Vermutete Brandstiftung in Asylbewerberunterkunft

Bad Nenndorf. Am gestrigen Sonntag, den 17. 7., löste ein Brandmelder in der Flüchtlingsunterkunft in der Harrenhorst-Straße in Bad Nenndorf aus. Im Keller des Gebäudes, in dem sich die Großküche befindet, stieß die Feuerwehr gegen 11.40 Uhr auf einen schwelenden Putzlappen, der unter einer Herdabdeckung vor sich hin kokelte.

Feuerwehr in Bad Nenndorf (Symbolbild) mit schwerem Atemschutz | Bild: Daniel Schneider
Feuerwehr in Bad Nenndorf (Symbolbild) mit schwerem Atemschutz | Bild: Daniel Schneider

Die Bad Nenndorfer Feuerwehr rückte mit 20 Mann und vier Fahrzeugen an. Den Einsatzkräften bot sich ein eigenartiges Bild. Sämtliche Herdplatten der dort aufgestellten Elektroherde waren eingeschaltet. Unter einer der Herdabdeckungen befand sich der Lappen, der begonnen hatte zu schwelen.

16 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft wurden durch den Sicherheitsdienst evakuiert, konnten wenig später jedoch wieder in das unbeschädigte Gebäude zurückkehren. Personen wurden nicht verletzt.

Den Feuerwehrleuten kamen die Umstände des Schwelbrandes verdächtig vor, so dass die Polizei hinzugezogen wurde. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht vermutet, kann aber derzeit auch nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ermittelt die Polizei in alle Richtungen.

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