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Wunstorf feiert nach: Großes Stadt- und Stiftsjubiläum rund um den 18. Juni

07.06.2022 • Daniel Schneider • Aufrufe: 2451

Ein Riesenprogramm für Wunstorf wurde für den 18. Juni zusammengestellt – und alle bekannten Akteure bestreiten das Stadtjubiläum gemeinsam: Am übernächsten Wochenende wird an 3 Punkten konzentriert gefeiert.

07.06.2022
Daniel Schneider
Aufrufe: 2451
Alexander Stockum und Rabea Jäger von der Stadt organisieren | Foto: Achim Süß

Wunstorf (ds). Ein riesiges Stadtfest erwartet Wunstorf am übernächsten Wochenende – und alle guten Bekannten, die bereits in der Vergangenheit für Festivitäten in der Stadt sorgten, kommen erstmals seit Beginn der Pandemie wieder zusammen: Am Dienstagnachmittag stellten Stadt, Kirche, Werbegemeinschaft Wunstorf, Lions Club Steinhuder Meer und Moderator Tobias Rademacher ihre Pläne für das Stadt- und Stiftsjubiläum, das aufgrund Corona im vergangenen Jahr verschoben werden musste, vor.

Über 3 Tage hinweg erstrecken sich nun die einzelnen Programmpunkte, doch der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Samstag, den 18. Juni: Dieser Tag wirkt beinahe, als hätte man das Festprogramm einer ganzen Woche auf einen einzigen Tag gelegt: Unter sagenhaften insgesamt 30 Darbietungen und Stationen werden die Besucher wählen können. Dazu kommt die Lange Nacht der Kirchen am Freitag, den 17.6. und – als ökumenischer Festgottesdienst – der Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, den 19.6., unter Schirmherrschaft der Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr.

1. Stiftshügel

Einstimmen auf die Jubiläumsfeierlichkeiten | Foto: Daniel Schneider

Die Aktivitäten verteilen sich dabei auf 3 Kernbereiche in der Altstadt: Allein die Kirchengemeinde bietet am Samstag auf dem Stiftshügel 14 Punkte an und nimmt dabei Anleihen am mittelalterlichen Wunstorf: Handwerk wie Schmieden, Spinnradspinnen, Steinwerkstatt, Klosterstich, Kerzenziehen, Papierschöpfen und Lederprägen werden gezeigt, aber auch Hüpfburg, Ponyreiten, die Pfadfinderjurte, Pizza, Waffeln, Zuckerwatte und Flammkuchen aus dem Holzofen werden vor allem Kinder und Familien zur Stiftskirche ziehen, um nur einiges zu nennen.

2. Große Bühne

Die zweite große Fläche nimmt die Stadt mit dem Bühnenprogramm ein, das auf dem Parkplatz neben dem Bauamt zu sehen sein wird. Zwischen 11 und 17.15 Uhr sorgen Akrobat Noah Chorny, Magier Cody Stone und Comedian Dittmar Bachmann für Unterhaltung. Auch die musikalischen Darbietungen konzentrieren sich hier: Die Big Band der Musikschule Wunstorf, die „Seesterne“ (Chor der Grundschule Steinhude) und „Die Blindfische“ (Rockmusik für Kinder). Dazwischen stehen die Vertreter der Stadt Moderator Tobias Rademacher Rede und Antwort. Das Bühnenprogramm ist dabei so angelegt, dass sich die Aufführungen teils wiederholen – um auch späteren Besuchern ein möglichst komplettes Programm anbieten zu können, wie Rademacher betont.

Tobias Rademacher moderiert | Foto: Achim Süß

Dass der in Luthe aufgewachsene Rademacher moderiert, für den sowohl die Moderation als auch der Auftritt in Wunstorf eine Premiere darstellen, ist kein Zufall: Insgesamt wurde darauf geachtet, dass die Akteure auf der Bühne auch einen Lokalbezug mitbringen – das Jubiläum der Stadt soll sich auch auf diese Weise spiegeln. Lampenfieber habe er jedoch nicht, verrät der Event-Veranstalter der Auepost: Früher als Jongleur habe er bereits Bühnenerfahrung gesammelt, so Rademacher.

