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Stichwahl-Spezial: Das Auepost-Wahlstudio zur Wunstorfer Bürgermeisterwahl 2026

27.09.2026 • Redaktion • 6 Min. • Kommentare: 25

Pavel oder Piellusch: Der Wahl-Krimi des Jahrzehnts steht Wunstorf bevor – und die Auepost berichtet live von der Stichwahl. Mit ersten Prognosen ist kurz nach 18 Uhr zu rechnen, mit ersten Ergebnissen bereits am frühen Abend.

27.09.2026
Redaktion
6 Min.

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Wunstorf (as/ds/nd/dd). 27. September 2026 in Wunstorf: Stichwahltag zur Wahl des Wunstorfer Bürgermeisters und des Regionspräsidenten. Die Wahllokale sind zwischen 8 und 18 Uhr geöffnet. Erneute Benachrichtigungen gab es für die Wähler nicht: Man geht einfach mit seiner alten Wahlbenachrichtigungskarte wieder in dasselbe Wahllokal wie vor zwei Wochen. Wer die gelbe Karte nicht mehr hat – auch kein Problem: Dann reicht das Vorzeigen eines Ausweises oder Reisepasses, die Wahlhelfer gleichen immer mit dem entsprechenden Eintrag im Wählerverzeichnis ab. Wer dort drin steht und keine Briefwahl genutzt hat, darf abstimmen. Das gilt auch, wenn man bei der Kommunalwahl vor 14 Tagen aus irgendeinem Grund nicht gewählt hat. Auch dann darf man jetzt bei der Stichwahl wählen.

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Im Vorfeld soll es in Wunstorf zu Problemen im Zusammenhang mit der Briefwahl gekommen sein. Der Auepost liegen mehrere Hinweise vor, dass manche Wähler ihre Briefwahlunterlagen nicht rechtzeitig oder unvollständig erhalten haben: So hatte eine Briefwählerin in der Kernstadt beispielsweise nur den Wahlzettel für die Regionspräsidentenstichwahl im Umschlag, nicht jedoch den für die Bürgermeisterwahl. Andere berichten, dass sie Briefwahlunterlagen gar nicht erhalten haben.

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In Wunstorf wird mit Spannung auf den Ausgang der Bürgermeister-Stichwahl geschaut. Carsten Piellusch (SPD) und Martin Pavel (CDU) stehen zur Wahl.

Zwischen Pavel und Piellusch entscheidet sich heute die Wahl | Foto: Schneider

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Dieses Ergebnis vor 14 Tagen machte die jetzige Stichwahl nötig: Keiner der Kandidaten erreichte direkt über 50 Prozent der Stimmen.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Wunstorfer Bürgermeisterwahl 2026 | Infografik: Auepost

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Pattsituation: Was würde passieren, wenn wieder keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent erhält? Und wieso gibt es überhaupt Stichwahlen? Diesen Fragen sind wir direkt einmal nachgegangen: Die Stichwahl – Pavel gegen Piellusch

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Die Stichwahl ist auch deshalb etwas Besonderes, weil ein Parteienkandidat gegen einen Mehrparteienkandidaten antritt: Der amtierende Bürgermeister Carsten Piellusch weiß seine SPD geschlossen hinter sich. Martin Pavel ist jedoch nicht nur der Kandidat der CDU, sondern wird darüber hinaus auch von den Grünen, der FDP und jetzt auch von Ex-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Obladen (Freie Wähler) unterstützt.

Auch auf den FDP-Plakaten wird für Martin Pavel geworben | Foto: Schneider

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Die Wahlzettel für die Stichwahlen sind diesmal deutlich übersichtlicher als noch vor 14 Tagen. Großflächig aufgefaltet werden müssen sie nicht mehr. Auf ihnen sind jeweils nur 2 Möglichkeiten vorgegeben, man hat pro Zettel nur ein Kreuz zu vergeben: Bei der Bürgermeisterstichwahl bei Martin Pavel oder Carsten Piellusch, bei der Regionspräsidentenstichwahl bei Eva Bender oder Dr. Oliver Junk.

