
Wunstorf (red). Der Deutsche Wetterdienst hatte auch im Bereich Wunstorf vor schwerem Gewitter gewarnt, doch was sich am späten Abend des 30. Juli über der Stadt entlud, war weitaus mehr, als viele erwartet hatten. Mit den Gewitterschauern, die bereits über den Tag verteilt über Wunstorf niedergingen, hatte es nichts mehr zu tun.
Auf den Straßen bot sich ein Bild, das über das von früheren Unwettern Bekannte weit hinausging.
Gegen 22 Uhr herrschte fast schlagartig Ausnahmezustand in der Stadt: Innerhalb kürzester Zeit verwandelte Starkregen, der ein heftiges Gewitter samt Sturmböen begleitete, Straßen und Plätze in Wasserlandschaften.


Viele Straßen wurden unpassierbar oder bildeten eine durchgehende Wasserfläche, so dass der Unterschied zwischen Fahrbahn und Gehwegen verschwamm.
In der Kernstadt waren unter anderem die Industriestraße und der „Barnetunnel“ überflutet, sogar auf dem höher gelegenen Barneplatz staute sich das Wasser. Der Bereich am Stadtgraben nahe des Bürgerbüros wurde überschwemmt, ebenso ein großer Teil der Neustädter Straße.
Auch die bereits bekannten neuralgischen Punkte in der Stadt waren sofort überflutet: Auf der Hagenburger Straße und auf der Hochstraße, Ecke Kolenfelder Straße, hieß es: Land unter. Autos fuhren sich fest oder erlitten Motorschäden, weil Wasser in die Fahrzeuge eindrang.





Die Stadtfeuerwehr ging mit mehreren Ortswehren in den Einsatz, ebenso waren Polizei und Baubetriebshof ausgerückt. In der Feuerwache Wunstorf wurde die Einsatzzentrale besetzt, von hier aus wurden die eingehenden Einsätze koordiniert.
Um 23 Uhr waren es schon 60 Einsätze, die die Feuerwehr leistete. Betroffen war nahezu das gesamte Stadtgebiet, meldete die Feuerwehr. Nicht nur Straßen waren überflutet: An vielen Stellen liefen auch Keller und Garagen voll.
Polizei und Feuerwehr sperrten Straßen und errichteten Umleitungen an Kreuzungen. Bereits blockierte Fahrzeuge wurden beispielsweise auf der Hochstraße schließlich auch in der Gegenrichtung von der Straße heruntergeleitet.



Erst deutlich nach Mitternacht waren die Straßen wieder vollumfänglich befahrbar, nachdem die Kanalisation nicht mehr überlastet war. An den am stärksten betroffenen Stellen wurden Kanalschächte geöffnet, um Verstopfungen zu beseitigen und das gestaute Wasser schneller abfließen zu lassen.
Mehr in Kürze.
siehe auch: Feuerwehren pausenlos im Einsatz: In Wunstorf über 80 Einsätze während der Sturmregennacht
Nun hat es auch mal wieder Wunstorf erwischt … ist ja nicht das erste Mal.
Es ist nur zum wiederholten Mal traurig, dass die Feuerwehr Straßengullis reinigen muss um Straßen wieder passierbar zu machen.
Wenn man die Hinterlassenschaften (Dreckhaufen) am Stadtgraben anschaut, dann wird einem schnell klar, dass es wohl ein Versäumnis der Stadt ist. In den Fangkörben befindet sichnicht nur frisches Laub, welches vielleicht durch das erste Regenwasser in die Einlöufe gespült wurde. Es befindet sich auch alter Unrat darin.
Sicher kann man die Straßeneinläufe nicht täglich reinigen, aber gerade, wenn Unwetterlagen angekündigt werden, könnte man präventiv tätig werden.
Gerade an den neuralgischen Punkten, die ja offensichtlich schon länger bekannt sind.
Zum Glück wohnen wir nicht im Ahrtal,