45-Jäh­ri­ger aus Luthe atta­ckiert Poli­zei­hub­schrau­ber

Am Mon­tag­abend, als die meis­ten Kin­der schon wie­der von ihren Hal­lo­ween-Streif­zü­gen zurück waren, such­te ein Poli­zei­hub­schrau­ber nach einer ver­miss­ten Per­son an der B 441 im Bereich Wunstorf-Luthe. Dabei wur­de der Pilot von einem Laser­strahl geblen­det. Die alar­mier­ten Kol­le­gen am Boden konn­ten einen Ver­däch­ti­gen aus­fin­dig machen.

Beschriftung auf einem Streifenwagen der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider
Beschrif­tung auf einem Strei­fen­wa­gen der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Die Besat­zung eines Hub­schrau­bers vom Typ MD 900 über­flog gegen 19.30 Uhr gera­de die Bun­des­stra­ße auf der Suche nach einer ver­miss­ten Senio­rin, als die Besat­zung mehr­fach direkt von einem roten Laser­strahl ange­leuch­tet wur­de. Der 54 Jah­re alte Pilot und der 51-jäh­ri­ge Flug­tech­ni­ker blie­ben unver­letzt und konn­ten die Quel­le der Atta­cke ein­gren­zen. Die dar­auf­hin infor­mier­ten Wunstor­fer Beam­ten am Boden fuh­ren zu einem Wohn­haus, in dem sich meh­re­re Per­so­nen auf­hiel­ten, und fan­den einen ent­spre­chen­den Laser­poin­ter, der sicher­ge­stellt wur­de.

Info: Laser­poin­ter-Angrif­fe
Obwohl Atta­cken auf Flug­zeug- oder Hub­schrau­ber­be­sat­zun­gen immer wie­der vor­kom­men, wer­den die Täter nur sel­ten gefasst. Meist han­del­ten die Täter aus Spaß, ohne sich der Fol­gen bewusst zu sein. Bereits Laser­poin­ter mit einer gerin­gen Leis­tung kön­nen das mensch­li­che Auge vor­über­ge­hend ver­let­zen oder auch blei­ben­de Schä­den ver­ur­sa­chen. Doch schon wenn z. B. ein Pilot durch den Licht­strahl irri­tiert wird, kann dies als Straf­tat gewer­tet wer­den. Bei der Blen­dung eines Fahr­zeug­füh­rers kann es schnell beson­ders gefähr­lich wer­den, wenn er infol­ge des star­ken Lichts für eine gewis­se Zeit nichts mehr sieht. Gera­de in der Dun­kel­heit kann ein sol­cher Angriff durch die erhöh­te Blend­wir­kung fol­gen­schwer sein. Die mög­li­che Hand­lungs­un­fä­hig­keit und die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen muss sich der Blen­den­de dann zurech­nen las­sen. In der Ver­gan­gen­heit wur­den für der­ar­ti­ge Atta­cken vor allem Bewäh­rungs­stra­fen oder Geld­stra­fen ver­hängt.

Die Poli­zei geht davon aus, dass ein dort leben­der 45-Jäh­ri­ger die Tat beging. Sie ermit­telt nun wei­ter gegen den Wunstor­fer. Es wur­de ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen gefähr­li­chen Ein­griffs in den Luft­ver­kehr ein­ge­lei­tet.

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