So sehen diesmal die Stimmzettel für die Stichwahl aus | Foto: Schneider

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16.00 Uhr: Es herrscht Betrieb in den Wahllokalen der Stadt. Erwartungsgemäß scheint die Wahlbeteiligung jedoch geringer auszufallen als vor 14 Tagen. Es geht ruhiger zu in den Wahlräumen, auch Schlangen bilden sich diesmal nicht. Die beiden Stimmzettel sind schnell ausgefüllt und in die jeweils bereitstehenden zwei Urnen geworfen.

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Die erste Auepost-Prognose

18.15 Uhr. Die Wahllokale sind geschlossen, die Auszählung läuft. Die erste Stichprobe der Auepost, die wieder in zwei größeren Wahllokalen die Auszählung verfolgt, zeigt: Es wird wahrscheinlich erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Die erste Prognose: Pavel liegt knapp vor Piellusch.

Pavel erhält in diesem Wahllokal mehr Stimmen | Foto: Schneider

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18.21 Uhr: Bei der offiziellen Auszählung der ersten 3 Wahllokale lag Carsten Piellusch in Führung. Jetzt haben bereits 13 von 78 Wahlräumen die Ergebnisse durchgegeben. Pavel geht nun in Führung mit 53,75 zu 45,25 Prozent.

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Auch bei der Stichwahl haben manche wieder bewusst ungültig gewählt und sich für keine der Optionen entschieden – sowohl bei der Bürgermeisterstichwahl als auch der Regionspräsidentenstichwahl. Manchmal wurde der Zettel durchgestrichen, oft auch mit „AfD“ gekennzeichnet. Diese Stimmzettel landen dann auf dem „Ungültig“-Stapel.

Ungültige Stimmen | Foto: Schneider

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Die Auszählungen

18.33 Uhr. Über ein Drittel der Wahllokale hat inzwischen Ergebnisse gemeldet. Martin Pavel scheint seine Führung auszubauen.

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18.35 Uhr: Über die Hälfte der Wahllokale haben Ergebnisse übermittelt. Martin Pavel liegt weiter deutlich in Führung mit rund 55 zu knapp 45 Prozent.

Eine Urne mit Stimmen zur Bürgermeisterstichwahl wird ausgeleert | Foto: Schneider

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18.47 Uhr. Über zwei Drittel der Wahllokale haben ausgezählt. Pavel baut die Führung weiter aus.

Der offizielle Stand der Wahllokal-Auswertung | Screenshot: Auepost

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18.51 Uhr. Nur noch 10 Wahllokale von 78 haben keine Meldungen durchgegeben. Alle Ortsteile bis auf Großenheidorn sind ausgezählt. Jetzt kommt es auf die Briefwahlergebnisse an. Hier fehlen noch viele Meldungen.

Auch dieser Stapel mit Stimmen für Pavel ist während der Auszählung höher | Foto: Schneider

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18.57 Uhr. Auch bei der weiteren Auszählung der Briefwahlergebnisse zeigt sich eine klare Tendenz zugunsten von Martin Pavel. Der Vorsprung scheint rechnerisch nicht mehr aufholbar.

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19.21 Uhr. Alle Wahlräume haben das vorläufige Ergebnis gemeldet. Carsten Piellusch (SPD) ist nicht wiedergewählt. Martin Pavel (CDU) wird neuer Bürgermeister in Wunstorf. Das vorläufige Endergebnis: 56,36 Prozent der abgegebenen Stimmen für Pavel, 43,64 Prozent für Carsten Piellusch.

Ergebnis der Bürgermeister-Stichwahl in Wunstorf | Infografik: Auepost

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In der Südstraße wird gefeiert

Um 18.20 Uhr kommt erster Jubel in der Wahlkampfzentrale in der Südstraße auf, wo die CDU mit ihren Mitstreitern wieder zusammengekommen ist. Mit jedem weiteren Wahllokal, das ausgezählt ist, wird der Jubel größer. Altbürgermeister Eberhardt steht vor dem Monitor und sagt: „Das holt er nicht mehr auf.“

„Das holt er nicht mehr auf“

Rolf-Axel Eberhardt

Als Pavel 1000 Stimmen Vorsprung hat, wird die Stimmung ausgelassen. Vertreter der Werbegemeinschaft, der Bürgerinitiative und der Notgemeinschaft plus viele Sympathisanten feiern mit.

