Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Wunstorfer Rettertag: Und plötzlich müssen die Retter ständig in den echten Einsatz

12.09.2025 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 0

Der zweite Wunstorfer Rettertag wurde noch imposanter – und entwickelte sich zum erfolgreichen Stadtfest. Tausende Besucher kamen in die Wunstorfer Innenstadt. Für einige Retter wurde es unerwartet stressig: Die Feuerwehr wechselte zwischen Rettertag-Schau und echten Einsätzen hin und her.

12.09.2025
Redaktion
3 Min.
Rundgang über den Rettertag | Foto: Deppe/Dombrowski

In Wunstorf ist immer was los – das zeichnet die Stadt über alle Maßen aus. Am zurückliegenden Wochenende war es in der Kernstadt gleich eine Doppel- und Dreifachveranstaltung: Verkaufsoffener Sonntag, 75-jähriges Stadtwerkejubiläum – und Rettertag.

Vorführungen, Präsentationen, Aktionen – der Tag war vollgepackt mit allem, was Blaulichtfans glücklich machte. Und lehrreich war das Ganze auch noch, die Besucher konnten viel mitnehmen an Wissen über die Arbeit und das Ehrenamt in den jeweiligen Organisationen – und sich vielleicht damit auch selbst fürs Ehrenamt begeistern. Die Stadtwerke-Festmeile zog weiteres Publikum an.

Rallye sprengt die Erwartungen

Für Kinder gab es eine Rallye – mit Stempelzetteln ging es von Station zu Station und damit auf eine Reise einmal quer durch die Blaulichtszene und die Angebote der Innenstadt an diesem Tag. Das wurde so gut angenommen, dass bei den Stadtwerken, wo am Ende die „Belohnungen“ für die Rallyeteilnehmer verteilt wurden, zwischenzeitlich die Präsente knapp wurden. Am späteren Nachmittag war man dort damit beschäftigt, eiligst noch weiteres Merchandising auch aus den hintersten Räumen zusammenzusuchen.

Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) ließ sich das Speziallöschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr zeigen – die war natürlich als Teil der Streitkräfte und eine von zwei betrieblichen Feuerwehren in Wunstorf ebenso Teil des Rettertages.

Ein paar Schritte weiter stand die große Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wunstorf. Die häufigste Frage der Rettertagsbesucher dort: Wie hoch ist sie? Es sind 33 Meter.

Erste Hilfe beim Roten Kreuz | Foto: Deppe/Dombrowski
Einmal Hallo sagen bei Timo Brüning von den Johannitern | Foto: Deppe/Dombrowski
Die Bundeswehrfeuerwehr auf dem Rettertag | Foto: Deppe/Dombrowski
Der Bürgermeister lässt sich das Löschfahrzeug der Bundeswehrfeuerwehr erklären | Foto: Schneider
Der Aufblasjohanniter wurde zum Selfiepoint: Stellvertr. Kommodore LTG 62 Oberst Torsten Fette, Bürgermeister Carsten Piellusch, Stadtwerkechef Henning Radant, WGW-Vorsitzender Bernd Heidorn und Johanniter-Ehrenamtsleiter Timo Brüning (v. l.) beim Rettertag | Foto: Deppe/Dombrowski
Das THW steht in der Südstraße | Foto: Schneider
Mirko Neuhaus von den Helfenden Raben, die zugunsten der Jugendarbeit der Ehrenamtlichen Spenden sammelten und „Luftwaffeln“ backten, am Fotopunkt | Foto: Schneider

Knapp wurde auch die Zeit bei den Rettern, zumindest bei der Feuerwehr: Die war mit ihren Fahrzeugen ebenfalls über die halbe Innenstadt verteilt. Die Feuerwehrboote standen am Abteihof, die Drehleiter in der Langen Straße. Doch auf den Rettertag konnten sich die Feuerwehrleute nicht hundertprozentig konzentrieren – immer wieder liefen auch echte Alarmierungen auf. Und das wiederum nicht zu knapp. Gegen 16 Uhr, als gerade mit dem Retterherz ein Solidaritätszeichen für die Retter gebildet wurde, waren viele von ihnen schon gar nicht mehr anwesend, sondern bereits wieder im Einsatz.

Ein Alarm nach dem nächsten

Zu diesem Zeitpunkt war die Wunstorfer Feuerwehr gerade zum 3. Mal an diesem Tag ausgerückt – direkt aus der Innenstadt heraus, statt wie sonst üblich von der Feuerwache. Das Martinshorn und das Blaulicht, das in der Innenstadt zu hören und zu sehen war, gehörte zu echten Notfällen, zu denen die Feuerwehr gerufen wurde.

Die Drehleiter darf für den Moment beim Rettertag bleiben | Foto: Schneider
Nicht nur die Steinhuder, auch die Wunstorfer Feuerwehr hat Wasserrettungsmittel – sie wurden am Abteihof gezeigt | Foto: Schneider

Abgemeldet waren die Ehrenamtlichen nicht während des Rettertages, sie blieben ganz normal für Einsätze auf Abruf. Diese kamen dann tatsächlich unerwartet zahlreich. Statistisch gesehen über das Jahr verteilt kommt es in Wunstorf tatsächlich fast einmal täglich zu einer Feuerwehralarmierung – am vergangenen Sonntag war einer der Tage, an dem sich die Einsätze aber häuften.

In der Fußgängerzone bleiben durften Johanniter, THW, DLRG, Bundeswehr oder Rotes Kreuz – und viele andere mehr, die mit Aktionen und Anschauungsmaterial aufwarteten. Bis in den Bürgerpark hinein erstreckte sich das Angebot. Zeitlich perfekt durchchoreografiert, vereinigten sich Rettertag und Stadtwerkejubiläum zu einem großen gemeinsamen Stadtfest.

Aufrufe: 5226
[Anzeigen]








[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

[Anzeige]
Kontakt zur Redaktion

Tel. +49 (0)5031 9779946
info@auepost.de

[Anzeigen]

Artikelarchiv

Auepost auf …