Wunstorfer Auepost

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Am vergangenen Freitag, zum internationalen Frauentag, wurde die Wunstorfer Innenstadt mit Sprüchen übersät: Überall machten mit Kreide aufgemalte Texte auf das Thema Sexismus und Gewalt gegen Frauen aufmerksam.

Rathaus, Zimmer A 205

Ansichten eines Bürgermeisters – im Gespräch mit Wunstorfs Bürgermeister Carsten Piellusch …

Der Steinhuder Strandterrassenvorplatz wird im Sommer zu heiß – es fehlt Schatten. Nun soll der Platz nachträglich noch einmal umgebaut werden, um ZWEI WEITERE BÄUME samt Sitzgelegenheiten auf die Fläche direkt am Steinhuder Meer zu bringen. Geschätzte Kosten: 40.000 Euro.

Am Samstag wurde gemeinsam gegen eine neue ICE-Trasse Hannover–Bielefeld bei Kolenfeld demonstriert: Gleich drei Bürgerinitiativen hatten zur Demo in Groß Munzel aufgerufen, zu einer „Welle des Widerstands“. Auch die generelle aktuelle Bahnpolitik bekommt keine gute Note.

Am Donnerstag wurde für die Verkehrswende in Wunstorf getrommelt: Das Mobilnetzwerk war in der Stadt und hatte mit Autorin Katja Diehl eine Verkehrswendeexpertin zur Podiumsdiskussion eingeladen. Über viele kluge Ideen für die Zukunft des Straßenverkehrs wurde gesprochen. Interessant war auch, was nicht gesagt wurde: Dem Podium gelang es, das Thema Innenstadt-Parkdeck auszulassen.

Stillleben eines Wunstorfer Wanderweges: Touristen mit Ziel Bahnhof lädt die Bank zum Verweilen ein und bietet zugleich einen atemberaubenden Blick auf die jüngere Geschichte der Stadtarchitektur.

Reine Routine, ein Frachtflug, wie er zum Einmaleins des LTG 62 zählt. Warum sind trotzdem so viele Reporter an diesem Tag vor Ort? Die Fracht ist für den Gazastreifen bestimmt – Brutkästen für Neugeborene und weitere Klinikausstattung gehen auf die Reise. Bevor das Flugzeug abhebt, ist aber noch einiges zu tun.

Gänsehautmoment auf dem Fliegerhorst, als Oberst Christian John zum letzten Mal als Kommodore das Wort an sein Geschwader richtete. Für seinen Nachfolger hatte er beim Kommandoübergang im Januar einen klaren Rat – und hielt auch sonst noch einige Überraschungen bereit. Lob, aber auch Kritik gab es Richtung Luftfahrtindustrie. Und den Wunstorfer Bürgern dankte er ganz besonders.

Eine kleine Idee für eine kleine Demonstration gegen Rechtsextremismus hat in Wunstorf eine ungeahnte Dynamik entwickelt. Die Bilder von Montagabend.

So geht Demonstration in Wunstorf: Etwa 2.500 Teilnehmer – die wohl größte politische Zusammenkunft, die die heutige Stadt je gesehen hat, sendete am Montagabend ein über die Stadtgrenzen wirkendes Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus.

Eigentlich wollte man den Autofahrern direkt am Barneplatz die Parkplätze wegnehmen, hat die alten Parkbuchten entfernt und zum Fußgängerbereich werden lassen. Aber ein Teil davon sieht jetzt irgendwie WIEDER AUS WIE EINE PARKBUCHT – mit dem zu erwartenden Ergebnis. Nun lacht halb Wunstorf über das Ergebnis, und auf der (Barne-)Straße hört man: „Können sie es nur nicht – oder machen sie das mit Absicht?“

In Kolenfeld wurde es am Mittwochmorgen hektischer: Es war die letzte verbliebene freie Autobahnauffahrt zur A2 für die Fahrzeuge aus dem Bereich Schaumburg. In Bad Nenndorf spielten sich in diesem Moment teils gefährliche Szenen ab, als frustrierte Autofahrer mit Vollgas an den Bauern vorbeipflügten. Aber mancher bewies auch Humor.

Wer hat heute Morgen an der Tankstelle seinen Fahrzeuginnenraum gereinigt und dabei die Fußmatten aufs Fahrzeugdach gelegt? Eine davon wartet noch in der Mitte der Kolenfelder Straße auf Abholung.