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Himmelfahrt in Steinhude

Stadt versucht Vatertagsausflügler fernzuhalten

Die üblichen Vatertagstouren dürfen in diesem Jahr nicht stattfinden. In Steinhude hat die Stadt Vorbereitungen getroffen, um für Bollerwagenfahrer möglichst unattraktiv zu werden.

Feiernde am Wasser
Bollerwagenfahrer sollten nicht nach Steinhude aufbrechen (Symbolbild)

Wunstorf/Steinhude (red). Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Stadtverwaltung mit Allgemeinverfügungen das Feiern in Steinhude zum Vatertag beschränkt. Lautes Musikabspielen war beispielsweise verboten. In diesem Jahr kommen nun aufgrund der Corona-Situation weitere Beschränkungen am 21. Mai hinzu. Obwohl Gruppenbildung sowieso generell weiterhin – mit wenigen Ausnahmen – verboten ist, sperrt die Stadt nun die traditionell an Himmelfahrt stark frequentierten städtischen Flächen.

Dazu zählen das Kurparkgelände und die Wiese zwischen Minigolfplatz und Parkplätzen. Es gilt dort ein Betretungsverbot, außerdem sind die betreffenden Areale eingezäunt. Auf der Badeinsel herrscht unabhängig davon ein striktes Alkohol- und Glasflaschenverbot. Die Allgemeinverfügung untersagt zudem wieder ab 18 Uhr das von anderen wahrnehmbare Abspielen von Musik in Steinhude auf sämtlichen öffentlichen Flächen sowie auf dem Strandterrassenvorplatz.

Ratskellergelände für Touristen offen

Nur das Ratskellergelände ist nicht mehr wie noch in den letzten Wochen unter restriktiven Corona-Bedingungen abgesperrt. Grund dafür sind die Lockerungen im dortigen Gastronomie- und Verkaufsbereich, erklärte Stadtsprecher Alexander Stockum gegenüber der Auepost. Da hier inzwischen wieder touristische Aktivität besteht, wird auf eine Einzäunung der Grünflächen verzichtet, damit sich die Besucher weiträumiger verteilen können und nicht an den Absperrungen vorbeidrängen müssen.

Die Stadt hofft, dass es nicht zu Ausweichbewegungen kommt, sondern die Ausflügler von vornherein nicht zum Feiern nach Steinhude ziehen. Ferner empfiehlt sie den Besuchern des Steinhuder Ortskerns wegen seiner Kleinräumigkeit und dem bei schönem Wetter zunehmendem Tagestourismus, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Das bestehende Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern gilt weiterhin. Ausflüge in Gruppen (insbesondere die klassischen „Vatertagstouren“) und Ansammlungen sind nach der Corona-Verordnung des Landes grundsätzlich nicht erlaubt. Ausgenommen sind Zusammenkünfte im Freien von mehr als 2 Personen, wenn es sich um Angehörige oder Personen aus höchstens 2 Haushalten handelt.

Polizei und ein Sicherheitsdienst werden die Verbote durchsetzen. Die Polizei ist entsprechend sensibilisiert. Niedersachsens Innenminister sagte dazu: „Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass mehr Menschen als bisher die geltenden Regelungen nicht so ernst nehmen, wie es vorgeschrieben und nach wie vor notwendig ist. Ich appelliere deshalb sehr eindringlich an die Menschen in Niedersachsen: Halten Sie sich bitte an die geltenden Abstandsregeln.“ Zwar spräche nichts dagegen, sich entsprechend der geltenden Regelungen im kleinen Kreis zu treffen und mit dem nötigen Abstand spazieren zu gehen. Traditionelle Vatertagstouren mit allen Freunden seien aber in diesem Jahr nicht möglich.

2 Kommentare

  1. Mmmh:
    Einerseits tue ich mich schwer mit restriktiven Anordnungen.
    Andererseits: wir befinden uns bezüglich des Coronavirus weiterhin in einer ausgesprochen fragilen Situation, die jederzeit erneute massive Einschränkungen zur Folge haben kann.

    Auch wissen wir alle, dass so mancher “berauschter” Mensch es mit “Sitte, Anstand und Moral” so gar nicht hat.

    An vielen der Hotspots der Feiernden geht’s zwar durchaus im erträglichen Rahmen zu, doch die Gesamtsituation erfordert, dass die alljährlichen Verbote zum “Vatertag” ausgeweitet werden müssen. Leider.

  2. Liebe Touristen, liebe Säufer, liebe Segler, liebe Radfahrer, liebe Spaziergänger, Ausflügler, liebe Autofahrer usw. und usw. bleibt bitte Steinhude fern. Verpestet nicht den Ort mit eurem Parksuchverkehr, mit dem Gegröle, schlagt euch woanders liebe Säufer. Bier trinken geht auch Zuhaus. Lasst die Wasservögel in Ruh, meidet die Eisdielen, die teure Gastronomie, wo der Besucher mehr Daten hinterlassen muss als Besucher von ausserhalb Europas. Esst keinen Fisch, der kommt sowieso nicht aus dem Steinhuder Meer, die Aale nehmen dort nur ein einwöchiges Bad um sich Steinhuder Aal nennen zu dürfen. Schützt die Natur, lasst die Räder zu Hause, den Wanderstock, die Skater……alle Vögel und Getier danken es, sie brauchen Ruhe in der Brutzeit, danach auch beim füttern und Aufzucht ihrer Brut.
    Sperrt den Ort weitläufig ab, für jeglichen Besuch. So wird er klimaneutral, umweltgerecht und wunderschön.

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