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Rettungshubschrauber landet auf Wunstorfer Schulhof

13.12.2023 • Daniel Schneider • 3 Min.Kommentare: 7

Kein alltäglicher Anblick: Rettungshubschrauber Christoph 4 landete am Morgen auf dem Schulhof der Albert-Schweitzer-Grundschule.

13.12.2023
Daniel Schneider
3 Min.
Christoph 4 vor der Albert-Schweitzer-Grundschule | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Gegen 9.30 Uhr wurde es laut über dem Barneviertel. Das Dröhnen eines Hubschraubers wurde stärker und eine Druckwelle am Boden spürbar: Rettungshubschrauber Christoph 4 war im Einsatz und flog nicht nur über die Kernstadt, sondern suchte nach einem Landeplatz in der Barne. Pilot Kai Hennemuth entschied sich kurzerhand zur Landung auf dem Schulhof zwischen Albert-Schweitzer- und Otto-Hahn-Schule im Barneschulzentrum.

Hennemuth, der seit 2016 Pilot bei der Bundespolizei ist und auch im Rettungsdienst fliegt, hatte zufällig erweiterte Ortskenntnisse: Er landete auf dem Schulhof seiner eigenen ehemaligen Schule, denn er war in Wunstorf aufgewachsen und einst selbst auf die Albert-Schweitzer-Grundschule gegangen, die sich damals noch im Gebäude der heutigen Otto-Hahn-Schule befand.

Schüler machen Platz

Schüler, die zu diesem Zeitpunkt in der Pause auf dem Schulhof waren, räumten den Schulhof, als der Hubschrauber zur Landung ansetzte, die aufsichtsführenden Lehrer reagierten schnell. Der Hausmeister sperrte kurz darauf den Bereich des Schulhofes ab.

Grund für den Einsatz war jedoch kein Notfall auf dem Schulgelände: es war jedoch die nächstmögliche Landemöglichkeit, um den angeforderten Notarzt in die Nähe der angrenzenden Rubensstraße zu bringen. Dort hatte es am Morgen in einem Mehrfamilienhaus einen medizinischen Notfall gegeben, zu dem Rettungsdienst und schließlich auch Notarzt gerufen worden waren. Der Notarzt kam in diesem Fall somit nicht mit dem Auto, sondern durch die Luft mit dem Rettungshubschrauber, sozusagen in einem schnellen fliegenden Taxi. Nur 7 Minuten benötigte die Crew bis zur Landung in Wunstorf.

Christoph 4, eigentlich an der Medizinischen Hochschule in Hannover stationiert, flog dazu aus Langenhagen an – es ging von einem dortigen Einsatz direkt in den Folgeeinsatz nach Wunstorf. Zeit zum Frühstücken hatte das Team des Rettungshubschraubers – bestehend aus Notarzt, Pilot und fliegerisch speziell ausgebildetem Rettungssanitäter – noch nicht gehabt.

Für die Schüler in der Barne dürfte die Hubschrauberlandung heute Tagesgespräch sein – denn wenn in der Wunstorfer Kernstadt ein Rettungshubschrauber benötigt wird, dann landet dieser oft am „Hanisch-Kreisel“, auf freiem Feld oder auch auf dem Jahnplatz. Die Landung auf einem Schulhof während der Unterrichtszeiten gehört zu den Ausnahmen.

Der Pilot entscheidet

Letztlich entscheidet der Pilot eines Rettungshubschraubers im Einzelfall selbst, wo er landet – abhängig von der Dringlichkeit des Einsatzes und den örtlichen Gegebenheiten. In diesem Fall bot sich der Schulhof als geeigneter Landeplatz an.

Video: Rückflug nach dem Einsatz in Wunstorf

In Hannover in dichtbebautem Stadtgebiet ist eine Hubschrauberlandung mitunter noch schwieriger: Dort landet der Hubschrauber mit dem Notarzt dann schon einmal mitten auf einer Straßenkreuzung – oder auf der Raschplatzhochstraße. In solchen Fällen sperrt die Polizei den Landebereich vorher mit Streifenwagen. Das war am Vormittag auf dem Schulhof in Wunstorf nicht nötig.

Der Hubschrauber nahm die Crew nach dem etwa einstündigen Einsatz in der Rubensstraße wieder an Bord und machte sich nach einer Startschleife über dem Schulzentrum zurück auf den Weg zur Basis nach Hannover. Der Frühstückskaffee dürfte dann gegen 11 Uhr nachgeholt worden sein – sofern nicht in der Zwischenzeit in der Region ein weiterer Notarzt benötigt wurde.

