Mitarbeiter lassen sich nichts vormachen

Betrugsversuch an der Lidl-Kasse

Mit einem aufwändigen Trick wurde am Samstag versucht, den Lidl-Supermarkt zu betrügen. Das Personal ließ sich jedoch nicht hinters Licht führen.

Lidl-Supermarkt
Lidl-Super­markt an der Indus­trie­stra­ße | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Eine 58-jäh­ri­ge Ira­ke­rin ver­such­te vor­ges­tern Mit­tag, sich beim Lidl-Super­markt Lebens­mit­tel zu ergau­nern. Statt an der Kas­se zu bezah­len, zeig­te sie einen Kas­sen­bon vom Vor­mit­tag vor und behaup­te­te, die Arti­kel bereits bezahlt zu haben – und sie nun nur noch abho­len zu wol­len.

Aufwändiger Trick

Die Lebens­mit­tel pass­ten zwar haar­ge­nau zu dem vor­ge­zeig­ten Kas­sen­bon, doch Bezah­len im Vor­aus ist bei Lidl abso­lut nicht üblich. Die Mit­ar­bei­ter rie­fen die Poli­zei.

Die­se stell­te dann fest, dass sich die Frau offen­bar einen alten Kas­sen­bon vom Vor­mit­tag geschnappt und dann genau die dort auf­ge­lis­te­ten Waren noch ein­mal im Laden zusam­men­ge­sucht hat­te – sie benutz­te den frem­den Bon wie einen Ein­kaufs­zet­tel und hielt sich akri­bisch an die Pro­duk­te. Mit die­sen Waren und dem bereits bezahl­ten Kas­sen­bon war sie dann zur Kas­se gegan­gen. Kei­ner der Lidl-Mit­ar­bei­ter hat­te aber zuvor bereits bezahl­te Ware zurück­le­gen las­sen, wie sich bei der Befra­gung durch die Poli­zei­be­am­ten her­aus­stell­te.

Statt den Dis­coun­ter um Ein­käu­fe im Wert von 25,82 € zu erleich­tern, erhielt die 58-Jäh­ri­ge eine Anzei­ge wegen Betru­ges.

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9 Kommentare
  1. Nicole Battermann sagt

    Auf was die alles kom­men . Kopf schüt­teln.…

  2. Markus Birth sagt

    Finan­zi­el­le Not viel­leicht

  3. Nicole sagt

    Ich den­ke in Deutsch­land und zu Zei­ten der Tafeln, muss heut zu Tage Nie­mand mehr hungern..das ist in mei­nen Augen also eine rein Kri­mi­nel­le Geschich­te..

  4. Julia Thisius sagt

    Eigent­lich kann man nur noch dar­über Schmun­zeln. Ges­tern ver­sucht einer vor Öff­nungs­zei­ten eine Bäcke­rei zu über­fal­len und die nächs­te ver­sucht zu Betrü­gen. Was die Leu­te Heut­zu­ta­ge auf Gedan­ken kom­men, ist echt nicht mehr Nor­mal und ich muss Nico­le recht geben, heut­zu­ta­ge muss kei­ner mehr Hun­gern, die hat gedacht, sie kommt damit durch.

  5. Rainer l sagt

    Ob die­ses Kli­en­tel eine anzei­ge bekommt oder in Chi­na fällt ein Sack Reis um.…..

  6. Grit Decker sagt

    Das Böse ist immer und über­all“…
    Die „Alten“ unter uns wer­den sich ‑je nach indi­vi­du­el­len Geschmack der „Muk­ke“- an die­se Lied­zei­le aus einem Song der EAV von anno dazu­mal erin­nern kön­nen.

    Stimmt ja auch! Das beweist allei­ne die­ser Arti­kel.

    Bekannt­lich ist „gegen Dumm­heit kein Kraut gewach­sen“, um noch ein­mal einen gaa­anz alten und nicht min­der zutref­fen­den Aus­spruch zu zitie­ren 🙂
    Und das spie­gelt die ka***dreiste Pseu­do-Kun­din treff­lich wider.

    Doch wie gehabt wird der „Dame“ kei­ne Stra­fe auf­er­legt wer­den; und „man­gels öffent­li­chen Inter­es­ses“ ‑im schöns­ten Juris­ten­deutsch aus­ge­drückt- wird dar­über­hin­aus ver­mut­lich das mög­li­che (!!) Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­stellt wer­den. Auch das ist satt­sam bekannt *grrrr knurr*.

    Doch wie war das noch?
    „Ver­such macht klug“; naja-hier eher nicht.
    Denn dass die Pseu­do-Kun­din bei halb­wegs cle­ve­ren Mit­ar­bei­tern­den eines Ladens mit DER Num­mer nicht durch­kom­men wird, hät­te auch die Frau sich an einer Hand aus­rech­nen kön­nen.
    „Frech­heit siegt“ ‑stimmt zwar oft, doch nicht immer! *grins*…

    1. Fireslayer sagt

      Wooow wie schön du das gesagt hast

  7. 66tzf sagt

    Wie schlecht es einem gehen muss, dass man Lebens­mit­tel steh­len muss. Noch nicht­mal im gro­ßen Stil. Gera­de mal 25€. Da ist jemand wirk­lich in Not gewe­sen.
    Alle die sich hier lus­tig machen haben leicht reden.
    Nie­mand muss in Deutsch­land hun­gern aber bis man durch den Büro­kra­ten Dschun­gel durch ist kön­nen Mona­te ver­ge­hen.

    1. Grit Decker sagt

      1. Nie­mand „macht sich hier lus­tig“.

      2. Rich­tig ist sicher­lich, dass es unglaub­lich zeit­auf­wän­dig und lang­wie­rig ist, sich durch die Behör­den­müh­len zu kämp­fen.
      Weil ich wegen vol­ler Erwerbs­min­de­rung Leis­tun­gen über SGB XII (Grund­si­che­rung) bezie­hen muss, kann ich da „ein Lied von sin­gen“.

      3. Dass aus einer per­sön­li­chen Not­si­tua­ti­on her­aus, Gren­zen über­schrit­ten wer­den, ist m.E. nicht in Ord­nung, doch nach­zu­voll­zie­hen.

      Bei die­sem Geset­zes­über­tritt möch­te ich per­sön­lich eine ech­te (!) Not­si­tua­ti­on der Täte­rin klar negie­ren:
      Dafür war deren Vor­ge­hen zu gezielt, zu geplant, zu struk­tu­riert und zeugt allen­falls vom Vor­han­den­sein kri­mi­nel­ler Ener­gie als von Not.

      Es mag sein ‑und im Ein­zel­fall viel­leicht gerechtfertigt‑, dass in einer als Not erleb­ten schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on spon­tan – die Beto­nung liegt auf „spon­tan“- ein Lebens­mit­tel (!) geklaut wird, doch wer der­art gezielt klaut, ist schlicht kac***dreist und scha­det den­je­ni­gen Men­schen, die sich TAT­SÄCH­LICH in einer wie auch immer gear­te­ten Not­la­ge befin­den.
      Und des­halb machen mich Taten, wie die im Arti­kel beschrie­be­ne rich­tig gal­lig.

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