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Alles neu macht der … äh … Januar

10.02.2021 • Vanessa Schön • Aufrufe: 56

Ich bin ja absolut im Team „unhaltbare Neujahrsvorsätze“. Schon immer. Mit den völlig utopischen Vorstellungen, über mein Ich im neuen Jahr könnten wir ganze Bücher füllen.

10.02.2021
Vanessa Schön
Aufrufe: 56
Alles neu macht der … äh … Januar

Ich bin ja absolut im Team „unhaltbare Neujahrsvorsätze“. Schon immer. Mit den völlig utopischen Vorstellungen, über mein Ich im neuen Jahr könnten wir ganze Bücher füllen, und ich schwöre Ihnen: Jeder, der mich auch nur ein bisschen kennt, würde sich vor Lachen kringeln, wenn er liest, welchem Irrglauben über mich selbst ich jedes Jahr zum Jahreswechsel wieder anheimfalle. Ein Beispiel gefällig? Gern. Nehmen wir doch einfach den Evergreen, der jedes Jahr im Januar und meist auch irgendwann im Laufe des Jahres nochmal aufs Tapet kommt: Meine Laufkarriere!

Schon an dieser Stelle dürften dem ein oder anderen in meinem Bekanntenkreis vor Lachen die Tränen kommen, denn die bittere Wahrheit ist, dass ich vom Laufen so weit entfernt bin wie vom Nobelpreis für Physik. Schon zu Zeiten, in denen ich noch jung und die Möglichkeiten zahllos waren, habe ich mir das Teilnehmergeschenk beim Auedamm-Lauf alljährlich auf die sinnbildliche oder eben auch auf die wörtliche Art und Weise erschlichen. Trotzdem kriegt mich jedes Jahr zum Jahreswechsel die Berichterstattung über zahlreiche Weihnachts-, Winter-, Silvester- oder Neujahrsläufe, und ich sehe mich vor meinem inneren Auge schon federnden Schrittes in elastischer Funktionskleidung am Ufer des Steinhuder Meeres entlangjoggen und nach der heißen Dusche ein bisschen Joghurt mit Müsli und Obst futtern.

Gemacht habe ich das in dieser Abfolge tatsächlich noch nie, denn zu keiner Zeit im Jahr ist die Ausredendichte bei mir so hoch wie im Januar. Zu dunkel, zu kalt, zu früh, zu spät, zu müde. In dieser Hinsicht sind meine Möglichkeiten dann immer noch zahllos. Und so endet es meist darin, dass ich zwar die elastische Funktionskleidung gekauft und lauthals mein neues sportliches Ich beschworen habe, die Vorstellung aber erst tatsächlich ab der Stelle in die Tat umsetze, wo es die Dusche und das leckere Frühstück gibt. Aber das sind ja immerhin schon knapp 66 Prozent des Gesamtplans, oder nicht? Wer will sich da schon beschweren.

[box type=“note“ align=““ class=““ width=““] Rezept für Granola (Knuspermüsli)

Zutaten

1 Paket Haferflocken (ich nutze kernige oder kernige und zarte je zur Hälfte)
125 ml Ahornsirup
½ TL Salz
⅓ Kaffeebecher Pflanzen- oder Kokosöl

  1. Alle Zutaten in einer großen Schale miteinander vermengen. Zutatenmäßig ist da noch Luft nach oben, und man kann sich gern nach eigenem Geschmack austoben. Heißt: Mandelstifte, Leinsamen, Haselnüsse, Vanille, Zimt, geschmolzene Schokolade … alles geht und nichts muss! Bei Obst wie z. B. Rosinen oder Canberrys diese bitte erst nach dem Backen hinzugeben. Die fertige Mischung auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backofen für ca. 25 Minuten bei 170 Grad Umluft backen und ab und zu mal umrühren.
  2. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren. Es hat also Sinn, gerade beim ersten Versuch in Sichtweite des Ofens zu bleiben. Das Müsli ist nach dem Backen noch „leicht weich“, härtet dann aber beim Abkühlen aus. Und da es ein Rezept der Sorte „Schmeiß rein und rühr um!“ ist, eignet es sich auch hervorragend, um es mit Kleinkindern umzusetzen. Es kommt diesen Winter ja sicher noch der ein oder andere kalte Langeweile-Nachmittag.

 

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Dieser Beitrag erschien zuerst in Auepost #4 (01/2020)

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