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Beim Hofgang in Wunstorf entwischt: Polizei fahndet nach 24-Jährigem aus dem Maßregelvollzug

26.02.2025 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 9

Ein Patient des Maßregelvollzugs in Wunstorf ist am gestrigen Dienstag aus der Klinik verschwunden. Die Polizei suchte mit Hubschrauber und Personenspürhund – bislang ohne Erfolg. Nun wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.

26.02.2025
Redaktion
2 Min.
Psychiatriegelände Wunstorf (Archiv)

Wunstorf/Hannover (red). Die Polizei Hannover fahndet seit dem gestrigen Dienstag nach einem 24-Jährigen, der nach einem Hofgang aus dem Maßregelvollzug in Wunstorf entwichen ist. Bislang konnte der Aufenthaltsort des Mannes nicht ermittelt werden. Die Polizei bittet deswegen nun die Bevölkerung um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen entwich der 24-Jährige am 25.2. gegen 10.35 Uhr. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung im Nahbereich ein. Unterstützt wurde die Suche dabei auch aus der Luft durch den Polizeihubschrauber „Phoenix“. Am heutigen Mittwoch wurde die Suche auch mit Unterstützung eines Personenspürhundes fortgesetzt. Auch dies führte jedoch nicht zum Auffinden des Gesuchten.

Notruf wählen

Der Mann ist 1,76 Meter groß, hat schwarze Hautfarbe und ist von kräftiger Statur mit einem leichten Bauchansatz. Er hat eine Glatze. Zum Zeitpunkt des Verschwindens trug er weiße Turnschuhe, eine graue Jogginghose, einen schwarzen Pullover mit rot-weißem Logo auf der Brust und eine schwarze, hüftlange Winterjacke. Der Gesuchte spricht gebrochen Deutsch.

Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 109-5555 zu melden oder alternativ direkt den Polizeinotruf unter 110 zu wählen. 

Forensische Psychiatrie

Im Maßregelvollzug sind Menschen untergebracht, die Straftaten begangen haben, aber z. B. aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen für ihre Taten nicht zu bestrafen sind. Das Fachgebiet der forensischen Psychiatrie kümmert sich um diese Tätergruppe – in einem psychiatrischen Krankenhaus statt in einer Justizvollzugsanstalt. Der Maßregelvollzug ist nicht zu verwechseln mit der Sicherungsverwahrung, in der Täter untergebracht sind, die nach Verbüßung einer Haftstrafe weiterhin als gefährlich für die Gesellschaft gelten.

Update, 27.2.: Der Gesuchte wurde in den Maßregelvollzug zurückgebracht. Ein Zeuge erkannte den Mann am Hauptbahnhof Hannover. Die dortige Bundespolizei kümmerte sich um 24-Jährigen, bevor er nach Wunstorf zurückkam.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Ganz schwache Berichterstattung der Auepost.
    Es wird absolut nichts darüber ausgesagt, WARUM der Typ im Maßregelvollzug sitzt!
    Das ist eine ganz schwache Leistung!

    Hat die Wunstorfer Bevölkerung es mit einem Mörder, einem Vergewaltiger, einem permanent Gewalttätigen zu tun? Oder einem simplen Ladendieb?
    Wie sollte man sich verhalten, wenn man dem Typen begegnet?
    Welche Gefahr geht von diesem Typen aus?

    DAS sind doch die Fragen, welche die Bevölkerung beschäftigen.

    Auch die folgende Aussage ist meiner Meinung nach unsinnig:
    „Der Maßregelvollzug ist nicht zu verwechseln mit der Sicherungsverwahrung, in der Täter untergebracht sind, die nach Verbüßung einer Haftstrafe weiterhin als gefährlich für die Gesellschaft gelten.“

    Was ist denn ein Maßregelvollzug?
    Der Maßregelvollzug dient in Deutschland der Behandlung und Sicherung von Straftäter:innen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung als nicht oder nur eingeschränkt schuldfähig gelten.

    –> Das Ziel ist, die Allgemeinheit zu schützen und die Betroffenen so zu therapieren, dass sie keine Gefahr mehr für sich oder andere darstellen.

    Zwei abschließende Fragen:

    1) Wie kann es sein, dass jemand, in einer speziellen Fachanstalt, in der er untergebracht ist, um die Allgemeinheit vor ihm oder vor sich selbst zu schützen, entkommen kann? Ist das Aufsichtspersonal nicht geschult im Handling mit schwierigen Personen?

    2) Ist diese Person nun eine Gefahr für die Allgemeinheit oder ein Suchtkranker, welcher eine Gefahr für sich selber darstellt?

    Diese Fragen sollten ganz schnell beantwortet werden.

    • Martin sagt:

      Der Artikel ist stark.
      Der Kommentar ist schwach.

      Anscheinend ist der Unterbringung in einer Psychiatrie nach dem StrUG und einer Sicherungsverfahrung nach Verbüßen einer Straftat in einer Justizvollzugsanstalt nach dem StGB nicht bekannt oder trotz Erklärung nicht verstanden worden.

      • Anonym sagt:

        Der Martin hat es wieder mal nicht verstanden.
        Hier geht es um die Einschätzung und Informationsweitergabe einer eventuellen Gefahrenlage an die Bevölkerung und nicht um die Veröffentlichung des Lebenslaufs eines Straftäters.

        Nochmal zum Mitmeißeln an Martin:
        „Das Ziel ist, die Allgemeinheit zu schützen und die Betroffenen so zu therapieren, dass sie keine Gefahr mehr für sich oder andere darstellen.“

        Der Täter stellt also offensichtlich eine Gefahr für die Allgemeinheit dar.
        Daher wäre es hilfreich, zu wissen, was unser Täter auf dem Kerbholz hat.
        Einem Ladendieb gegenüber würde ich mich nämlich anders verhalten, als wenn ich einen Mörder vor mir hätte. Ganz einfach zu verstehen eigentlich, oder?

    • Oberpfleger Willi sagt:

      Lieber Anonym, es geht hier immer noch um einen Patienten. Wenn Sie selbst mal in die Geschlossene kommen wegen psychischen Problemen: Wollen Sie wirklich, dass die Presse dann Ihren Lebenslauf recherchiert, weil irgendjemand im Internet das für wichtig hält?

  • Basti g. sagt:

    Ein Bild vommgesuchten wäre von Vorteil

    • Paul sagt:

      Gut, dass es nicht allein nach Ihrer Meinung geht, sondern wir in einem Rechtsstaat leben, in dem derartige Entscheidungen auf einer rechtlichen Grundlage beruhen müssen.

      Oftmals und so auch hier war keine öffentliche Fahndung mit Bild erforderlich, da bereits die angewandte Fahndungsmethode am Tag des Entkommens zum gewünschten Erfolg geführt hat.

  • Anonym sagt:

    Paul denkt wirklich, dass er in einem Rechtsstaat lebt – diese Aussage hat meinen Tag gerettet.
    Danke Dir Paul.

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