Der Sieger der Stichwahl und Wunstorfs neuer Bürgermeister Martin Pavel feiert | Foto: Süß

Pavel selbst kommt relativ spät, als das Ergebnis schon feststeht, mit seiner Frau die Südstraße herunter der feiernden Menge entgegen. Sprechchöre werden angestimmt: „Wer ist unser Bürgermeister – Martin Pavel!“ Stehende Ovationen. Pavels erste Reaktion: „Heute feiern wir, aber morgen beginnt die Arbeit. Wir haben das gemeinsam geschafft, aber es liegt viel Arbeit vor uns.“ Die Stimmung bleibt ausgelassen. Tenor unter den Feiernden: Dass der Abstand zu Piellusch so groß ausfallen würde, damit hatte man nicht gerechnet.

Schauen auf die Ergebnisse | Foto: Süß
Pavel und seine Frau treffen ein | Foto: Süß
Jubel vor der Wahlkampfzentrale in der Südstraße | Foto: Süß
Arm in Arm mit Heidorn | Foto: Süß
Pavel mit ersten Worten | Foto: Süß
Martin Pavel in der Südstraße | Video: Auepost

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Trauer und Verbitterung bei der SPD

„Ein bitterer Abend, es tut weh“, sagt nicht weit entfernt von der Südstraße SPD-Fraktionschef Martin Ehlerding im „Küsters“, wo die SPD eigentlich die Wiederwahl von Piellusch feiern wollte. Er sei auch ziemlich sauer, erklärt Ehlerding vor den Versammelten.

Gedrückte, aber weiter kämpferische Stimmung bei der SPD | Bild: Deppe/Dombrowski

Es sei ungerecht, dass die 5 erfolgreich vorgelegten Jahre, die positive Bilanz von Piellusch von den Wählern nicht honoriert worden seien. Aber Pavel könne nun auch darauf aufbauen.

„ich bin auch sauer“

Martin Ehlerding

Man sei aber weiterhin die stärkste Kraft im Stadtrat, und es werde „nicht ganz einfach für Bürgermeister Pavel“, seine Politik durchzusetzen, prognostiziert Ehlerding. Majid Atris, der den Wahlkampf für Piellusch gemanaged hat, versagt die Stimme.

Reaktionen bei der SPD | Video: Deppe/Dombrowski

Piellusch selbst analysiert nüchtern die Situation, beschreibt die Niederlage. Er habe gedacht, dass die SPD die Nase vorn haben würde, erklärt er, bevor er sich bei Majid Atris und Martin Ehlerding sowie allen Mitstreitern von Herzen bedankt.

Er schließt mit den Worten: „Nach der Wahl ist vor der Wahl (…) Haut rein, ich möchte, dass in acht Jahren hier wieder ein sozialdemokratischer Bürgermeister steht!“

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Piellusch gratuliert seinem Nachfolger zum Wahlsieg

Carsten Piellusch verlässt schließlich das Küsters und begibt sich ebenfalls zur Südstraße, um seinem Nachfolger im Bürgermeisteramt zu gratulieren. Dabei fallen auch emotionale Worte: Pavel solle gut auf die Stadt aufpassen, sagt Piellusch.

Piellusch und die SPD gratulieren Pavel zur Wahl | Foto: Süß

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Die Region Hannover hat zum ersten Mal eine Präsidentin

Bei der Stichwahl zur Regionspräsidentschaft ging die Wahl umgekehrt aus: Eva Bender (SPD) wurde mit deutlichem Abstand vor ihrem CDU-Konkurrenten zur Regionspräsidentin gewählt.

Das Ergebnis der Regionspräsidentenwahl | Infografik: Auepost

In Wunstorf wählten die Wähler Bender mit 60,27 %, Dr. Junk mit 39,73 %.

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Wie wurde in den Ortsteilen für Piellusch und Pavel gestimmt?

