
Wunstorf (red). Die bisherigen Umbaupläne für das neue „Wunstorf Elements“ sind abgesagt. Die ursprünglichen Pläne werden verworfen und mit einem neuen Architektenbüro noch einmal von vorn begonnen. Das haben Rathausspitze und Bäderleitung am Freitag öffentlich gemacht.
Gut anderthalb Stunden erklärten die Bäderchefs Cornelius Nolte und Florian Wagner, Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Silbermann der Presse im Wunstorfer Rathaus den neuen Konzeptentwurf, der von den Hamburger Architekten geising + böker im November vorgelegt wurde.
Mit dem bisherigen Architektenbüro sei man „nicht ganz zufrieden“ gewesen, formulierte es Piellusch. Nicht glücklich gewesen sei man auch mit der Aussicht, das Hallenbad während der zwei Jahre langen Umbauphase nicht in Betrieb halten zu können. Ein neues Büro aus Hamburg hat nun dafür eine Lösung gefunden: Ein Neubau einer Sportschwimmhalle unter Einbeziehung des bisherigen Schwimmbades, das dann erst in einem zweiten Schritt zum Freizeitbad umgestaltet wird.
Erst ein neues Schwimmbecken in einem neuen Gebäude zu bauen, bevor das Bestandsgebäude modernisiert werde, sei das „Ei des Kolumbus“, sagte Silbermann. Damit werde es zwei Bauphasen geben, und abwechselnd stünde der jeweils andere Schwimmbadbereich für die Badegäste weiter zur Verfügung.
Silbermann und Piellusch berichteten, dass man die in der vergangenen Zeit aufgelaufene Kritik ernst genommen habe und auch deshalb noch einmal an die Pläne herangehen wolle. Die ursprünglichen Hallenbadpläne hatten einen Schwerpunkt auf Familien und jüngere Kinder gesetzt: Eine Art Wasserplanschlandschaft, ein „Splash- und Spraypark“, sollte im neuen Hallenbad entstehen, als ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Freizeitbädern. Auch damit habe man inzwischen „Bauchschmerzen gehabt“, so Silbermann.
Davon rückt man nun ab, es sollen nun alle Generationen gleichermaßen berücksichtigt werden. Das bedeutet: Das künftige Elements soll nun doch eine große Rutschanlage haben. „Zahlreich“ seien die entsprechenden Wünsche gewesen. Nicht nur das: Auch ein Freibadbereich wird nun gleich mit eingeplant.
Die alten Pläne hatten ein Schiebedach vorgesehen, mit dem das Hallenbaddach hätte geöffnet werden können. Zu komplex und damit zu fehleranfällig und kostenverursachend, ist nun die Erkenntnis. „Wir haben die Zeit genutzt – und haben auch die Kritik gehört“, so Silbermann.

Das bisherige Budget von 38 Millionen Euro soll nur „unwesentlich übertroffen“ werden. Mit der Einbeziehung der Bestandsbauten ließe sich ein größerer Schwimmbadkomplex zu annähernd denselben Kosten realisieren. Und es wird wirklich groß, wenn die späteren finalen Pläne dem jetzt gezeigten Konzept entsprechen sollten: Ganze 7 verschiedene Beckenbereiche wird es geben. Wenn man einen Kinderplanschbereich mitzählt, sogar 8.
Silbermann und Nolte war die Begeisterung für das neue Projekt anzusehen: Mit leuchtenden Augen wurden die neuen Ansichten des Zukunfts-Schwimmbades erklärt. Bürgermeister Piellusch betonte, dass man sowohl den Freizeitbereich fördern möchte, aber auch am Sportgedanken für Schulen und Vereine festhält. „Wir haben einen Olympiasieger aus Wunstorf, Sven Schwarz, und es schadet nicht, wenn ein zweiter dazukommt“, sagte Piellusch mit einem Augenzwinkern.
„Die Leute kommen, springen ins Becken und gehen wieder“
Thomas Silbermann über die aktuelle Hallenbad-Aufenthaltsqualität
Aktuellen Defizite würden mit dem Um- und Neubau beseitigt: Die teilweise Sperrung des Hauptbeckens für Wassergymnastik und Ähnliches muss es künftig nicht mehr geben, weil dafür dann ein eigener Bereich zur Verfügung steht. Auch dass der Nichtschwimmerbereich nicht ans Bistro angrenzt, wird als heutiger Nachteil betrachtet, weil Eltern ihre Kinder aus den Augen verlieren. Die Aufenthaltsqualität will man stark verbessern. „Die Leute kommen, springen ins Becken und gehen wieder“, beschrieb Silbermann die heutige Situation im Wunstorfer Hallenbad. Das soll mit dem neuen Elements anders werden.
Mit steigenden Besuchszahlen wird gerechnet. Viel mehr Parkplätze sind im Konzeptentwurf aktuell jedoch nicht vorgesehen. Zwar wird der Parkplatz etwas verschoben, da auch die Straße vor dem Elements leicht verlegt werden müsste, um der neuen Schwimmhalle genug Platz zu lassen, doch auch im neuen Zuschnitt sind derzeit nur 2 zusätzliche Parkplätze verzeichnet. Eine Bushaltestelle gibt es nicht – diese sei wünschenswert, aber nicht Sache der Bäderbetriebe, hieß es.

