Wunstorfer Auepost

Osterfeuersonne

22.04.2025 • Aufrufe: 1737
Osterfeuer in Bokeloh | Foto: privat

Am Abend des Karsamstags begann es: Ein Geruch, als würde auf einmal die gesamte Stadt mit Brennholz heizen, legte sich über Wunstorf. Es waren die Osterfeuer, die in den Ortsteilen angeheizt wurden. Am frühen Abend brannten sie von Kolenfeld bis Großenheidorn. Bei sonnigen Temperaturen wirkte es deshalb beinahe, als wäre die Grillsaison eröffnet worden. Dass hier keine Grills angeworfen wurden, sondern riesige zusammengetragene Holzhaufen entzündet, wurde aber spätestens dann deutlich, als die Rauchsäulen aus der Ferne gesehen die Sonne verdunkelten. Die Polizei meldete am Ostermontag, dass die Osterfeuer im Stadtgebiet allesamt hohe Besucherzahlen hatten – und aus polizeilicher Sicht friedlich und störungsfrei verliefen. Nur ein Hauch von Asche lag noch bis tief in die Nacht über der Stadt.

22.04.2025
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Kommentare


  • B. sagt:

    Sie gehören abgeschafft, da sie tierschutzwidrig gegenüber Kleinst- und Kleinlebewesen sind und da sie eine gewaltige Menge Dreck in die Umwelt abgeben.

    Es ist unverständlich, warum dieses unsinnige Spektakel immer noch erlaubt ist trotz Einsprüchen der Umweltverbände und Wissenschaftlern.

    So wird geredet von umweltfreundlichen Autos, der E-Bike-Hype ist grenzenlos ungeachtet der Folgen der Menschen, die an den Folgen der Batteriegrundsubstanz im Abbau leiden.

    Es ist auch politisch eine absolute Zweischneidigkeit, einerseits an germanischen Ritualen festzuhalten und andererseits derart umweltschädliche „Events“ noch zu erlauben. Ebenso die Werbung dafür in Form von Strohpuppen am Ortseingang.

    Gestank und ein Haufen Asche. Das bleibt übrig. Mehr nicht.

  • Birgit sagt:

    Das Osterfeuer ist hinsichtlich seiner Schäden, die es anrichtet, nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht der Abschaffung wert. Auch tierschutzrechtlich ist es nicht vertretbar.

    Die Frage ist, warum es bei Menschen sich derartiger Beliebtheit erfreut, obwohl das Wissen um seine Schäden jedem bekannt sein sollten.

  • Lassmiranda sagt:

    Ein gewöhnliches Osterfeuer richtet keine Schäden an, fördert dafür aber die Gemeinschaft. Kultur und Tradition ist für manche ein Fremdwort.

  • Basti g. sagt:

    Feinstaub pur aber sogar die Grünen gehen dort hin

  • Birgit sagt:

    Dass Osterfeuer keine Schäden anrichtet, ist längst widerlegt. Kultur und Brauchtum sollten hinterfragt werden, inwieweit diese(s) noch zeitgemäß ist.

    An Aktivitäten zu hängen, deren Gebrauch massenhaft Kleinstlebewesen tötet und Mengen von Feinstaub in die Luft bläst, passt nicht in das Bild eines naturbewusstem Umgang mit der einzigen Erde, die wir haben.

    Dagegen umweltliebende Autos zu favorisieren und andererseits Dreck in die Luft zu schicken, fast zwei Tage lang Gestank, ist der Frage wert, inwieweit Natur- und Umweltbewusstsein vorhanden ist.

  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Das Verarmen im Tatsächlichen und im Geiste geht gemütlich vonstatten. Fortschritte in diesem Lande, auf die viele stolz sind.

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