Ein Blick auf die Ortsteile zeigt die Dominanz von Martin Pavel in der Stichwahl: Nur in Großenheidorn und Klein Heidorn bekam Piellusch mehr als die Hälfte der Stimmen. Den höchsten Zustimmungswert hatte Martin Pavel mit 66,78 % in Bokeloh. Carsten Piellusch erreichte als Höchstwert 51,66 % in Klein Heidorn.

Martin Pavel war bei der Stichwahl führend in 8 von 10 Ortsteilen | Infografik: Auepost

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Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeister-Stichwahl lag nur noch bei 51,08 Prozent. Bei der ersten Wahl vor zwei Wochen waren noch 68,14 Prozent der Wunstorfer Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen.

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Kommentare


  • Andreas sagt:

    Zu den beschriebenen im Vorfeld aufgetretenen Problemen:

    Bezüglich nicht zugestellter Briefwahluntelagen wird sich die Citipost (Tochter von Madsack) erklären müssen und ich hoffe, die Stadt wird denen die Hölle heiß machen.

    Wegen nicht zugestellter Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl: Hat die Auepost bei dem Wähler ausgeschlossen, dass dieser auch wirklich für die Wahl des Bürgermeisters wahlberechtigt war?
    Es gibt ja etliche Wähler, die innerhalb der letzten drei Monate innerhalb der Region umgezogen (z.B. nach Wunstorf zugezogen) sind und somit die/den Regionspräsidentin/en wählen dürfen, nicht jedoch den Bürgermeister.
    Da gibt’s ja immer mal wieder Erstaunen, ist aber schlichtweg geltendes Recht.
    Will sagen: War’s wirklich eine Panne oder doch rechtlich korrektes Handeln?

    • Joachim Begerow sagt:

      Ich schimpfe auch schon seit vielen Jahren auf die „Citipost“, aber ist die „gelbe Post“ (dhl) wirklich besser? Unlängst dauerte die Beförderung einer ärztlichen Verordnung von Stadthagen zun mir in Luthe mit dhl sage und schreibe 8 Tage, und exakt ebenso lange dauerte die Beförderung überaus wichtiger Unterlagen für eine zeitnah terminierte mündliche Prüfung von Celle hierher… Postkutschen waren anno dazumal schneller! Die Stadt Wunstorf „leistete“ sich früher einen Botendienst, der leider im Zuge von Sparmaßnahmen abgeschafft worden zu sein scheint. Vielleicht sollte man diesen zumindest in solchen wirklich wichtigen Fällen reaktivieren!

      • Andreas sagt:

        Ja, die gelbe Post ist genauso miserabel. Und etliche Straßenzüge gibt die Citipost ja an die Deutsche Post ab. Hier gibt es also bereits „planmäßig“ 1-2 Tage Zeitverlust durch die Übergabe der Sendungen von der Citipost an die DP.

        Ich glaube, den Kurierdienst hat die Stadt noch.
        Aber wie viele Briefwähler gibt es? Tausende? All diese Briefwahlunterlagen durch eigene Kurierfahrer zustellen? Puh!

  • Anonym sagt:

    Wenn es wieder unentschieden ausgeht, sollten sich die beiden duellieren.

  • Anonym sagt:

    Herzlichen Glückwunsch Martin, viel Erfolg und Gelingen für die nächsten 8 Jahre.

  • Barbara Mietusch-Lange sagt:

    Vielen Dank für die Wahlsendung. Super Sache damit man alles verfolgen kann

    • Joachim Begerow sagt:

      Diesem Lob möchte ich mich ausdrücklich anschließen, wobei ich insbesondere das Ansehen des Videos mit den Statements des/der Unterlegenen empfehlen möchte, und dabei vor allem dasjenige des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Stadtrat. Abgesehen davon, dass man einige seiner Worte in der Fußballersprache wohl als „Nachtreten“ bezeichnen könnte, suggeriert ein anderer Satz, dass sich die seiner Ansicht nach wohl naiven Wählerinnen und Wähler des von ihnen jetzt auserkorenen neuen Bürgermeisters von einigen wenigen „Influencern“ haben manipulieren lassen (ab etwa 2:02 Min.). Last not least: Die nahezu unverblümte Drohung an die Adresse des neu gewählten Bürgermeisters, ihm die Durchsetzung seiner Politik („welcher Politik?“ – so das – diplomatisch formuliert – provokante Wortzitat Ehlerding) im Rat schwer zu machen, zeugt eher von rein emotionsgesteuerter Verbohrtheit denn von der Bereitschaft zu konstruktiver Teilhabe an politischer Gestaltung.

