
Wunstorf (as). Thomas Silbermann, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bäderbetriebe, nannte im Gespräch mit der Auepost private Gründe, die den 60-Jährigen veranlasst hätten, Wunstorf zu verlassen. Van Bebbers Familie lebt in Hamm, und dort führt er auch eine Beratungsfirma, die seit 2010 Kommunen bei Planung, Bau und Betriebsführung von Freizeitanlagen und Schwimmbädern unterstützt.
Der erfahrene Manager kehrt Stadt und Bäderbetrieben in einer wichtigen Phase den Rücken: Das Hallenbad – Wunstorf Elements genannt – soll für mehr als 40 Millionen Euro umgebaut und erweitert werden. An der Planung soll van Bebber weiterhin mitwirken. Silbermann bestätigte Informationen, wonach die städtische Gesellschaft ihn als Berater gewonnen habe. So könne er die begonnene Arbeit fortsetzen und weiterhin sein Wissen und seine Erfahrung einbringen.
Ende des Monats werde der Aufsichtsrat die Bewerbungen sichten, erklärte der SPD-Kommunalpolitiker. Dann beginne die Phase der Bewerbungsgespräche. In der Stellenausschreibung heißt es: „Für die ganzheitliche zukunftssichere Ausrichtung suchen wir im Rahmen einer Nachfolge zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine in unternehmerischen Chancen denkende und menschlich überzeugende Persönlichkeit.“
Solange sich Wunstorf nen 40 Millionen-Schwimmbadumbau leisten kann (am Ende wird es sicherlich „etwas“ mehr á la Berliner Flughafen BER), kann es der Stadt ja finanziell nicht allzu schlecht gehen.
Da der ehemalige Geschäftsführer auch weiterhin mit seiner Beratungsfirma an allem beteiligt bleibt, wird er wohl auch noch von den Wunstorfer Steuerzahlern finanzielle „unterstützt“. Ach ja, Berater müsste man sein…