
In Wunstorf ist immer was los – das zeichnet die Stadt über alle Maßen aus. Am zurückliegenden Wochenende war es in der Kernstadt gleich eine Doppel- und Dreifachveranstaltung: Verkaufsoffener Sonntag, 75-jähriges Stadtwerkejubiläum – und Rettertag.
Vorführungen, Präsentationen, Aktionen – der Tag war vollgepackt mit allem, was Blaulichtfans glücklich machte. Und lehrreich war das Ganze auch noch, die Besucher konnten viel mitnehmen an Wissen über die Arbeit und das Ehrenamt in den jeweiligen Organisationen – und sich vielleicht damit auch selbst fürs Ehrenamt begeistern. Die Stadtwerke-Festmeile zog weiteres Publikum an.
Für Kinder gab es eine Rallye – mit Stempelzetteln ging es von Station zu Station und damit auf eine Reise einmal quer durch die Blaulichtszene und die Angebote der Innenstadt an diesem Tag. Das wurde so gut angenommen, dass bei den Stadtwerken, wo am Ende die „Belohnungen“ für die Rallyeteilnehmer verteilt wurden, zwischenzeitlich die Präsente knapp wurden. Am späteren Nachmittag war man dort damit beschäftigt, eiligst noch weiteres Merchandising auch aus den hintersten Räumen zusammenzusuchen.
Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) ließ sich das Speziallöschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr zeigen – die war natürlich als Teil der Streitkräfte und eine von zwei betrieblichen Feuerwehren in Wunstorf ebenso Teil des Rettertages.
Ein paar Schritte weiter stand die große Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wunstorf. Die häufigste Frage der Rettertagsbesucher dort: Wie hoch ist sie? Es sind 33 Meter.







Knapp wurde auch die Zeit bei den Rettern, zumindest bei der Feuerwehr: Die war mit ihren Fahrzeugen ebenfalls über die halbe Innenstadt verteilt. Die Feuerwehrboote standen am Abteihof, die Drehleiter in der Langen Straße. Doch auf den Rettertag konnten sich die Feuerwehrleute nicht hundertprozentig konzentrieren – immer wieder liefen auch echte Alarmierungen auf. Und das wiederum nicht zu knapp. Gegen 16 Uhr, als gerade mit dem Retterherz ein Solidaritätszeichen für die Retter gebildet wurde, waren viele von ihnen schon gar nicht mehr anwesend, sondern bereits wieder im Einsatz.
Zu diesem Zeitpunkt war die Wunstorfer Feuerwehr gerade zum 3. Mal an diesem Tag ausgerückt – direkt aus der Innenstadt heraus, statt wie sonst üblich von der Feuerwache. Das Martinshorn und das Blaulicht, das in der Innenstadt zu hören und zu sehen war, gehörte zu echten Notfällen, zu denen die Feuerwehr gerufen wurde.


Abgemeldet waren die Ehrenamtlichen nicht während des Rettertages, sie blieben ganz normal für Einsätze auf Abruf. Diese kamen dann tatsächlich unerwartet zahlreich. Statistisch gesehen über das Jahr verteilt kommt es in Wunstorf tatsächlich fast einmal täglich zu einer Feuerwehralarmierung – am vergangenen Sonntag war einer der Tage, an dem sich die Einsätze aber häuften.
In der Fußgängerzone bleiben durften Johanniter, THW, DLRG, Bundeswehr oder Rotes Kreuz – und viele andere mehr, die mit Aktionen und Anschauungsmaterial aufwarteten. Bis in den Bürgerpark hinein erstreckte sich das Angebot. Zeitlich perfekt durchchoreografiert, vereinigten sich Rettertag und Stadtwerkejubiläum zu einem großen gemeinsamen Stadtfest.
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