Wunstorfer Auepost

„Es hat gefunkt“: DARC Steinhuder Meer

24.06.2022 • Aufrufe: 646

Amateurfunk, das klingt spannend und doch geheimnisvoll. Es geht um Technik, Völkerverständigung und Not- und Katastrophenfunk sowie Ausbildung. Internationale Kontakte in alle Welt, auch unabhängig von Funkwetter durch digitale Techniken, wie Satellitenfunk, DMR oder Echolink, insbesondere nach Großbritannien und den Vereinigten Staaten. 1913 wurde von der ersten Sendestation am Steinhuder Meer (Eilvese) eine Transatlantikverbindung mit Tuckerton (NJ) durchgeführt. Auskunft gibt uns Henrik Bartels, 1. Vorsitzender.

Name: Deutscher Amateur Radio Club e. V., Ortsverband Steinhuder Meer (H35)
Mitglieder: deutschlandweit 34.000, Ortsverband: 48
Gegründet: 22.04.1968
Vereinsfarbe: Alle Wellenlängen
Ziele: Förderung des Amateurfunks
Internet: dI6och@darc.de
Motto: "cq cq contest dk0sm is calling cq contest" (come quick)

Amateurfunk?!

Die Faszination ist die Vielseitigkeit, wo Mitglieder mit höchst unterschiedlichen Interessen zusammenkommen. Es bestehen vereinsübergreifend vielseitige, zum Teil internationale Kontakte, die sich mit speziellen Themen wie Wettkämpfen (Contests), Peilwettbewerben (Fuchsjagden) oder Notfunk beschäftigen und wo über Grenzen hinweg die Allgemeinheit unterstützt wird.

Vereinszentrale?

Der Hauptsitz ist in Baunatal als gemeinnütziger Verein, gegliedert in 24 Distrikte und 58 Ortsverbände. Der Ortsverband ist in Kolenfeld ansässig. Hier und bei Vereinsabenden, jeden dritten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in der Waldgaststätte Alten’s Ruh, treffen sich alte und neue Mitglieder. Gute Kontakte bestehen zur Royal Air Force Amateur Radio Society, wo durch die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum der Luftbrücke von Wunstorf nach Berlin von Generalsekretär Mr. Vince Lewis eine Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen wurde. Hier wurde während des Interviews eine Live-Funkverbindung geschaltet, bei der Vince Lewis über seine Zeit als Funker bei der Air Force erzählte und für 2021 einen Besuch in Wunstorf ankündigte. Jeden Dienstag und Freitag um 21 Uhr gibt es Steinhuder-Meer-Funkrunden (146,6125 MHz bzw. 144.700 Mhz). Über die Kontakte werden aus aller Welt herrlich bunte QSL-Karten gegenseitig versendet.

Nicht diskutierbar!

Für die Amateurfunklizenz ist das Ablegen einer schriftlichen Prüfung bei der Bundesnetzagentur in den Themenfeldern Gesetzeskunde, Betriebstechnik und Elektrotechnik erforderlich. Beginnen kann man dann schon mit kleinem Gerät und einem einfachen Draht als Antenne. Hier unterstützt der Club in jeder Weise.

Pokalregal?

Neben vielen Funkwettbewerben ist es im letzten Jahr dem Funkfreund Andreas (DL70AP) gelungen, eine Funkverbindung über einen Meteoriten herzustellen (Meteorscatter), außerdem eine Verbindung zur Neumayer 2 Station in der Antarktis. Erstverbindungen nach Australien, Neuseeland, der Gewinn des sogenannten Scandinavien Activity Contest in Telegrafie 2015 und aktuell der monatliche Nordic Activity Contest auf UKW sowie Erfolge bei Mobilfuchsjagden runden die Erfolge ab.

Schwamm drüber?

Durch Corona fielen viele Treffen aus, Verlierer war auf jeden Fall die Gastronomie. Aber die Leute waren mehr zu Hause, das hat den Funk belebt. Es gehört zur Funkerei, dass Wetterbedingungen manche Verbindungen spannend machen.

Wunstorf ist die Stadt der Vereine: Hunderte Vereinigungen gibt es, von A wie Allgemeiner Fahrradclub bis Y wie Yachtverein. Wir wollen wissen: Was macht dein Verein – und wie und warum? 

Reporter: Jürgen Ulrich
zuerst erschienen in Auepost-Magazin Nr. 20 (Herbst 2021)

24.06.2022 • Aufrufe: 646
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Kommentare


  • Detlev Ulrich Aderxs sagt:

    Das klingt spannend. Ein Sehr guter Bericht. Vor 30 Jahren habe ich meine FM-Handfunke eingemottet. Stabo Handfunk mit hmmm 60 cm Antenne. Damals kam ich von Hagenburg bis Auhagen. HEUTE: Nichts zu machen! Also, wenn nichts dagegen spricht, dann würde ich gerne mit einem Kumpel am 20. Juli zur „Anfänger-Beratung“ vorbeikommen. Wir wollen einfach nur nette Leute kennen lernen, fachkundige Kontakte knüpfen und über rund 800m Luftlinie kommunizieren.

    Gruß
    Dete

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