Sigmundshall

Dichte Staubwolke am Kaliberg verunsichert Anwohner

Am vergangenen Samstag, den 28. Juli waren einige Mesmeroder und Bokeloher Anwohner beunruhigt. Eine dichte Staubwolke kam vom Kaliberg herübergeweht und hinterließ selbst im Hausinneren dunkle Spuren.

In einer Stellungnahme erklärte der Betreiber der Kalihalde K+S, dass die extreme Wetterlage mit viel Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung ausschlaggebend für die Abwehungen gewesen sei. Die aus Nordwesten einfallenden starken Windböen sorgten dann für den Abtrieb von Kalisalzrückständen, so dass die Staubwolke hauptsächlich in Mesmerode niederging.

Am Folgetag wurden dann zusätzliche Beregnungseinrichtungen auf der Halde aufgestellt, „um durch eine noch intensivere Befeuchtung der Haldenoberfläche solche Abwehungen zu vermeiden“, so Werksleiter Gereon Jochmaring.

„Das kann nicht gesund sein“

„Das kann nicht gesund sein“, äußert sich ein Anwohner zur Staubwolke auf Facebook. Doch laut Konzernleitung bestünde für die Bevölkerung keine Gesundheitsgefährdung. Beschwerden der Anwohner würden kurzfristig im Werk bearbeitet. Der Produktionsleiter soll vor Ort persönlich Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen haben, so Jochmaring.

Nach der Werksschließung zum Ende des Jahres ist geplant, die Halde bis zum Jahr 2035 vollständig zu begrünen.

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5 Kommentare
  1. Xe Nia meint

    Auch bei uns ist alles verdreckt, Wäsche die man bei diesem tollen Wetter draußen im Garten trocknet oder die Fenster. Die frisch gewaschenen Autos….. geschweige denn im Haus der Dreck. Es müsste jeder Anwohner von Mesmerode oder Bokeloh Entschädigungen bekommen, vor allem ist ja bekannt wo die Staubwolke runter ging…

    1. Uwe Bartels meint

      Hallo Xe Nia,
      für Mitglieder im Verein gegen Immissions- und Umweltschäden Bokeloh e.V. gibt es bei nachgewiesenen Schäden diese von Ihnen geforderte Entschädigung. Bisher konnten wir in (fast) allen Fällen einvernehmliche Regelungen zwischen K+S und unseren Mitgliedern erreichen. Wenn Sie möchten, dürfen Sie mich diesbzgl. gern anrufen.

  2. Uwe Kampe meint

    Das Problem ist, das K&S keine Vorsorge getragen hat und Ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.
    Zudem ist offen, wer die Verantwortung übernimmt ,
    wenn das Werk demnächst schließt. Das was am Samstag passierte ist den Verantwortlichen schon vor
    Jahren zugetragen worden.
    Nur mit ein paar Wasserkanonen, dann als es schon zu spät war, kommt man nicht unbedingt zur Lösung des Problems. Da sollte sich einmal die Stadt Wunstorf sich einschalten.
    Schließlich geht es um das Wohl und die Gesundheit der Bürger.

  3. Florian R meint

    Alle reden von einer kalihalde (das war sie mal ) diese halde wird bedeckt mit rekal ( salzschlacke) und Asche von Kraftwerken ! Das kann nicht gesund sein

  4. Florian Arndt meint

    Wenn einem Konzern, wie Kali und Salz, nicht einmal die eigenen Mitarbeiter interessieren, dann die Umwelt und andere Menschen schon dreimal nicht…..

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