Wenn die neue Vorlage in knapp zwei Wochen den Stadtrat passiert, können die nächsten Schritte angegangen werden: Im kommenden Jahr würde dann aus einem Konzept ein tatsächlicher Entwurf werden. Dem Stadtrat wird am 17. Dezember der neue Plan zur Abstimmung vorgelegt.
Die Bauverwaltung hat mit dem Umbau und mit der Erweiterung nichts zu tun, sondern die Bäderbetriebe.
38 Millionen Euro, die die Stadt gar nicht hat… Sollen nur unwesentlich übertroffen werden – also wird das Bad später wenigstens 50 Millionen kosten. Oder die Kosten werfen nur leicht überschritten, also 75 Millionen Euro. Und wenn der erste Tropfen Wasser eingelassen wird, dann wurden die ursprünglichen Kosten nur etwas überschritten und die Stadt ist 100 Millionen Euro ärmer.
Auch für 38 Millionen Euro könnte man den 40000 Wunstorfern jeweils 118 Eintritte ins Neustädter Balneon schenken. Das sind mehr Schwimmbadbesuche als ein durchschnittlicher Mensch im ganzen Leben macht…
Warum hält man an diesem Standort überhaupt fest? Man könnte für das viele Geld doch auch ein neues Schwimmbad an einem besseren Standort bauen, vielleicht im Gewerbegebiet, wo def Verkehr niemanden stört, oder an einer Hauptstraße, wo man auch besser von der Autobahn hinkommt. Vielleicht hinter Trinkgut, dann ist es nah am Bahnhof und der späteren Ortsumgehung oder an der Hagenburger Straße beim Feuerhaus, ebenfalls nahe der Ortsumgehung oder am Hanischkreisel, dann ist es wenigstens von der Anschlussstelle Kolenfeld gut zj erreichen.
Und dann könnte man das alte Elements solange weiterbetreiben, bis das neue fertig ist, und dann reißt man den alten Kasten einfach ab und vermarktet die Fläche als Baugrundstücke. Dann ist es am Ende auch nicht mehr ganz so teuer.
Das Bad soll doch in allererster Linie für die Bürger von Wunstorf sein, weshalb also an der Umgehungsstraße? Das birgt wieder Gefahren, wenn Kinder mit dem Fahrrad zum Schwimmen unterwegs sind.
Mir macht viel mehr das rumeiern der Stadt sorgen. Rein in die Kartoffeln und wieder raus. Auch der neue Entwurf kostet nochmal Geld, was schon wieder verbrannt wird bzw. Wurde, denn auch das „alte“ Konzept war ja nicht kostenlos. Was ist denn, wenn denen im übernächsten Jahr nochmal was Neues einfällt?
Werde ich wohl die Einweihung noch erleben……
Ja ja noch mehr Grünflächen zubetonieren.Wie wäre es denn wenn sie ,Gisela, ihren Garten zur Verfügung stellen,sollten sie überhaupt einen besitzen.
Noch ein Prestige Objekt von Piellusch, gehts noch??? Was soll das bloß, muß man sich so zur Schau stellen??
Woher haben die Bäderbetriebe den plötzlich soviel Kohle?
mindestens können Sie keine 65 Euro zurück erstatten.
Ich habe eine Leistung bezahlt,bisher aber nicht erhalten,weil kein Masseur da ist- seit zwei Jahren.
Auf der Website werden noch Massagen angeboten, Achtung,falls ihr einen Gutschein erwerben wollt.
Geld zurück gibt es nicht, aber die Sauna oder das Schwimmbad könnte ich nutzen. Sauna und Schwimmen in dem kalten Wasser mag ich nicht. Die 65 Euro könnte ich gut für andere Masseure in Wunstorf investierten. Leistung bezahlt aber keine erhalten. Alternativangebot nicht zufriedenstellend.
Scheinbar ist den Verantwortlichen noch gar nicht aufgefallen, dass das Elements verkehrstechnisch extrem schlecht angebunden ist – durch ein Stadtviertel, bei dem sich die „herrschende“ Partei gerade sehr bemüht, den fliessenden und ruhenden Verkehr abzuwürgen. Zum Vergleich: Das Balneon in Neustadt ist gut erreichbar in direkter Nähe der B6 gebaut. Gut, dass das Rathaus schon steht. Sonst wäre zu befürchten, dass dies ohne Fenster gebaut würde und unsere W-UNS-torfer das Licht mkt Eimern reintragen. Schilda lässt grüssen. Zum schämen, diese stümperhafte Politik.
Schwachsinn nimm deinen Lauf. Die Besucherzahlen werden nicht steigen.