      • Steinhuder sagt:

        Exakt diese Beobachtungen waren auch meine ersten Gedanken nach dem Ansehen des Videos.

        Ich würde mir wünschen, dass das der Emotionalität geschuldet ist und für die Zukunft eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Stadt und nicht im Sinne von Parteiinteressen angestrebt wird.

      • Olga sagt:

        Absolute Zustimmung, musste ich mir zweimal anhören.

  • Anonym sagt:

    56,36 % für Pavel – seit Jahren mal eine gute Nachricht für Wunstorf. Glückwunsch!

  • Petra Buchholz sagt:

    Schrott!

  • Erwin Schwake sagt:

    Eine Verständnisfrage zur Ergebnisgrafik: Carsten Piellusch erscheint ganz klassisch in kräftigem SPD-Rot, bei Martin Pavel dagegen hat die Auepost offenbar gleich den ganzen Farbkasten ausgepackt – Schwarz, Gelb und vor allem ziemlich viel Grün.
    Ist das bewusst als Darstellung des Bündnisses aus CDU, Grünen und FDP gemeint? Formal ist Martin Pavel schließlich CDU-Politiker. Beim schnellen Blick auf die Grafik könnte man allerdings fast meinen, Wunstorf habe gerade einen grünen Bürgermeister gewählt. Vielleicht kann die Redaktion kurz erklären, was genau die Farbgebung ausdrücken soll.

    • Wunstorfer Auepost sagt:

      Gerne: Das haben wir in diesem Fall so umgesetzt, da Martin Pavel bewusst als gemeinsamer Kandidat für diese drei Parteien angetreten ist. Grüne und FDP haben auf einen eigenen Kandidaten verzichtet und Pavel unterstützt. Das war auch der Grund, weshalb der Zusatz „CDU“ auf seinen Wahlplakaten fehlte. Dem zugrunde lag die „Steinhuder Erklärung“. Hintergründe dazu hier: https://www.auepost.de/politik-wirtschaft/lokalpolitik/drei-gegen-einen-gruene-und-fdp-unterstuetzen-pavel-gegen-piellusch-104581/

      • Erwin Schwake sagt:

        Vielen Dank für die Erklärung – damit wird die grundsätzliche Idee hinter der Farbgebung klar. Eine Frage bleibt mir allerdings noch: Nach welchem Schlüssel wurden denn die einzelnen Farbanteile gewählt?
        Wenn Schwarz für die CDU, Gelb für die FDP und Grün für die Grünen steht, ist der eigentliche CDU-Anteil an Martin Pavels Balken optisch erstaunlich klein; Grün und Gelb dominieren die Darstellung doch ziemlich deutlich. Sind diese Anteile rein gestalterisch gewählt, oder sollen sie irgendeine Gewichtung der Unterstützer ausdrücken?
        Interessant ist dann natürlich auch der Umkehrschluss der Darstellung: Piellusch bekommt einen vollständig roten Balken. Wenn die Farben die parteiübergreifende Unterstützung abbilden sollen, gab es für ihn offenbar kein entsprechendes buntes Unterstützerbündnis. Ob daraus nun weitere Schlüsse zu ziehen sind, überlasse ich lieber der Redaktion. ;-)

        • Wunstorfer Auepost sagt:

          Carsten Piellusch hatte kein Unterstützerbündnis, sein Wahlkampf wurde allein von der SPD bestritten, das ist richtig. Die „Jamaika“-Farben im Balken sind gestalterisch gewählt, eine Gewichtung der Parteien innerhalb des Bündnisses soll damit nicht ausgedrückt werden. Der Farbschlüssel ist ungefähr 1:1:1 (nicht vollständig, sonst hätte Schwarz das Gelb völlig verdrängt = hellste Farbe), denn die Farben laufen bewusst ineinander, aus optischen Gründen. Deswegen wirkt das Grün auch etwas dominanter als Gelb, das zum Ausgleich aber häufiger vorkommt. Sie haben ein gutes Auge!

