass ein Trassenausbau durch Wunstorf nicht Realität werden wird. Ein dazu nötiger Teilabriss des Wunstorfer Bahnhofs würde eine hohe Hürde darstellen. Den Schwarzen Peter könnte stattdessen Kolenfeld bekommen – wenn eine neue Trasse nicht in Barsinghausen, sondern nördlich der A2 oder sogar am Mittellandkanal entlang gebaut würde.

Das von den Johanniter betrieben Flüchtlichgswohnheim und die Aussenstelle der IGS teilen sich am Luther Weg das ehemalige Vion-Verwaltungsgebäude.

Für die Zukunft des Vion-Geländes am Luther Weg ist der Montag der vorerst wichtigste Tag: im Verwaltungsausschuss des Rates fällt die Entscheidung, ob die Stadt vom Vorkaufsrecht für die Industriebrache Gebrauch macht. An der Sondersitzung nimmt auch der Geschäftsführer des Investors „Neue Mitte Wunstorf“ teil. Seine Vorstellungen und die der Stadt liegen weit auseinander. Beide Seiten verhandeln fast täglich.

Ein Bootsumriss als Brunneneinfassung: Das Wasserspiel auf dem Steinhuder Strandterrassenvorplatz ist nun in Betrieb und entwickelte sich sofort zum neuen Blickfang. Dahinter steckt eine Menge Technik.

Stillgelegtes Schulzentrum

Die Stadt schafft kurzfristig neuen Wohnraum für Ukraine-Flüchtlinge: Schon ab kommender Woche könnte der Einzug in das ehemalige Steinhuder Schulzentrum erfolgen. Angebotene Wohnungen werden weiter geprüft, kurzfristig waren darunter bislang jedoch keine sofort bezugsfertigen Räumlichkeiten zu finden.

Wäre das Rathaus ein Schlachtschiff, wären jetzt alle auf Gefechtsstation. Mag sein, dass das Marine-Vokabular in diesen Wochen nicht erste Wahl ist. Aber für die Schlagkraft, mit der die Stadtverwaltung derzeit agiert, ist der Begriff genau der richtige: 10 bis 15 Hilfesuchende kommen schon bald regelmäßig pro Woche aus der Ukraine auf die Stadt zu, und eine Besserung ist nicht in Sicht – gleichzeitig erlebt Wunstorf ein Allzeithoch bei den Corona-Fällen, ebenfalls ohne Aussicht auf Besserung. Das Rathaus funktioniert, obwohl der Chef nicht im Dienst und seine Vertreterin gerade mal fünf Wochen an Deck ist. Mehr noch: Groß-Projekte werden betreut und neue vorangetrieben. Ein Blick hinter die Kulissen.

Arbeiten im Bürgerpark

Am Eingang des Bürgerparks gegenüber des Nordwall-Parkplatzes soll ein neuer Platz entstehen. Auch im Park selbst stehen große Umbauten an.

Die Elterntaxi-Haltezonen vor den Wunstorfer Grundschulen sind nun schon fast vier Jahre alt. Wirklich eingespielt hat sich die Situation aber noch immer nicht. Es wird verbotswidrig, suboptimal oder einfach zu oft gehalten. Auch über die Geschwindigkeit gibt es Beschwerden.

Diesellok am Vorgarten

Die Laugentransportzüge durch Wunstorf sind zu laut. Nun soll eine Lärmschutzwand für 100.000 Euro das Problem für die Anwohner akustisch halbieren. Die Gleise gehören inzwischen wieder dem Land Niedersachsen.

Drahtgitterbank vor Rathaus

Wer sich aktuell vor dem Rathaus bzw. in der Fußgängerzone auf eine grüne Bank setzt, sitzt auf einem Stück Zeitgeschichte und trotzdem ganz „modern“. Dennoch sollen die berühmten Sitzmöbel nun zum Altmetall, die Stadt will die Drahtgitterbänke loswerden. Dabei sind die mitten in Wunstorf stehenden Design-Ikonen eine Reminiszenz an eine weltoffene, moderne Bundesrepublik zu Olympiazeiten – und Zeugnis der Entstehungsgeschichte der Fußgängerzone.