
Wunstorf (red). Das hatte die Polizei in Wunstorf bisher auch noch nicht gesehen: Während einer Verkehrskontrolle am Wochenende stellten die Beamten fest, dass ein Mopedfahrer ein selbst gemaltes Kennzeichen an seinem Fahrzeug angebracht hatte.
Dort, wo sich normalerweise die Versicherungsplakette befindet, war stattdessen das eigene Kunstwerk zu sehen. Die aufgemalte Versicherungsnummer existierte sogar, allerdings passte das Kennzeichen nicht zum Gefährt: Bei der Überprüfung der Fahrzeugidentifikationsnummer sahen die Polizisten, dass das Kennzeichen nicht für dieses Mofa zugelassen war.
Nicht erst jetzt durften die Beamten zu recht richtig misstrauisch sein. Denn ob der Fahrer überhaupt der Besitzer des Mopeds war, konnte vor Ort ebenfalls nicht eindeutig geklärt werden. Das Ergebnis: Das Moped wurde sofort vorläufig sichergestellt. Erst nach Vorlage eines entsprechenden Eigentumsnachweises wird es der Fahrer zurückerhalten.
Gegen den Fahrer wurden „die erforderlichen rechtlichen Maßnahmen“ eingeleitet, teilte die Polizei Wunstorf heute mit. Das kann nun richtig unangenehm werden, auch wenn sich das Fahrzeug nicht als gestohlen herausstellt:
Bereits der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ist eine Straftat. Sollte wirklich keine Haftpflichtversicherung vorgelegen haben, droht ein Gerichtsverfahren – an dessen Ende es nicht nur eine Geldstrafe geben, sondern es auch geradezu Punkte in Flensburg hageln könnte. Zum Vergleich: Eine Mopedversicherung kostet im Jahr etwa zwischen 50 und 100 Euro.
Schreibe einen Kommentar