„Kommt in die Innenstadt, lasst uns gemeinsam feiern“

Ortsbürgermeister Silbermann

3. Marktplatz

Den Platz vor der Stadtkirche – als dritten großen Festbereich – teilen sich der Lions Club und die Werbegemeinschaft: Die Innenstadthändler organisieren ein Kinderfest mit Kinderkarussell und Bungee-Trampolin, die Serviceclub-Mitglieder mit dem Löwen im Logo servieren wieder Matjes und Bratkartoffeln in der Fußgängerzone. Es wird das inzwischen bereits einundzwanzigste Mal sein, dass die Clubmitglieder diese Tradition pflegen – und selbst an den großen Pfannen stehen, berichtet Clubmaster Hans-Georg Heinrich der Auepost. Der Organisator sowie der künftige Clubpräsident, Dr. Michael Ott, der das Amt am 2. Juli übernehmen wird, kamen zur Präsentation bereits in den Club-Schürzen und hatten eine Portion frischen Matjes mitgebracht. Der diente nicht nur als Gag für das Gruppenfoto, sondern sollte später tatsächlich noch verspeist werden, versicherte Heinrich.

Dr. Michael Ott (links) und Hans-Georg Heinrich mit der Matjes-Blaupause | Foto: Daniel Schneider

Obendrauf kommt noch der integrierte Neubürgerempfang der Stadt, der bereits zuletzt parallel zu den Matjesessen der Lions gelegt wurde. Der Rathausinnenhof wird diesmal beim Stadt- und Stiftsfest jedoch ausgespart, dort finden gar keine Feierlichkeiten statt, die Neubürger dürfen sich stattdessen ebenfalls an der Bühne auf dem Bauamtsparkplatz einfinden, wo auch die bekannte Tombola mit kleinen Preisen wartet. Da der Neubürgerempfang coronabedingt ebenfalls zwei Jahre pausierte, werden nun 1.922 Neubürgerinnen und Neubürger aus dem Zeitraum zwischen Mai 2019 und heute erwartet: sie wurden persönlich angeschrieben und eingeladen.

Lange Straße wird übergangen

Auffällig ist, dass das eigentliche Zentrum – die Fußgängerzone – weitgehend außen vor bleibt für die Feierlichkeiten. Dass die Organisatoren die Hauptbühne an den Bauamtsparkplatz verlegen und der Großteil der Aktionen und Stände sich auf den Stiftshügel konzentriert, ist jedoch nicht der aktuellen Planung geschuldet, sondern hat tatsächlich wieder einmal mit Corona zu tun: Im Fall der Fälle (wenn die Infektionslage eine andere gewesen wäre als aktuell) hätte man diesen Bereich einfacher einzäunen und auf diese Weise eine Zugangskontrolle ermöglichen können, erklärt Stadtsprecher Alexander Stockum. Dafür wurde in Kauf genommen, dass die Festbühne direkt neben der B441 aufgebaut wird.

Stationen zum Stadtjubiläum | Graphik: Stadt Wunstorf

Doch zu einer Einzäunung wird es nun nicht kommen, sagt Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD), er stuft das Fest als im Wesentlichen Outdoor-Veranstaltung ein, die man nun unbeschwert begehen könne, und sieht in der Anordnung auch eine symbolische Verbindung zwischen Stift und Stadt. Piellusch wünscht der Stadt ein schönes Fest, bei dem „sich jeder eingeladen fühlen darf“ – und soll. „Kommt in die Innenstadt, lasst uns gemeinsam feiern“, pflichtete Ortsbürgermeister Thomas Silbermann bei.

Zu vollgestopft?

Der aufgekommenen Kritik, dass das Festprogramm zu überladen ist und mit zu vielen Bereichen um Besucher buhlt, so dass diese gar nicht alle Angebote auf einmal wahrnehmen könnten, widerspricht der Bürgermeister: Es solle für jeden etwas dabei sein, und das breite Angebot ermögliche es, dass sich jeder bei den Feierlichkeiten angesprochen fühle.

Für das Fest wird moderiert, serviert und organisiert …
… und ein verkaufsoffener Sonntag sorgt für geöffnete Geschäfte | Fotos: Daniel Schneider

Das Programm ist in der Tat so dichtgedrängt, dass es für die Besucher schwer werden dürfte, sich alles im Einzelnen anzusehen. Auch der Heimatverein hält einen Stand vor, dazu sind Ausstellungen in der Abtei und in der Stadtkirche vorgesehen. Außerdem begeht die Stadtbibliothek den Tag der offenen Tür, und an der Stadtkirche werden von den Stadtführern Turmbesteigungen angeboten. Auch einkaufen bleibt beim Stadtjubiläum möglich: Komplettiert wird das Fest-Wochenende vom verkaufsoffenen Wochenende, so dass auch am Sonntag die Geschäfte in der Innenstadt zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet haben.

