
Steinhude (red). Am heutigen Sonntag, dem 4. Advent, kam es kurz nach 13.30 Uhr zu einem schweren Unfall an der Kreuzung Sölterweg/Bruchdamm in Steinhude. Ein Motorrad und eine Mercedes-A-Klasse waren miteinander kollidiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte lag die Motorradfahrerin schwer verletzt auf dem Dach des Mercedes. Sie wurde zunächst durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend mithilfe der Feuerwehr Steinhude vom Fahrzeug gerettet und weiter behandelt. Das Motorrad war im Frontbereich völlig zertrümmert und hatte offenbar den Mercedes im Bereich der Beifahrertür getroffen.
Im Auto befanden sich zwei Personen, die das Fahrzeug selbständig verlassen konnten. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei der Betreuung der Betroffenen und sicherte die Einsatzstelle umfassend ab.

Zur Gefahrenabwehr stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und verhinderte ein weiteres Auslösen der Airbags. Ein Beifahrerairbag hatte beim Unfall ausgelöst, nicht jedoch die Frontairbags im Fahrzeug.
Während der Anfahrt weiterer Rettungsfahrzeuge kam es zudem zu einem Folgeunfall. Einer der eintreffenden Rettungswagen kollidierte mit einem Auto, das gerade wenden wollte. Zu diesem Zeitpunkt war die Straße von der Polizei noch nicht weiträumig abgesperrt, Fahrzeuge konnten noch bis unmittelbar zur Unfallstelle weiterfahren. Auch das betroffene Auto war zunächst weitergefahren und hatte dann etwa in Höhe der Gärtnerei Blume wie viele andere zu wenden versucht.

In diesem Moment näherte sich ein Rettungswagen, die stockende Fahrzeugschlange überholend, von hinten und krachte in die Fahrertür des Autos. Verletzte gab es hier nicht, Rettungswagenbesatzung und die dreiköpfige Familie im Auto blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Das Auto musste anschließend abgeschleppt werden.
Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Steinhude und Wunstorf im Einsatz. Darüber hinaus befanden sich drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Rettungshubschrauber Christoph 4 an der Einsatzstelle. Ebenfalls vor Ort waren der Verkehrsunfalldienst der Polizei sowie die Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover. Auch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) der Johanniter Wunstorf war vor Ort.




Aufgrund der notwendigen Sperrung der Kreuzung kam es insbesondere im touristischen An- und Abreiseverkehr in Steinhude zu erheblichen Behinderungen. Zudem mussten mehrere Schaulustige von der Einsatzstelle verwiesen werden, um die Arbeiten der Rettungskräfte nicht zu behindern. Zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.
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