Landesregierung einigt sich mit Kommunen

Ab August kei­ne Kita­ge­büh­ren mehr

Vor allem die SPD hat­te im zurück­lie­gen­den Wahl­kampf für Gebüh­ren­frei­heit bei der Kin­der­be­treu­ung getrom­melt – nun kommt sie für Kitas in Nie­der­sach­sen zum 1. August die­ses Jah­res.

In der Wunstor­fer Kita Kin­der­zeit (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Bis­lang ist nur das 3. Kin­der­gar­ten­jahr in Nie­der­sach­sen für die Eltern kos­ten­frei – für die ers­ten bei­den Jah­re wird eine Betei­li­gung fäl­lig, die je nach Betreu­ungs­zeit unter­schied­lich hoch aus­fal­len kann. Ein­kom­mens­schwa­che Eltern konn­ten einen Zuschuss bei der Stadt bean­tra­gen, der jedoch mit viel Papier­kram ver­bun­den ist.

Wie Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Sebas­ti­an Lech­ner (CDU) mit­teil­te, hat sich die neue Lan­des­re­gie­rung nun mit den Kom­mu­nen auf eine gene­rel­le Kos­ten­frei­heit für Eltern geei­nigt. Ab dem 1. August 2018 sind damit auch das ers­te und zwei­te Kin­der­gar­ten­jahr kos­ten­los.

Kom­pro­miss zwi­schen Lan­des­re­gie­rung und Kom­mu­nen

Unter Füh­rung von Finanz­mi­nis­ter Rein­hold Hil­bers hat sich die Lan­des­re­gie­rung mit den Kom­mu­nen bei der Finan­zie­rung auf einen Kom­pro­miss geei­nigt, um die Eltern­bei­trags­frei­heit in Kin­der­gär­ten zu ermög­li­chen.

Wir haben die Sor­gen der Kom­mu­nen von Beginn an sehr ernst genom­men. Für die CDU war immer klar: Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezah­len. Ich bin froh, dass auch die Städ­te Neu­stadt und Wunstorf nun Pla­nungs­si­cher­heit
haben.“Sebas­ti­an Lech­ner

Vor­be­halt­lich einer Bestä­ti­gung durch die zustän­di­gen Gre­mi­en sieht die Eini­gung vor, dass das Land statt der ursprüng­lich geplan­ten 52 Pro­zent in drei Schrit­ten zunächst 55 und ab dem Jahr 2021 schließ­lich 58 Pro­zent der Per­so­nal­kos­ten in Kin­der­gär­ten über­nimmt. Damit stel­len CDU und SPD einen zusätz­li­chen Betrag in drei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he bereit, der zum Teil durch Bun­des­mit­tel gedeckt wer­den kann.

Info: Kita­ge­büh­ren in Nie­der­sach­sen
Die Kos­ten für Kin­der­be­treu­ung in Nie­der­sach­sen glei­chen bis­lang einem Fli­cken­tep­pich. Wäh­rend Salz­git­ter als ein­zi­ge Stadt kom­plett auf Eltern­bei­trä­ge bei den Kitas ver­zich­tet, erhe­ben ande­re Kom­mu­nen unter­schied­lich hohe Gebüh­ren, die jeweils in den ent­spre­chen­den Sat­zun­gen fest­ge­schrie­ben sind. Nur Braun­schweig ver­zich­te­te seit 2008 eben­falls noch auf die Erhe­bung, führ­te die Kos­ten­pflicht 2016 aber wie­der ein. Die Höhe der Kos­ten bemisst sich dabei oft nach dem Ein­kom­men der Eltern. Bei­trags­frei ist lan­des­weit bis­lang nur das 3. Kin­der­gar­ten­jahr. In Wunstorf begin­nen die Kos­ten der­zeit bei 99 Euro für einen vier­stün­di­gen Kita­platz und enden bei 350 Euro für eine zehn­stün­di­ge Krip­pen­be­treu­ung. Befrei­un­gen für Eltern mit gerin­gem Ein­kom­men sind mög­lich.