Weniger Programm – zumindest an diesem Datum – hätte man sich vermutlich auch in Kolenfeld gewünscht: dort findet am selben Wochenende das örtliche Schützenfest statt. Keine weitergehende Antwort gab es zudem auf die Frage, wo die Besucher beim großen Stadt- und Stiftsjubiläum parken sollen, da nun auch noch der Bauamtsparkplatz blockiert wird. Es empfiehlt sich somit wohl tatsächlich die Anreise mit dem Rad oder – dank 9-Euro-Ticket derzeit ohnehin stärker nachgefragten – öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bühnenprogramm am 18.6. am Bauamt:
11.00 Begrüßung
11.15 Grundschulchor Die Seesterne
11.35 Die Blindfische - Rockmusik für Kinder
12.00 Akrobat Noah Chorny
12.20 Magier Cody Stone
12.50 Die Blindfische - Rockmusik für Kinder
13.15 Akrobat Noah Chorny
13.35 Comedian Dittmar Bachmann
14.10 Die Blindfische - Rockmusik für Kinder
14.35 Akrobat Noah Chorny
14.55 Magier Cody Stone
15.15 Interviews mit Stadtvertretern
15.30 Tombola (Neubürgerempfang)
15.40 Comedian Dittmar Bachmann
16.15 Big Band der Musikschule
von Daniel Schneider
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Kommentare


  • Tom Netzwerker sagt:

    Wir befinden uns nicht nach der Pandemie, sondern immer noch in der Pandemie!!! Alle Zahlen steigen zur Zeit an, obwohl sie zum Sommer fallen müssten. Das wird ingnoriert und auf wissenschaftliche Studien gewartet.Dann wird gestritten, wie in den letzten beiden Jahren, bis es für effektive Maßnahmen zu spät ist.

  • Dieter sagt:

    Pandemie? Vergleicht mal die monatlichen Sterbezahlen von 2017 bis 2022 und dann klärt doch bitte mal, was eine Pandemie ist.
    Vergleich: Spanische Grippe von 1918 bis 1920, das war eine Pandemie.

    Nebenbei, die Schweden haben gar nichts veranstaltet. Da gab es wohl gar keine Pandemie.

    Aber wozu aufregen, wenn nicht alle Menschen an der – welche auch immer – Pandemie sterben, die globale Erwärmung wirds dann schon richten.

    Also feiern bis zum Umfallen, gestorben wird später.

    • Lydia Bertani sagt:

      Man braucht sich keine Mühe zu geben, denn die Mehrheit ist eher am Gehorchen als an echten Fakten interessiert.
      Kritiker werden nicht selten pauschal als Mensch komplett diffamiert und gelten somit für die Masse als „indiskutabel“, wie man es ihr über Jahrzehnte medial von den handlangern der Täter eingetrichtert hat. Dazu kommt die Eitelkeit, nicht zugeben zu wollen, dass man im ganz großen Stil über den Tisch gezogen wurde und es eben sehr attraktiv ist, zu gelobten Masse zu gehören, den bequemen Weg zu gehen.
      Allein die Tatsache, dass ein „nicht vollständig geimpfter“ erst- oder zweifach, einfach geboosterter Mensch, der anschließend Symptome zeigt, sei es trotz oder wegen der Impfung als „Ungeimpfter mit Covid“ gilt, solange seine „vollständige Impfung“ (was auch immer das sein soll) keine 14 Tage zurückliegt, sollte klar machen, was hier wirklich los ist. So einfach kann man akute Folgen zur Druckerhöhung misbrauchen. Weil es geht, wird es eben gemacht!
      Aber wie wird damit umgegangen? Es wird schlichtweg ignoriert, weil man dem Fernsehonkel glauben muss, denn dass ist ja der Gott-Ersatz.
      Auch das hier: Es ist schlicht zuviel Text, als dass es die Mehrheit lesen würde.

  • Nico sagt:

    Was gibt beim 15.30 Tombola (Neubürgerempfang)?

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