Unsachgemäßer Umgang mit Asbest?

Wunstorfer Ratsherr stellt Strafanzeige gegen Stadt und Baufirma

Ratsherr und Regionsversammlungsabgeordneter Rüdiger Hergt hat nach dem aus seiner Sicht unsachgemäßen Umgang mit Asbestfunden beim Bau des Kreisels an der Adolf-Oesterheld-Straße nun Strafanzeigen gegen die Projektbeteiligten erstattet.

Rüdiger Hergt | Foto: privat

Wunstorf (red). An der Adolf-Oesterheld-Straße, Einmündung Albert-Einstein-Straße, wird zurzeit ein Verkehrskreisel errichtet, um die Erweiterung des Industriegebiets nach Osten auch verkehrstechnisch zu erschließen. Doch bei den Bauarbeiten wurden vor kurzem Asbestplattenrückstände freigelegt, die womöglich aus den Hinterlassenschaften des Fulgurit-Werkes stammen, das einst einige hundert Meter entfernt Asbestzement produzierte.

Die Asbestfunde wurden dabei, den Arbeitsschutzbestimmungen entsprechend, mit einem Warnschild gekennzeichnet und mit einer Plane abgedeckt, um sie später für einen Transport auf eine Deponie verladen zu können.

Sturm legt Asbest frei

Rüdiger Hergt (Die Linke) aus Luthe, der für Wunstorf in der Regionsversammlung und im Stadtrad sitzt, hatte sich vor einigen Wochen in der Bauausschusssitzung nach den Asbestfunden erkundigt und die Antwort erhalten, dass das Bauamt mit einem eventuellen Fund von Asbest gerechnet habe und darauf vorbereitet gewesen sei. Doch auch 6 Wochen später lagen die Asbestfunde noch immer nur provisorisch abgedeckt am Straßenrand. Vor einer Woche brachte Hergt das Geschehen dann im Umweltausschuss der Region Hannover zur Sprache, der versprach, sich umgehend darum zu kümmern.

Asbestplattenstücke
Die vom Sturm freigelegten Asbestrückstände | Foto: privat

Dazu kam es nicht mehr; der Sturm Anfang der Woche deckte die Plane ab und legte die Asbestzementrückstände frei. Als Hergt dies zufällig am vergangenen Mittwoch entdeckte, rief er die Polizei, die sich nach seiner Aussage jedoch weder zuständig fühlte noch weitere Schritte zu unternehmen wusste. In der Folge stellte der Ratsherr Strafanzeige gegen die Stadt, die Entwicklungsgesellschaft EGW, an der auch die Stadt beteiligt ist, und die ausführende Baufirma. Grund sei, dass hier mit der Gesundheit der Bürger gespielt würde.

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3 Kommentare
  1. Basti g. meint

    Der ganze unterbau von der Straße vom neuem Kreisel bis zum Kanal soll laut Aussagen von diversen älteren wunstorfern mit asbest sein

  2. Kmy meint

    Jeder „Alt-Wunstorfer“ weiß das alle Wege in der Umgebung mit Resten belastet sind und in den Gärten und Feldwegen enorme Mengen liegen.
    Wenn die Ökuapostel und Wichtigtuer nur im Ansatz recht hätten wäre Wunstorf ausgestorben.

    1. Basti g. meint

      Normalerweise müsste Wunstorf eine kostenfreie asbestannahmestelle bereitstellen

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