Die Nord­um­ge­hung kommt

Die Nord­um­ge­hung kommt mit gro­ßen Schrit­ten. Eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Stadt stell­te den Wunstor­fern das Pro­jekt nun erst­mals kon­kre­ter vor und bot Raum für per­sön­li­che Fra­gen.

Vol­les Haus im Stadt­thea­ter. Etwa 500 Zuhö­rer lausch­ten den Pla­nern der Umge­hungs­stra­ße im voll­be­setz­ten Stadt­thea­ter. | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Wunstorf (mb). Der Saal des Stadt­thea­ters war gut gefüllt. Etwa 500 Inter­es­sier­te, vor allem mitt­le­ren Alters auf­wärts, waren am Mon­tag­abend der Ein­la­dung der Stadt gefolgt, um sich über den aktu­el­len Stand und die wei­te­ren Pla­nun­gen zur Wunstor­fer Orts­um­ge­hung zu infor­mie­ren, die bald einen Teil der B 441 bil­den soll.

Bür­ger­meis­ter Eber­hardt erläu­ter­te kurz die His­to­rie der geplan­ten Nord­um­ge­hung. Schon seit Ende der 60er Jah­re war die Umge­hungs­stra­ße im Gespräch. Sie soll den Durch­gangs­ver­kehr aus dem Zen­trum der Kern­stadt her­aus­hal­ten, der bis­lang direkt zwi­schen Stifts- und Stadt­kir­che vor­bei­rauscht. Auch wei­te­re Maß­nah­men sind im Gespräch, dar­un­ter Tem­po-30-Beschil­de­run­gen, Kreis­ver­keh­re sowie der Rück­bau zu ein­spu­ri­ger Ver­kehrs­füh­rung.

Lan­ge Vor­lauf­zeit

Seit den 80er/90er Jah­ren kon­kre­ti­sier­ten sich die Plä­ne, eine Umge­hungs­stra­ße am Blu­men­au­er Wäld­chen ent­lang­zu­füh­ren. Ver­zö­ge­run­gen ent­stan­den dann durch die Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung und die Wie­der­ver­ei­ni­gung. Doch im ver­gan­ge­nen Jahr kam wie­der Bewe­gung in die Sache. Die Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr hat­te im Dezem­ber 2016 das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren abge­schlos­sen, mit den Ver­mes­sun­gen wur­de bereits begon­nen.

Der künf­ti­ge Ver­lauf der B 441

Der Lei­ter der Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de des Geschäfts­be­reichs Nien­burg, Uwe Schind­ler, skiz­zier­te das Plan­fest­stel­lung­ver­fah­ren via Lein­wand. Der ers­te Spa­ten­stich soll Ende 2019 erfol­gen. Die ers­ten Fahr­zeu­ge könn­ten dann Ende 2024 über die Nord­um­ge­hung rol­len. Bis dahin sind noch 2 Kla­ge­ver­fah­ren abzu­schlie­ßen, die anhän­gig sind. Die Gesamt­kos­ten wer­den auf 42,5 Mil­lio­nen Euro bezif­fert, getra­gen von Bund, dem Land Nie­der­sach­sen und Wunstorf selbst.

Sinn­fra­ge wird nicht gestellt

Anschlie­ßend war Raum für Publi­kums­fra­gen vor­ge­se­hen, wel­che auch zahl­reich gestellt wur­den. Die Fra­gen kreis­ten haupt­säch­lich um indi­vi­du­el­le Belan­ge: z. B um den Lärm­schutz. Auch Fahr­rad­we­ge ent­lang der Umge­hungs­stra­ße waren von Inter­es­se. Die eigent­li­che Fra­ge, ob die Nord­um­ge­hung auch tat­säch­lich zu einer nen­nens­wer­ten Ent­las­tung der Wunstor­fer Innen­stadt bei­tra­gen wird und wie das erreicht wer­den soll, wur­de hin­ge­gen nicht gestellt.

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Andreas Balleier Fotografie

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