  • Rolf Staudinger sagt:

    Piellusch‘ Amtszeit war von tiefgreifenden Konflikten, heftigem Gegenwind und letztlich dem Verlust des Rückhalts in großen Teilen der Wunstorfer Bevölkerung sowie der lokalen Wirtschaft geprägt.
    ​Wenn eine Stadtspitze bei so vielen zentralen Weichenstellungen – von sensiblen Bereichen wie der Kinderbetreuung (Bsp. Kita Kleiner Leuchtturm) über die Stadtsparkasse und die Innenstadtentwicklung (autofreie Barne als Reizthema) bis hin zu Großprojekten wie dem neuen Hallenbad – dauerhaft aneckt und Schlüsselakteure sowie Bürger gegen sich aufbringt, ist das an der Wahlurne natürlich die harte aber auch logische Konsequenz. Das Wahlergebnis war für die Wunstorfer Wähler schließlich das demokratische Votum, dass sie sich einen Kurswechsel und eine andere Art der Führung im Rathaus wünschen. Die Bürgerinnen und Bürger von Wunstorf haben den arroganten Stil satt.

  • Ha-Jo sagt:

    Herzlichen Glückwusch Herr Pavel,
    bleibt zu hoffe, dass Sie wirklich den erhofften frischen Wind ins Rathaus bringen.
    Und Ihnen ist zu wünschen, dass Sie ohne Einfluss Ihres Vor-Vor-Gängers Eberhardt agieren können.
    Schließlich hat der ja seinem Nachfolger einen großen Sanierungsrückstand hinterlassen, den dieser dann angefangen hat, aufzuholen.
    Also: Ja, so gings nicht weiter, aber bitte nicht zurück in das System Eberhardt.
    Das war 15 Jahre Bundes-CDU in Kleinformat.

  • Joachim Begerow sagt:

    S o r r y für mein fehlerhaftes Wortzitat aus der Rede des Herrn Ehlerding. Richtig muß es in Bezug auf die künftige Politik des neu gewählten Bürgermeisters Pavel lauten: „… Politik – was ist das überhaupt bei ihm?“ – In der Sache macht es indes die Despektierlichkeit dieser Aussage nicht besser!

    • Rolf Staudinger sagt:

      Volle Zustimmung. Die SPD entlarvt sich hier erneut selbst. Diese Arroganz hat sie auch bei den Plänen zu der Innenstadtsanierung gezeigt. Es wäre jetzt für die SPD vielmehr an der Zeit, innezuhalten und aus den Fehlern zu lernen.

    • Olga sagt:

      Das ist ein Armutszeugnis für Herrn Ehlerding!

  • Petra V. Paul sagt:

