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„Eine Trennung ist kein Grund für Mord“ – Guerilla-Aktion in der Wunstorfer Fußgängerzone

10.03.2024 • Malte Süß • Aufrufe: 1970

Am vergangenen Freitag, zum internationalen Frauentag, wurde die Wunstorfer Innenstadt mit Sprüchen übersät: Überall machten mit Kreide aufgemalte Texte auf das Thema Sexismus und Gewalt gegen Frauen aufmerksam.

10.03.2024
Malte Süß
Aufrufe: 1970

Die erste „Rote Bank“ Wunstorfs war schon ein paar Tage vor dem internationalen Frauentag eingeweiht worden, mit der auf Gewalt gegen Frauen vor allem im häuslichen Umfeld aufmerksam gemacht wird. Dass alle 3 Tage allein in Deutschland eine Frau aufgrund häuslicher Gewalt stirbt, das wird vielen nicht bewusst sein – die Dimensionen werden unterschätzt. Auch darauf wollen Aktionen wie die Rote Bank aufmerksam machen.

Doch das war noch nicht das Ende: Am vergangenen Freitag, zum internationalen Frauentag, war die Wunstorfer Innenstadt auf einmal übersät mit Sprüchen zum Thema Gewalt gegen Frauen. Quer durch die Innenstadt zogen sich die Texte, die Aufrufe und Fakten zum Thema wiedergaben. Vor Geschäften, auf dem Marktplatz, auf dem Pflaster und auf Brunnen waren die Schriftzüge aufgemalt.

Wunstorfs Gleichstellungsbeauftragte hatte allerdings nichts damit zu tun: Marija Giessen bestätigte auf Nachfrage der Auepost, dass sie in die Aktion nicht involviert war. Es handelt sich um eine Guerilla-Aktion: Wer die Kreidebeschriftungen in der Nacht zu Freitag aufgetragen hat, hat sich bislang nicht zu erkennen gegeben.

Wir dokumentieren an dieser Stelle einige der Aufschriften. Wer noch mehr gesehen und fotografiert hat, darf uns gern eine Mail schicken.

„25 % aller Frauen* erleben körperliche und/oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerschaft“
„Jeden 3. Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner ermordet“
„2023 sind 193 Frauen* und Mädchen gezielt getötet worden“
„Nur JA heißt JA“
„Haushalt ist keine Frauen*sache“
„Sexismus stinkt“
„Eine Trennung ist kein Grund für MORD“
„alle 72 Stunden 1 Femizid“
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