
Die 20er Jahre – zwischen traumatisierten Kriegsheimkehrern, politischem Aufruhr und sozialer Perspektivlosigkeit bildet sich in den Städten eine einzigartige Kunst- und Kulturszene heraus. Für wenige Jahre entsteht eine Republik der Außenseiter, die den wirren Zeiten mit künstlerischen und privaten Ausschweifungen begegnen, lasterhaft, frivol und unangepasst. Wir treffen auf Anita Berber, Joachim Ringelnatz, Eintänzer, selbstbewusste Frauen und haltlose Männer.
Im Mittelpunkt der Revue – erdacht, konzipiert und mit Bildern ausgestattet von Sabina Bredemier – stehen die von der glamourösen Sängerin Christine Zienc-Tomczak pointiert und ausdrucksstark vorgetragenen Vertonungen von Fritz Grünbaum, Kurt Tucholsky und anderen.
Pianist Malte Hollmann begleitet die Chanteuse kongenial, während Rezitator Kersten Flenter mal hintergründlerisch, mal theatralisch und poetisch die Zeit reflektiert. Eine berührende Zeitreise in ein kurzes deutsches Kapitel von Laster, Lust und Leidenschaften.
Ensemble: Christine Zienc-Tomczak – Gesang; Malte Hollmann – Piano; Kersten Flenter – Rezitation.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 11. April 2026 um 19 Uhr und ist kostenlos. Am Ende wird jedoch um Spenden gebeten. Im Anschluss sind die Besucher noch zu Snacks, Getränken und Plaudereien ins benachbarte Gemeindehaus eingeladen.
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