Gruß
Vielleicht gibt es ja auch Menschen, die wollen einfach nur schwimmen. Wenn ich m Abend im Schwimmbad bin treffe ich die sogar in größeren Mengen. Die werden von höheren Preisen oftmals eher abgeschreckt[Preis/leistngsverhältnis]
Die Folge eines neuen Spassbades werden weniger Auslastung in Neustadt mit größerem Defizit und gleichzeitig nicht ausreichende Auslastung in Wunstorf sein, weil die Zahl der potentiellen Besucher sich durch ein neues Spassbad natürlich nicht vermehrt. In den 90gern hat auch jede kleine Stadt in einigen Teilen Ds soetwas gebaut. Haben sich zu Millionengräbern entwickelt.
Vielleicht sollte man sich die nächsten 5 Jahre mal daran machen da existierende zu erhalten [Strassen, Schulen…] und nicht immer neue Großprojekte zu planen, dessen Rentabilität nur von Beratungsfirmen attestiert wird, die immer ein Gewinn mache, auch wenn es zu keinem Abschluss kommt
Wenn Wasser warm sein soll und der Eintritt günstig empfehle ich Bad Nenndorf, Neutstadt ist auch schön mit Liegewiese und Rutschen. Warum soll diese Betonstadt noch ein Bad bauen, die sind eh finanzielle nur noch auf Pump unterwegs. Hoffe auf die nächste Wahl damit das ein Ende hat, ihr stürzt die nächsten Generationen in den finanziellen Ruiin.
Wunstorfer Meckermelodie
In unserer kleinen Stadt,
da wohnt ein Meckerchor,
der meckert schon beim Frühstück
und hält bis abends vor.
Gewiss, so manches Bauprojekt
hat uns die Stirn schon arg geknickt.
Doch denkt die Stadt ans Bessermachen,
auch wenn Meckerer es stets belachen.
Kaum ist etwas frisch gedacht,
wird schon ein „Früher!“ losgemacht.
Ein Mecker-Trupp, der lieber gestern lebt,
hat wieder schnell sein „Aber!“ ausgelebt.
Sie meckern flink, sie meckern laut,
bevor man‘s richtig angeschaut.
Kein Argument darf lange stehen –
das Meckern will spazieren gehen.
Die Fußgängerzone neu bedacht,
für Alt und Jung zugleich gemacht.
Das Bad erneuert, hell und klar —
Und doch ruft wer: „Das wird nichts, sonderbar!“
Wär’s nicht schlauer, mit offenem Herz
zu fragen statt zu fauchen erst?
Und mitzuwirken – bunt, vereint –
damit was Großes wirklich keimt?
Drum lasst uns Pläne nicht verachten,
sie freundlich, konstruktiv betrachten.
Denn Wunstorf wächst nur Hand in Hand –
GEMEINSAM wird aus Sand Verstand.
Lieber „vorwärts denken“, haben sie mal in Betracht gezogen, dass das, was sie als Meckerei disqualifizieren, Ausdruck des Unbehagens mündiger Bürger gegen übergriffige Taten einiger weniger Politiker sein könnte? Offensichtlich ist es doch in vielen Fällen so, dass in den letzten Jahren wichtige Entscheidungen unter Vermeidung der Öffentlichkeit beschlossen werden sollen. Dies war so bei dem Umbau der Fussgängerzone, dem Radverkehrskonzept und jetzt auch bei dem Hallenbad. Kein Wunder, wenn das Kritik hervorruft. Und das ist auch ght so. Ich freue mich darüber, das unter anderem in der Auepost ein reger Austausch in den Kommentaren stattfindet. Ohne Konsens wird es jedoch auch kein gemeinsames Handeln „Hand in Hand“ geben. Auch das dürften sich auch die allermeisten Diskutanten in diesem Forum wünschen. Ohne Meinungsaustausch wird dies nicht möglich sein. Wir sollten also den Meinungsaustausch eher fördern als bemäkeln. Vielleicht gehören sie aber auch zu den Mitbürgern, die sich wohler fühlen, wenn sie von der fürsorglichen Politik betreut werden, voller Vertrauen darauf verzichten unangenehme Fragen zu stellen und lieber nicht beim Durchregieren stören möchten? Tja dann…
Guten Tag.
Ich schwimme meine 1.500 m
immer in Bad Nenndorf.
Seitdem das Elements geschlossen war.
Mehr will ich nicht dazu sagen.
Macht weiter so. Viele Kommunen
sind hoch verschuldet. Wissen
nicht mehr, wie es weiter geht.
Schöne Grüße an alle.
Man muss Bäder schließen, weil angeblich kein Personal da ist, aber nun will man extrem erweitern.
Das ist extrem logisch. Und – haben wir auch schon an Security gedacht?
Ja, Nenndorf ist super, ich gehe auch regelmäßig dort schwimmen. Seit dem ist Wunstorf für mich Geschichte.
Guten Tag auch
Größenwahn läßt grüßen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Die Bäderbetriebe bieten kein Frühschwimmen an was in anderen Bädern selbstverständlich ist.Statt dessen wird im 50m Becken Querschwimmen angeordnet, was soll der Schwachsinn, besser wäre die Schnellschwimmbahn wieder einzuführen.
Guten Tag
Das klingt ja alles erst mal schön und gut allerdings mache ich mir ein bisschen Sorgen, wenn ich an die Stadtverwaltung und ihre bisherigen Bauprojekte denke