
Wunstorf (red). Die Kommunalwahl 2026 kommt mit Riesenschritten näher. Am 13. September – heute in 3 Wochen – ist der Wahltermin. Die Parteien und Kandidaten geben jetzt richtig Vollgas im Wahlkampf. Aktionen und Veranstaltungen finden fast jeden Tag irgendwo statt. Kandidaten sind im Haustürwahlkampf unterwegs, in der Fußgängerzone werden im Akkord Infostände auf- und abgebaut. Überall wird versucht, mit den Bürgern in Kontakt und ins Gespräch zu kommen und sie von den eigenen politischen Ideen zu überzeugen.
Eine ungewöhnliche Variante dazu gab es am gestrigen Samstag von der SPD: Ganz gemütlich und ohne Hektik tuckerten die Ortsbürgermeisterkandidaten durchs Stadtgebiet. Am Steuer des Ortsbürgermeisterzuges: Martin Ehlerding, der den – natürlich – knallroten Traktor steuerte. Im Anhänger: Frank Zülich, Tom-Luis Hattendorf, Elke Rodloff, Karsten Grobe, Rolf Hoch, Leon Troschke, Nils Hoffmann und Thomas Silbermann. Bürgermeister Carsten Piellusch war ebenfalls an Bord.

Die Hälfte der Kandidaten, die mitfuhren, sind aktuell bereits Ortsbürgermeister und möchten es bleiben. Nils Hoffmann in Steinhude, Leon Troschke in Mesmerode und Tom-Luis Hattendorf in Idensen treten dagegen erstmals an.
Mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit wurden dann die Ortsteile bereist, es ging neben der Kernstadt vor allem auch in die Ortsteile. An mehreren Stellen wurde Station gemacht. Bei der Graffiti-Aktion des Wunstorfer Demokratiebündnisses schaute man beispielsweise vorbei, ein anderes Ziel war auch der Rassegeflügelzuchtverein Großenheidorn, von dem Thomas Silbermann schwärmte, denn der sei „ja ein regelrechter Zoo“. „Aber ich war da noch nie!“ Denn auch dazu diente die Tour: Als Kommunalpolitiker gemeinsam Örtlichkeiten kennenlernen, die man trotz langjährig ausgeübtem Ehrenamt noch nicht im Terminkalender hatte.


Direkt gewählt werden können Ortsbürgermeister übrigens nicht, die Wähler können nur die Zusammensetzung der Ortsräte mit ihrer Stimme beeinflussen: Die neu gebildeten Ortsräte wählen dann selbst einen Ortsbürgermeister oder eine Ortsbürgermeisterin aus ihrer Mitte. Das bedeutet auch, dass nicht unbedingt derjenige Ortsbürgermeister wird, der die meisten Stimmen von den Wählern auf sich vereint hat – letztlich entscheiden die Mehrheitsverhältnisse im jeweiligen Ortsrat.
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