Christoph 4 ist einer von zwei Rettungshubschraubern in der Region. Der Hubschrauber wird gestellt vom Bundesinnenministerium, wird betrieben von der Johanniter Unfall-Hilfe, die auch die speziell ausgebildeten Notfallsanitäter stellt, wird geflogen von Piloten der Bundespolizei und von Notärzten der MHH begleitet.
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Kommentare


  • Florian B. sagt:

    Da fährt der „Reporter“ der Wunstorfer Auepost zum Landeplatz eines Rettungshubschraubers der sich bei einem medizinischen Notfall im Einsatz befindet ???
    Das ist doch beschämend und hat nichts mit Journalismus zu tun !!!

    • Lydia Bertani sagt:

      @Florian B.

      Was ist an diesem informativen Artikel beschämend? Was weicht vom Anspruch an Journalismus ab?

      Weder wurde hier ein wartender Pilot gestört, noch wurde irgendetwas über die Realität hinaus „angefettet“, was ja ab und an vorkommen kann.
      Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber ich schaue für gewöhnlich sehr genau hin.

      Am 27.08.2023 um 23:49 Uhr. schrieben Sie zum Beitrag: „Neuer Platz: Die Barne hat ihren Mittelpunkt zurück“

      „Danke das es mal jemand ausspricht. Leider ist es normal geworden das sich immer mehr negative Kommentare unter den Berichten befinden. Mecker, ja das können sie.“

      Wie passt das zusammen?

      • Florian B. sagt:

        Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen das es nicht angenehm ist wenn sich ein Familienmitglied in einer ernsten medizinischen Lage befindet, ein Rettungshubschrauber hinzu kommt und sich lauter Schaulustige am Landeplatz versammeln.
        Das ist keine schöne Situation und ich weiß nicht warum die Presse hinzu kommt. Auch wenn sie nur von dem Piloten berichtet.
        Meinem Empfinden nach ist jede Person die in so einer Situation nicht helfen kann fehl am Platz.
        Aber vielleicht bin ich da aus dem genannten
        Grund voreingenommen.

        Und ich verstehe jetzt nicht was mein Kommentar im August zu einem anderen Bericht zu tun hat.
        In dem Fall war es nun einmal so das die meisten in ihren Kommentaren kein gutes Haar an den neuen Barneplatz gelassen haben.
        Sowie in dem Bericht über die rot markiert Fahrradstreifen in Wunstorf und den Ortsteilen.
        Es wurde von Verdummung der Politiker uvm geschrieben, obwohl scheinbar kaum jemand sich mal Gedanken über die wirklichen Gründe dieser Maßnahmen gemacht hat.
        Man muss nicht immer alles schlecht sehen sondern auch mal ein Sinn für die positiven Sachen entwickeln.
        Das ist zumindest meine Meinung dazu.

  • centrodelmargine sagt:

    Bei einem solchen Einsatz verweilt der Pilot nach der Landung bei seinem Fluggerät, während die medizinische Crew zu ihrem Einsatzort eilt. Warum sollte ein Reporter den Piloten nicht ansprechen und ihn um Auskunft bitten? Der Pilot der Bundespolizei wird im übrigen als erfahrener Beamter wissen, wie er mit der Presse umzugehen hat. Bleibt zu hoffen, dass der Notfalleinsatz medizinisch erfolgreich war.

  • Nanouk sagt:

    Über was regen sich Leute mal nicht auf & quatschen über belangloses Zeug!? Na sowas ein Rettungshubschrauber auf dem Schulhof, irrelevant & nicht interger

  • Pfeiffer Dieter sagt:

    Es wird heute alles kritisiert. Warum? Weil die Menschen wohl nichts zu tun haben. Ich fand den Artikel interessant. Habe mal vor Augen geführt bekommen, wie schwierig der Job des
    Piloten ist, einen geeigneten Landeplatz zu finden.

    • Lisa K. sagt:

      Prinzipiell darf jeder kritisieren, was er will (sofern es vereinbarte Normen nicht verlässt).
      Diese Sicht muss nicht jeder teilen, kann es anders beurteilen.
      Sie haben den Artikel nun selbst kritisiert, aber nicht beanstandet, sondern alternativ gelobt. Beides lässt Kritik zu.
      Es könnte der Eindruck entstehen, dass man nur noch schweigen oder loben darf.

      Haben Sie auch nichts zu tun?

      ps: Ich beanstande den Artikel auch nicht, sondern finde ihn ebenfalls informativ.

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