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Wiederbelebung mit der Biene Maja und Helene Fischer

11.03.2026 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 0

Immer viel zu sehen gibt es auf dem Wunstorfer Wirtschaftswochenende – und neben dem Kennenlernen von Firmen und dem Entdecken von Gelegenheiten gibt es auch noch Wissen fürs Leben mit dazu: Zum Beispiel das lebensrettende Wissen, das man im Ernstfall für eine Wiederbelebung braucht.

11.03.2026
Redaktion
3 Min.
Die Johanniter animieren, Wiebke Osigus (li.) und Frauke Meyer reanimieren | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Wenn Ende April dieses Jahres wieder das Wunstorfer Wirtschaftswochenende stattfindet, dann wird man es wieder sehen können: Den facettenreichen Auftritt von Unternehmen, die sich nicht nur den Wunstorfern präsentieren, sondern Wunstorf zum Anziehungspunkt für Kunden und Interessierte aus der Region werden lassen. Die zweitägige Messe konzentriert einmal im Jahr die Wirtschaft an nur einem Ort – an nur einem Wochenende. Auf dem Freigelände und im großen Zelt wird geschaut, gestaunt, beraten, angebahnt und gekauft.

Das einzigartige Flair des Wirtschaftswochenendes, der besondere Charakter, der so viele Besucher auf die Messe kommen lässt, hat auch mit der traditionellen Ausrichtung zu tun: Die Messe ist nicht nur Wirtschaftsschau, sondern auch eng verzahnt mit der Stadtgesellschaft: Organisationen und Vereine finden auf dem Wirtschaftswochenende ebenfalls ihren Platz, sorgen für abwechslungsreiches Programm und lockern den Messebesuch auf.

Hundertmal in der Minute

Ein Beispiel: Die Johanniter Unfallhilfe mit dem Ortsverband aus Wunstorf. Die Johanniter stellten beim vergangenen Wirtschaftswochenende nicht nur einen Rettungswagen aufs Gelände, den sich die Besucher genau zeigen und erklären lassen konnten, sondern hatten auf dem Stand im Zelt auch einen Wiederbelebungs-Schnellkurs zum Mitmachen vorbereitet.

Die Johanniter auf dem Wirtschaftswochenende. Der Bürgermeister lässt sich den Rettungswagen zeigen | Foto: Schneider

Niemand möchte in die Situation geraten, jemanden reanimieren zu müssen – aber wenn es doch einmal geschehen sollte, dann ist man mit Grundwissen auf der sicheren Seite. Und ob das ausreichend vorhanden war, konnte man am Stand einfach durch Ausprobieren einmal selbst herausfinden.

Denn man kann bei der Laienreanimation gar nicht so viel falsch machen, wie viele denken – wichtig ist, dass sie überhaupt vorgenommen wird. Viele hätten Hemmungen vor der Mund-zu-Mund-Beatmung – der Atemspende bei einer Reanimation. Doch das muss niemand zwingend tun, Beatmung sei nicht so wichtig. Wichtiger sei die Herzdruckmassage – das gleichmäßige schnelle Pressen auf den Thorax, bis der Rettungsdienst eintrifft. Schon das allein kann Leben retten.

In welchem Takt?

Beim Auftaktrundgang zur Messe nutzen direkt zwei Politikerinnen die Gelegenheit, ihre Reanimations-Skills zu überprüfen: Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus und Regionsparlamentarierin Frauke Meyer (beide SPD) ließen sich dazu einladen, an der Reanimationspuppe tätig zu werden. Notfallsanitäter Louis Weiß erklärte, wie man dabei genau vorzugehen hat.

Eine Reanimationspuppe zum Üben der Wiederbelebung | Foto: Schneider
Louis Weiß erklärt | Foto: Schneider

Vor allem auf den Rhythmus des Druckes auf die Herzgegend kommt es an. Viele wussten bereits, dass man sich an bekannten Liedern orientieren kann, um im richtigen zeitlichen Abstand auf den Brustkorb zu drücken. „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, die „Biene Maja“ oder „Highway to Hell“ sollen sich beispielsweise eignen, um im richtigen Takt zu reanimieren.

Steinhudes Ortsbürgermeisterin Christiane Schweer (CDU), die in der Beobachterrolle geblieben war, stimmte direkt den Helene-Fischer-Song an, um es zu überprüfen. Er passte tatsächlich zum Rhythmus, den Osigus und Meyer an den Puppen anlegten.

Atemlos – und verschwitzt

Atemlos sei man nach einer Reanimation dann selbst, raunte einer der übrigen Zuschauer mit einem Grinsen – und lag damit im Grunde völlig richtig: Circa hundert bis hundertzwanzigmal in einer Minute Herzdruckmassage auszuüben – das erfordert einige Kraftanstrengung. Auch medizinisches Fachpersonal mit Routine kommt bei so etwas ins Schwitzen.

Aber: Die Puppe hätte in diesem Fall wohl „überlebt“. „Gut, es mal ausprobiert zu haben, wie es richtig gemacht wird“, meinte Meyer danach.

Am 25./26. April 2026 findet das 22. Wunstorfer Wirtschaftswochenende statt. Die Auepost stimmt in dieser Artikelserie darauf ein.
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