Mord am Steinhuder Meer rückt wieder in den Blick

Das Verbrechen von damals ist bis heute nicht aufgeklärt. Am 27. September 1996 wurde die 15-jährige Schülerin Annette Peus das letzte Mal lebend an der Bushaltestelle „Erlenweg“ in Mardorf gesehen. Dort soll die Jugendliche, die zum Jazz-Dance-Training fahren wollte, angeblich in einen PKW eingestiegen sein. Drei Wochen später wurde ihre Leiche nicht weit entfernt, in einem Feld an der Straße Am Pferdeweg, gefunden. Annette war vergewaltigt und erdrosselt worden.

Symbolfoto: Uwe Schlick / pixelio.de
Symbolfoto: Uwe Schlick / pixelio.de

Am Leichnam konnten damals DNA-Spuren sichergestellt werden, die aller Wahrscheinlichkeit nach vom Täter stammten. Diese wurden in die bundesweite DNA-Datenbank eingestellt. Die Ermittler der Mordkommission überprüften in den folgenden Jahren etwa 7.000 Spuren. Unter anderem wurde dabei einer der ersten Massenspeicheltests durchgeführt.

Ein ganzes Dorf – genauer: alle männlichen Bewohner von Mardorf ab 16 Jahren – wurde zum Gentest gebeten, die halbe Einwohnerschaft unter Generalverdacht gestellt. Eine kriminalistische Ermittlungsmethode, die es in dieser Form bis dahin noch nicht gegeben hatte. Mardorf schrieb dadurch Kriminalgeschichte.

Doch alle Bemühungen blieben ohne Erfolg. Auch der Abgleich der circa 4.500 Speichelproben ergab keine Übereinstimmung mit den gefundenen Spuren, so dass ein Tatverdächtiger nie ermittelt werden konnte. Die Mardorfer erhielten allein die Gewissheit, dass der Täter nicht aus ihren Reihen stammte.

Nun rückt der Fall noch einmal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, denn die Fernsehsendung „Fahndung Deutschland“, die Antwort des Privatfernsehens auf Aktenzeichen XY ungelöst, greift diesen ungelösten Mordfall noch einmal auf. Die Sendung wurde am 22. 5. auf Sat. 1 ausgestrahlt und steht nun auf der Webseite des Senders zum Anschauen zur Verfügung. Der einzelne Beitrag über den Mordfall Annette Peus kann hier angesehen werden:

http://www.sat1.de/tv/fahndung-deutschland/video/131-der-mordfall-annette-peus-clip

Die Polizei hofft, dass sich dadurch noch einmal neue Erkenntnisse ergeben könnten, und bittet mögliche Zeugen, sich unter Telefon 0511 109-5555 zu melden.

An dieser Bushaltestelle traf Annette Peus wahrscheinlich ihren Mörder:

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