Wunstorf (red). Am Blumenauer Kirchweg wird zunächst das bestehende Brückengeländer erneuert. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit. Das derzeitige Geländer entspreche nicht mehr den erforderlichen Sicherheitsstandards, da es zu niedrig ausgeführt und zudem baulich abgängig sei. Im Zuge der Maßnahme wird ein neues Geländer mit einer Höhe von 1,30 Metern installiert. Damit werde die Verkehrssicherheit für alle Brückennutzer nachhaltig verbessert. Die Arbeiten am Geländer sollen planmäßig bis Ende März abgeschlossen sein. Im Anschluss ist eine Betonsanierung des Brückenbauwerks vorgesehen. Der genaue Termin für diese weiterführenden Arbeiten steht derzeit noch nicht fest und wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Für mögliche Beeinträchtigungen während der Bauphase bittet die Verwaltung um Verständnis.
Das Konzept funktioniert in etwas so:
1) den Luther Weg dicht machen,
2) dann den Blumenauer Kirchweg sperren
Ziel: Verstecktes Primärziel: Geschwindigkeitsdrosselung auf der Hochstraße, nachdem man die Fußgänger und Radfahrer darüber gezwungen hat.
Gegen eine notwendige Sanierung hat niemand etwas.
Man muss aber endlich auch den Zusammenhang betrachten: Die wichtige Verbindung ueber den Luther Weg ist bereits gekappt worden. Wer als Schueler, Fussgaenger oder Radfahrer Richtung Blumenauer Strasse oder Oststadt will, musste daher ohnehin schon auf andere Wege ausweichen.
Wenn nun parallel auch der Blumenauer Kirchweg als weitere Ausweichverbindung wegfaellt oder unbenutzbar wird, bleibt praktisch nur noch die Hochstrasse als verbliebene Hauptachse. Genau das ist das eigentliche Problem: Nicht die einzelne Baustelle fuer sich, sondern dass nach und nach alle alltagstauglichen Verbindungen abgeschnitten werden.
Die Frage ist daher nicht nur, wann diese Bruecke saniert wird, sondern wie Fussgaenger und Radfahrer kuenftig ueberhaupt noch sinnvoll auf die Blumenauer Strasse und in die Oststadt gelangen sollen.
Es richt gradezu nach „15min Stadt“