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15-Jähriger flüchtet mit 47 km/h vor der Polizei – auf dem E-Scooter

27.09.2026 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 1

Am Freitag kam es zur Verfolgungsfahrt eines E-Scooters: Der Fahrer war mit deutlich überhöhtem Tempo in Kolenfeld unterwegs – und fuhr so direkt an der Polizei vorbei. Die gab dann ebenfalls Gas. Die Folgen sind gravierend.

27.09.2026
Redaktion
2 Min.
Auf der Schwalenbergstraße fuhr der E-Scooter so schnell wie ein Kleinkraftrad (Archiv) | Foto: Schneider

Kolenfeld (red). In Kolenfeld lief gerade die große Feuerwehrübung, aber auch die Polizei war vor Ort. Die Beamten schlossen sich dem Übungsgeschehen jedoch nicht an, sondern hatten plötzlich einen realen Einsatzgrund vor sich: Die Fahrt eines E-Scooterfahrers kam den Polizisten merkwürdig vor.

In der Schwalenbergstraße sauste gegen 17 Uhr plötzlich ein 15-Jähriger an dem Streifenwagen vorbei, und zwar in einem Tempo, bei dem die Beamten deutliche Zweifel bekamen, ob das noch der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h entsprach.

Als die Polizisten den Jugendlichen kontrollieren wollten, flüchtete der jedoch auf dem E-Scooter. Jetzt wurde der Vorfall sogar zur Verkehrsfahndung: Die Polizei nahm die Verfolgung auf und konnte den 15-Jährigen kurze Zeit später dann anhalten.

Der offensichtliche Grund für den Fluchtversuch zeigte sich dann, als die Polizeibeamten den E-Scooter auf die Probe stellten: Das Gefährt konnte eine Maximalgeschwindigkeit von 47 km/h erreichen. Der E-Scooter wurde von der Polizei direkt beschlagnahmt.

Strafverfahren eingeleitet

Die Folgen eines Roller-Tunings werden oft massiv unterschätzt: Auf den Jugendlichen kommt nun ein Verfahren wegen gleich zwei Straftaten zu.

Ein derart schnell fahrender E-Scooter verliert sofort den Versicherungsschutz, selbst wenn eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde – es ist Fahren ohne Pflichtversicherung, die als Straftat geahndet wird. Bei 47 km/h wäre zudem ein A1-Führerschein nötig gewesen. Wenn auch dieser nicht vorhanden ist, kommt es zum Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Ebenfalls bitter: Der sichergestellte E-Scooter gilt als Tatwerkzeug, der Besitzer bekommt ihn in der Regel nicht zurück.

Führerschein machen wird problematisch

Ernst sind auch die übrigen Konsequenzen: Für die Führerschein- und Versicherungsproblematik sind auf einen Schlag zwischen 4 und 6 Punkten im Verkehrssünderregister möglich, selbst wenn man noch keinen Auto- oder Zweiradführerschein besitzt. Das bedeutet: Als Jugendlicher beginnt man eine spätere eventuelle Fahrausbildung dann bereits mit einem hohen Punktekonto. Ein bestandener Führerschein ist dann sofort wieder weg, wenn weitere Punkte hinzukommen.

Nicht unwahrscheinlich bei hohem Punktekonto ist auch, dass die zuständige Behörde zunächst einmal eine MPU anordnet, bevor überhaupt eine Fahrerlaubnis erteilt wird.

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Kommentare


  • Fynn sagt:

    Kenne den der abgehauen ist er hat mir geschildert das die Polizei ihn fast angefahren hat

  • Schreibe einen Kommentar

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