Ärger mit Fahr­rad­fah­rern

Wie man eine Ver­kehrs­kon­trol­le eska­lie­ren lässt und sich erst rich­tig Ärger mit dem Gesetz ein­han­delt, zeig­te ein Fahr­rad­fah­rer am ver­gan­ge­nen Sams­tag. Außer­dem beging ein Rad­fah­rer Fah­rer­flucht.

Sym­bol­bild Fahr­radam­pel | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (ap). Am 29. April gegen 19 Uhr woll­te die Poli­zei einen 31-jäh­ri­gen Wunstor­fer kon­trol­lie­ren, der in der Innen­stadt frei­hän­dig Fahr­rad fuhr und dabei mit sei­nem Han­dy tele­fo­nier­te. Bei der anschlie­ßen­den Kon­trol­le ver­wei­ger­te er die Per­so­na­li­en­an­ga­be, belei­dig­te die ein­ge­setz­ten Beam­ten und leis­te­te akti­ven Wider­stand.

Zusätz­lich zum Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren wegen frei­hän­di­gem Fahr­rad­fah­ren bei Han­dy­ge­brauch lei­te­te die Poli­zei Straf­ver­fah­ren wegen Belei­di­gung und Wider­stand gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te ein.

Fah­rer­flucht

Einen Tag zuvor, am Frei­tag, geriet um ca. 19.45 Uhr eben­falls ein Rad­fah­rer mit dem Gesetz in Kon­flikt. Eine männ­li­che Per­son war mit sei­nem Fahr­rad den Luther Weg in Rich­tung Gus­tav-Koh­ne-Stra­ße ent­lang­ge­fah­ren. In Höhe der Haus­num­mer 57 streif­te er einen gepark­ten Renault und stürz­te. Nach Zeu­gen­aus­sa­gen stieg er anschlie­ßend wie­der aufs Rad und fuhr wei­ter. Damit ent­fern­te er sich uner­laubt von der Unfall­stel­le.

Info: Fah­rer­flucht
Um die Fah­rer­flucht, juris­tisch das „uner­laub­te Ent­fer­nen vom Unfall­ort”, ran­ken sich vie­le Legen­den. Man habe 24 Stun­den Zeit, sich bei der Poli­zei zu mel­den. Ein Zet­tel an der Wind­schutz­schei­be wür­de rei­chen usw. Doch wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit (kann zwi­schen 15 Min. und 2 Std. lie­gen) zu war­ten (und es kei­nen äußerst wich­ti­gen Grund gibt, war­um er nicht war­ten kann) und auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Unfall­flucht. Auch Fahr­rad­fah­rer und Fuß­gän­ger kön­nen „Fah­rer­flucht” bege­hen. Wer sich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt oder ohne aus­rei­chend gewar­tet zu haben z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine gerin­ge­re Stra­fe oder Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aber nur, wenn es ein gerin­ger Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Dies muss dann tat­säch­lich inner­halb von 24 Stun­den gesche­hen. Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, Per­so­nen­schä­den oder Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung.

An dem Auto ent­stand ein Sach­scha­den von ca. 300.- Euro. Der Rad­fah­rer soll ca. 15–25 Jah­re alt und schlank gewe­sen sein, mit locki­gen, blon­den Haa­ren. Er war mit einem weiß-blau­en Sport­blou­son beklei­det. Bei dem Fahr­rad soll es sich um ein wei­ßes Moun­tain­bike mit auf­fäl­lig brei­ter Quer­stan­ge gehan­delt haben. Zeu­gen­hin­wei­se nimmt die Poli­zei Wunstorf ent­ge­gen.


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