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100 Jahre Feuerwehr Luthe: Beim großen Jubiläum „brennt“ plötzlich das Nachbargebäude

03.07.2024 • Redaktion • Aufrufe: 4028

Seit 100 Jahren sorgt sie für die Sicherheit Luthes – komplett ehrenamtlich: Die Freiwillige Feuerwehr Luthe. Da gratuliert schon mal Feuerwehrmann Sam persönlich – bis das Dorfgemeinschaftshaus neben der Feuerwehr zu qualmen beginnt …

03.07.2024
Redaktion
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Besucherandrang vor dem Gerätehaus der Feuerwehr Luthe

Zum 100. Jahr des Bestehens hatte es noch nicht geklappt mit dem Einzug in einen Neubau, der bald entstehen soll. Noch befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Luthe in ihrem traditionellen, aber kleinen Domizil: Dem Feuerwehrgerätehaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus am Kirchplatz mitten in Luthe. Dieses wurde am 14. April damit zum Schauplatz für seinen wohl letzten ganz großen Auftritt: Den Tag der offenen Tür anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums der Luther Feuerwehr.

Große interne Feiern, Festreden und -Schriften waren schon abgehakt, doch nun bekam die Öffentlichkeit und damit der gesamte Ort noch einmal die Gelegenheit, mit seiner Feuerwehr den besonderen Anlass zu begehen. Bei frühlingshaftem Wetter feierten die Luther neben dem nun erstmals dreistelligen Jubiläum auch gleich noch 44 Jahre Jugendfeuerwehr sowie 10 Jahre Kinderfeuerwehr.

Der Ort kommt zusammen

Bei Bratwust, Eis und kühlen Getränken war allerhand los am Feuerwehrgerätehaus. Bereits am Morgen starteten die Kinder- und Jugendfeuerwehren aus Luthe und den befreundeten umliegenden Feuerwehren zu einer großen Jubiläums-Rallye rund um den Luther See. Insgesamt 14 Teams von Kinderfeuerwehren sowie 20 der Jugendfeuerwehren machten sich mit rund 200 Kindern und Jugendlichen bei Sonnenschein auf den Weg durch das Dorf und wurden anschließend im Rahmen der Siegerehrung gefeiert.

Unter den Augen von Ortsbrandmeister Jens Borchers (li.) wird das Monument enthüllt
… und holt das Gründungsdatum der Luther Feuerwehr gewichtig in den Ort

Als sich hierzu dann neben den Teilnehmern selbst auch die Luther Dorfgemeinschaft sowie alle interessierten kleinen und großen Besucher zum Tag der offenen Tür vor dem Feuerwehrhaus einfanden, war der Andrang sichtlich groß. Ein besonderer Moment: Der einhundert Jahre bestehenden Feuerwehr wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein Monument gesetzt: Ein gewaltiger Monolith wurde enthüllt und steht nun vor dem Gerätehaus.

Weit über Luthe hinaus geschätzt

Lars Hedwig, stellvertretender Regionsjugendfeuerwehrwart, resümierte, dass man an diesem Tag „nicht nur eine lange, sondern auch verdammt erfolgreiche Zeit“ gemeinsam feiere und die Luther Feuerwehr durch vergangene Erfolge weit über ihre Grenzen bekannt sei. Dies zeigte sich auch an den zahlreichen Besuchern, die kaum darauf warten konnten auf Entdeckungsreise vor dem Gerätehaus zu gehen. Denn neben den ortseigenen und -fremden Feuerwehrautos waren unter anderem auch das Hovercraft zur Wasser- und Eisrettung der Feuerwehr Steinhude sowie ein großes Löschfahrzeug der Bundeswehrfeuerwehr vom Fliegerhorst vor Ort und boten an, einmal selbst hinter dem Steuer zu sitzen.

Wunstorfs Stadtbrandmeister Martin Ohlendorf hat als Luther ein „Heimspiel“
Auch Hunger und Durst müssen gelöscht werden
Die Wunstorfer Flughafenfeuerwehr der Bundeswehr
Auch die Luther Feuerwehr lässt sich mal retten
Eisrettungseinsatzfahrzeug der Feuerwehr Steinhude
Andrang im Gerätehaus
Aber diesen Kochtopf möchte man lieber nicht in der eigenen Küche haben
Video: So gefährlich ist es, Küchenbrände mit Wasser löschen zu wollen

Auch das VGH-Brandschutzmobil war im Einsatz und machte auf die großen und kleinen Gefahren des Alltags aufmerksam. Es wurde unter anderem die Entstehung von Fettbränden gezeigt, oder was passiert, wenn Druckgasbehälter Sonneneinstrahlung und Wärme ausgesetzt sind.

Ein „Brand“ bricht aus

Aber nicht nur vor, sondern auch im Gerätehaus war eine Menge los. Während die Hüpfburg und ein Eisstand zu kleinen Verschnaufpausen in der Sonne einluden, hatten besonders die Kleinen im Gerätehaus die Möglichkeit, mit einem ganz besonderen Gast ein Erinnerungsfoto zu schießen. Feuerwehrmann Sam hatte an diesem Sonntag genug Zeit mitgebracht, um sich neben dem prallgefüllten Kuchenbuffet mit seinen Fans ablichten zu lassen – und auch das Feuerwehrgerätehaus war zwischenzeitlich deutlich gefüllt, die Schlangen an allen Angeboten lang.

Ein Raunen ging durch die Menge, als plötzlich dichter Rauch aus den Fenstern des Dorfgemeinschaftshauses drang und die Sirene auf dem Dach aufzuheulen begann. Eine große Menschentraube versammelte sich vor dem Dorfgemeinschaftshaus, die Handykameras wurden gezückt.

Huch! Qualm aus dem Dorfgemeinschaftshaus – und die Sirenen legen los
Aber die Luther Feuerwehr ist schon da
… und hat alles parat
Und ab in den „Einsatz“
Rekordanfahrt: Die Drehleiter aus Wunstorf ist ebenfalls wie auf Knopfdruck da
Zwei Personen aus den „Flammen“ gerettet
Handyfotos ausnahmsweise erwünscht
Lage in Luthe unter Kontrolle

Es war natürlich kein Ernstfall – die Einsatzübung brachte den Gästen das Verhalten im Einsatzfall hautnah näher. Besonders bei den kleinen Besuchern wurden die Augen groß, als man aus der Ferne ein Feuerwehrauto näher kommen hörte und kurz darauf das große Drehleiterfahrzeug der Stadtfeuerwehr auf dem Dorfplatz stand.

Mit der Drehleiter sowie über das Treppenhaus wurden Verletzte geborgen und der „Brand“ erfolgreich gelöscht. Applaus ging durch die Zuschauerreihen, und die Feuerwehr Luthe ließ mit ihren Gästen ihren Geburtstag gebührend ausklingen.

Fotos: Deppe/Dombrowski

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