Wunstorfer Auepost

Westauebahnbrücke für Fußgänger frühestens im Herbst wieder begehbar

14.06.2021 • Daniel Schneider • Aufrufe: 824

Die Ungeduld wächst in der Stadt, wann die gewohnten Wege an der Westaue wieder nutzbar sind – doch mit dem Neubau der Fußwegverbindung wurde noch nicht einmal begonnen.

14.06.2021
Daniel Schneider
Aufrufe: 824
Bauarbeiten OHE-Brücke Westaue
Für Fußgänger bleibt der Weg noch versperrt | Foto: Achim Süß

Wunstorf (ds). Die Züge rollen bereits wieder auf der OHE-Strecke, nachdem die Bahngleise und Brückenbauwerke modernisiert und instandgesetzt wurden – doch die Fußgänger, die parallel zur Bahnstrecke in IGS-Nähe die Westaue überqueren möchten, müssen sich noch etwas gedulden: Dort war der Fußgängerbereich demontiert worden, als die neue Brücke entstand – und wurde nicht parallel mit den Gleisen wiederaufgebaut.

Das hat technische Gründe: Bisher war die Fußgängerbrücke ein Teil der Bahnbrücke, an diese quasi angehängt, und hatte keine eigenen Tragpfeiler. Die Widerlager waren an den Stützen der Bahnbrücke mitbefestigt. Das ist bei der neuen Brücke nicht mehr möglich, denn sie soll breiter werden – und auch für Radfahrer zugelassen. Dadurch wird die Fuß-/Radfahrerbrücke auch schwerer, unter anderem, weil auch die Geländer größer werden und höher ausfallen. Aus statischen Gründen ist es nicht zulässig, die neue Fußgänger-Brücke an den alten Stützen anzubringen, teilte die Stadtverwaltung dazu mit. Es wird somit eine eigenständige Konstruktion auf neuen Widerlagern errichtet.

Statik macht Strich durch die Rechnung

Aber auch die Bahnbrücke ist noch gar nicht offiziell fertiggebaut – voraussichtlich erst Ende Juni wird dies der Fall sein. Erst danach wird mit dem Bau auch der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke begonnen. Neue Pfeiler kommen in den Boden, und letztlich wird die neue Brücke dann von den Gleisen aus mit schwerem Gerät an ihren Platz gebracht werden – auf demselben Wege, wie auch die alte Brücke verschwand. Zuvor stehen jedoch noch Bodengutachten, neue Planungen, die Ausschreibung und die Auftragsvergabe an. Mit der Fertigstellung der neuen Fuß- und Radwegbrücke sei nun voraussichtlich im Herbst dieses Jahres zu rechnen, teilte Stadtsprecher Alexander Stockum der Auepost auf Nachfrage mit.

Damit verzögert sich die Wiedererrichtung um ein gutes Vierteljahr – im März hatte es aus der Verwaltung ursprünglich geheißen, dass die Brücke für Fußgänger zum Sommer wieder benutzbar sei. Grund für die Verzögerung sei allein die nun notwendig gewordene isolierte Bauweise – die Statik erlaube keine Einhängung an der Bahnbrücke mehr. Am Ende der neuen Planungen stünde dann aber die breitere und für Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen nutzbare Brücke.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Mit aller Zurückhaltung- für eine fundierte Einschätzung fehlt mir das dazu zwingend notwendige Fachwissen-:
    Auf mich machen die Verzögerungen den Eindruck, dass hier einmal mehr nicht gut vorausgeplant wurde und die „Fußläufigen“ und „Drahtesel“ Nase machen müssen.
    Nicht schön- gar nicht schön…

  • D W sagt:

    Das bedeutet für mich als Bahnhofspendler mit dem, sich weiterhin durch den Stadtgraben/die Südstraße zu „quälen“ und dabei mit unkalkulierbaren Risiken wie riskant überholenden Kraftfahrzeugen und/oder „geisterfahrenden Radfahrern“ zu kämpfen.
    Radfahrer sind in Wunstorf eben Verkehrsteilnehmer x.Klasse!

  • Ralf Ellrott sagt:

    Unser Bürgermeister joggt sehr gerne. Vornehmlich, da er dort wohnt, im Süden unser schönen Stadt. Dies könnte u.a. ein Grund sein, weshalb das Thema Südumgehung – jeder neutrale Mensch der sich Wunstorf aus der Vogelperspektive anschaut kommt zu dieser Erkenntnis trotz florierenden Gewerbegebietes im Südosten – kein Thema mehr ist….
    Eines ist jedoch gewiss. Wenn seine Joggingstrecke über die abgerissene Auebrücke führen würde, die täglich von mehreren hundert Wunstorfern zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt wurde, dann wäre die neue Brücke mit Gewissheit schon da….

    Herzliche Grüße
    Ralf Ellrott

  • D W sagt:

    Dann bin ich mal gespannt, wie sich die Situation nach Aufnahme der Laugentransporte entwickelt, insbesondere was die Nutzung der Eisenbahnbrücke als „Trampelpfad“ anbetrifft.

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