Die Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie sei vor allem für jun­ge Men­schen ein ent­schei­den­der Fak­tor in ihrer Fami­li­en­pla­nung. Die Abschaf­fung der Eltern­bei­trä­ge für das ers­te und zwei­te Kin­der­gar­ten­jahr wäre des­halb ein wich­ti­ger und ange­sichts der guten Haus­halts­la­ge auch gut ver­tret­ba­rer Schritt, sag­te Lech­ner. Vie­le Eltern auch in Wunstorf und Neu­stadt wür­den ent­las­tet und bekä­men zusätz­li­chen finan­zi­el­len Spiel­raum für ihre Kin­der.


Copy­right © 2018 Wunstor­fer Auepost. Tex­te und Fotos sind urhe­ber­recht­lich geschützt. Wei­ter­ver­wen­dung nur mit Geneh­mi­gung der Redak­ti­on.
Quelle Sebastian Lechner
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21 Kommentare
  1. Marcel Birth
    Marcel Birth meint

    Lina Tiri­er

  2. Ramona Kruse
    Ramona Kruse meint

    Kes­sy Knop, Jen­ny Baal

  3. Anke Höll
    Anke Höll meint

    Lisa Jet­te…

  4. Marcel Niemeier
    Marcel Niemeier meint

    Peg­gy Nie­mei­er

  5. Julia Strüver
    Julia Strüver meint

    Sabri­na Ki

    1. Sabrina Ki
      Sabrina Ki meint

      Nico Ki

    2. Julia Strüver
      Julia Strüver meint

      Anna-Lena Strü­ver

    3. Anna-Lena Strüver
      Anna-Lena Strüver meint

      Gilt lei­der nicht für die Krip­pe

  6. Maria Jung
    Maria Jung meint

    Ste­phan Jung

    1. Stephan Jung
      Stephan Jung meint

      Ich hab es gele­sen und das gesetzt ist noch nicht unter­schrie­ben.

    2. Stephan Jung
      Stephan Jung meint

      Ich hab es gele­sen und das gesetzt ist noch nicht unter­schrie­ben.

  7. Yvonne Bartsch
    Yvonne Bartsch meint

    Chris­ti­ne Heis­ter­berg

  8. Ham Ad
    Ham Ad meint

    War­um wird hier Herr Lech­ner zitiert, der nicht mal direk­ter Abge­ord­ne­ter für Wunstorf ist?! Muss man hier jetzt die letz­ten Jah­re auf­ho­len, die der Herr wäh­rend er noch „direk­ter Abge­ord­ne­ter“ war, nichts hin­be­kom­men hat. Davor hat man ja nie was von Herrn Lech­ner gehört. Es ist ein SPD-Antrag also soll­te hier bit­te beim nächs­ten Mal die direk­te Abge­ord­ne­te zitiert wer­den.

    Trotz­dem freut es mich, dass die Eltern eine Sor­ge weni­ger haben wer­den.

    1. Wunstorfer Auepost
      Wunstorfer Auepost meint

      Sebas­ti­an Lech­ner wur­de zitiert, weil die Mit­tei­lung von Sebas­ti­an Lech­ner kam (steht auch im Text), er ist die Quel­le der Nach­richt. Wenn Wieb­ke Osi­gus uns infor­miert hät­te, hät­ten wir Wieb­ke Osi­gus zitiert.

  9. Anna Wehlt
    Anna Wehlt meint

    Ihr Glücks­pil­ze

  10. Katharina Homann
    Katharina Homann meint

    Nadi­ne Rah­rig

  11. Sabine Braun
    Sabine Braun meint

    Bar Bara
    Guck mal

  12. Lenchen Lenchen
    Lenchen Lenchen meint

    Tho­mas Macha­te

  13. Sonia Sánchez
    Sonia Sánchez meint

    Dénes Aust

  14. Regina Kräft
    Regina Kräft meint

    Ari­ja­na Rem­klov

  15. Rocco Cop
    Rocco Cop meint

    Rebec­ca Kracht.…..

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