LokalpolitikWirtschaft

Gedankenaustausch

Grüne sprechen mit der Werbegemeinschaft

Die Grünen haben Mitglieder der Werbegemeinschaft Wunstorf eingeladen und über aktuelle Themen gesprochen. Der Händlerbund setzt sich für den Weihnachtsmarkt ein und regt ein neues Südstraßenkonzept sowie konzentrierte Parkplätze an.

Die Werbegemeinschaft bei den Grünen
Lothar Porcher, Birgit Mares, Anne Dalig, Christoph Rüther und Michael Schaer | Foto: privat

Wunstorf (red). Am vergangenen Dienstag trafen sich die Wunstorfer Grünen mit Christoph Rüther und Michael Schaer von der Werbegemeinschaft Wunstorf zum Gedankenaustausch. Thema waren die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen für den Handel. Rüther führte aus, dass der Handel in der Innenstadt das Hygienekonzept gut umgesetzt habe und auch die Kundschaft sich meistens daran halten würde. Inwieweit die Umsatzeinbußen durch die Schließungen den Geschäftsinhabern zusetze, sei sicher erst im nächsten halben Jahr ersichtlich.

Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Karussellchip vom Wunstorfer Weihnachtsmarkt
Karussellchip vom Wunstorfer Weihnachtsmarkt (Archivbild) | Foto: Daniel Schneider

Daher ist es der Werbegemeinschaft auch ein wichtiges Anliegen, den Weihnachtsmarkt stattfinden zu lassen. Dieser soll nun in deutlich kleinerer Form angeboten werden. Näheres könne aber erst nach Vorliegen des Hygienekonzepts genauer geplant werden, welches in den kommenden Tagen vorliegen soll.

Anne Dalig von den Grünen sprach die Verknüpfung von Onlinehandel zum Vor-Ort-Verkauf an. Alle waren sich einig, dass der Onlinehandel zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für die Innenstadt geworden sei. Hier müsse ein Umdenken der Geschäftsleute stattfinden, Ideen dazu sind bereits vorhanden. Vorstellbar wäre ein Lieferservice, der es der Kundschaft ermögliche, in der Innenstadt einzukaufen und sich die gekauften Waren nach Hause liefern zu lassen. Um dieses Modell auch attraktiv für die Kunden zu machen, sei der Zusammenschluss mehrerer Geschäfte unterlässlich. Grünenpolitikerin Birgit Mares fügte hinzu, dass auch die Verbraucherschaft ihr Kaufverhalten ändern und vor Ort einkaufen müsse, wenn eine lebens- und liebenswerte Stadt erhalten werden solle.

Ein neues Konzept für die Südstraße

Für die Südstraße müsse dringend ein zukunftsfähiges Konzept erstellt werden, um sie attraktiver zu machen. Die Forderung aus der Politik nach Verschönerung der Aueumgebung wird von der Werbegemeinschaft sehr unterstützt. Lokalpolitiker Lothar Porcher erzählte von Gesprächen mit Besuchern, die sich mehr Restaurants in der Fußgängerzone wünschen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Auch nach Geschäftsschluss wäre dann der Innenstadtbereich noch attraktiv.

Michael Schaer sprach das Thema Parkplatzproblematik an. Um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten und die Umweltbelastung zu verringern, müsse dringend etwas getan werden. Durch die derzeitige Regelung werde der Parksuchverkehr gefördert. Eine Bündelung der Parkplätze wäre sinnvoller als die Zerstückelung auf viele kleine Flächen.

Die Gespräche zwischen Grünen und Werbegemeinschaft sollen fortgesetzt werden.

6 Kommentare

  1. Daß die “Grünen” weder eine Maske tragen noch Corona-Abstand halten sehe ich ja ein – ist ja laut Niedersächsischer Corona-Verordnung vom 07.Oktober 2020 auch nicht nötig! – aber warum halten sich die Vertreter der Werbegemeinschaft Wunstorf nicht an die Verordnung? Das gibt kein gutes (Vor-)Bild für die Kundschaft die ja in die Geschäfte gelockt werden soll! Oder ist das Virus außer für Politiker auch für Geschäftsleute ungefährlich?? Wenigstens macht das Bild Hoffnung auf einen stattfindenden Weihnachtsmarkt, denn ganz offensichtlich ist das Virus doch nicht so böse wie von vielen befürchtet.

      1. Dieser Kommentar ist DAS Paradebeispiel schlechthin, dass in manchen Köpfen so gar nichts angekommen ist.
        Da ist leider gänzlich “Hopfen und Malz verloren”…

  2. WEIHNACHTSMARKT ???
    Mit Verlaub: geht’s noch??

    Wir sehnen uns alle danach, dass so etwas wie Normalität in unser Leben zurückkehren wird; gerade in der vorweihnachtlichen Zeit.

    Das aktuelle Infektionsgeschehen verbietet uns aber diese Wunscherfüllung. Leider- doch unumstößlicher Fakt.
    Selbst die Fraktionen “Ignoranz”; “Mir alles sch***egal”, etc. sollten den Ernst der Lage begriffen haben.
    *ganz giftig guck*

    Die Herbst-Winter-Saison hat gerade erst begonnen und trotzdem gehen bereits jetzt die Fallzahlen “durch die Decke”.

    Wie bitte stellen sich die Verantwortlichen angesichts dessen die Organisation und vor allem die Durchführung unseres Weihnachtsmarktes vor?
    Sollen maximal drei Buden/Stände auf dem Marktplatz stehen, die dann von maximal 50 Menschen besucht werden dürfen?
    “Oh, du Fröhliche”…

  3. Das Problem unserer schönen Stadt ist, dass die Fussgängerzone im Grunde genommen tot ist. Es gibt, abgesehen von den Eisdielen, keine Gastronomie, die zu einem längerem Verweilen einlädt. Das wiederum ist den wahrscheinlich hohen Pachten geschuldet, die ein Unternehmer zahlen muss. Ausserdem haben wir viel zu viele Ketten, wie dm, Rossmann, Deichmann etc.
    Was soll ich denn da in der Innenstadt, wenn ich die gleiche Ware im Internet viel billiger bekommen kann. Aber wir haben natürlich Mitschuld, dass unsere Innenstädte veröden.

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