    Danke für die umfangreiche Berichterstattung und das aufschlussreiche Video der Genossen. Zunächst möchte ich Martin Pavel zu seinem deutlichen Wahlsieg gratulieren. 56,36 Prozent der Wählerinnen und Wähler haben sich für ihn und damit zugleich für einen politischen und persönlichen Wechsel an der Spitze unserer Stadt entschieden. Dieses Ergebnis ist eindeutig und verdient Respekt – unabhängig davon, welchen Kandidaten man selbst unterstützt hat.
    Umso mehr haben mich die ersten Reaktionen aus den Reihen der SPD irritiert. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die Niederlage für Carsten Piellusch, seine Partei und seine Unterstützer schmerzhaft ist. In einen Wahlkampf fließen viel Zeit, Kraft und persönliches Engagement. Wer bis zuletzt an den eigenen Sieg geglaubt hat, darf nach einer Niederlage enttäuscht, traurig und auch ratlos sein. Niemand erwartet in einer solchen Situation ausgelassene Freude.
    Doch gerade in der Niederlage zeigt sich politische Größe.
    Besonders befremdlich fand ich deshalb die Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Martin Ehlerding. Zwar erklärte er zunächst, die SPD wolle im Stadtrat „konstruktive Oppositionsarbeit“ leisten. Nur wenige Augenblicke später folgte jedoch die Aussage:
    „Es wird, glaube ich, nicht ganz einfach für Bürgermeister Pavel, seine Politik – was ist das überhaupt bei ihm? – durchzusetzen.“
    Diese Worte empfinde ich nicht als Ausdruck konstruktiver Opposition. Sie klingen vielmehr wie eine erste Kampfansage an einen Bürgermeister, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal einen einzigen Tag im Amt gewesen ist. Besonders der eingeschobene Satz „Was ist das überhaupt bei ihm?“ wirkt unnötig herablassend und respektlos. Man kann die politischen Vorstellungen eines Mitbewerbers kritisieren. Man kann einzelne Vorhaben ablehnen und bessere Alternativen vorschlagen. Aber einem demokratisch gewählten Bürgermeister noch am Wahlabend praktisch abzusprechen, überhaupt eine erkennbare Politik zu besitzen, ist kein guter Beginn für die notwendige Zusammenarbeit.
    Ebenso problematisch finde ich die Darstellung, das Wahlergebnis sei „ungerecht“, weil die vermeintlich gute Arbeit der vergangenen fünf Jahre von den Wählerinnen und Wählern nicht honoriert worden sei. Eine Wahl ist keine dienstliche Beurteilung und auch keine automatische Belohnung für geleistete Arbeit. Die Bürger entscheiden nicht allein darüber, ob in der Vergangenheit etwas richtig gemacht wurde. Sie entscheiden auch darüber, wem sie für die Zukunft vertrauen, welchen Führungsstil sie sich wünschen und welchen Kurs ihre Stadt künftig einschlagen soll.
    Wenn eine deutliche Mehrheit einen Wechsel wählt, ist das nicht ungerecht. Es ist Demokratie.
    Auch die Bemerkung, Ehlerding sei „ziemlich sauer“, weil es „einige wenige“ geschafft hätten, das Ergebnis zu bestimmen, hinterlässt einen unangenehmen Eindruck. Wer genau sollen diese „einigen wenigen“ sein? Waren es engagierte Bürger, Unternehmer, Initiativen, andere Parteien oder Personen, die öffentlich Kritik geäußert haben? Am Ende haben nicht einige wenige entschieden, sondern Tausende Wunstorferinnen und Wunstorfer in geheimer und freier Wahl. Das Ergebnis lässt sich nicht auf vermeintliche Strippenzieher oder einzelne Einflussnehmer reduzieren. Wer das tut, läuft Gefahr, die Wählerinnen und Wähler und ihre Entscheidung nicht ernst zu nehmen.
    Ehlerding sagte anschließend selbst völlig richtig: „Am Ende hat der Wähler das Wort.“ Genau bei diesem Satz hätte man bleiben sollen.
    Auch die weiteren Andeutungen im Video halte ich für unglücklich. Carsten Piellusch äußerte die Hoffnung, dass es im Rathaus keinen größeren personellen „Schwund“ geben werde, und stellte zugleich die Frage in den Raum, ob der angekündigte neue Stil tatsächlich ein guter Stil sein werde. Ehlerding erklärte, die Mitarbeiter im Rathaus würden Piellusch möglicherweise bald vermissen, weil dessen Umgang ein ganz anderer gewesen sei – vielleicht auch anders als das, „was noch kommt“.
    Damit wird der Eindruck erweckt, unter dem neuen Bürgermeister könne sich der Umgang im Rathaus verschlechtern oder es könnten Mitarbeiter das Rathaus verlassen. Für solche Mutmaßungen gibt es vor dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters überhaupt keine Grundlage. Sie erzeugen Unsicherheit und säen Zweifel, bevor Martin Pavel Gelegenheit bekommen hat, seine Arbeit und seinen Führungsstil unter Beweis zu stellen.
    Das halte ich weder für fair noch für verantwortungsvoll.
    Selbstverständlich braucht eine Demokratie Opposition. Auch eine starke Opposition. Der Stadtrat ist kein Beifallsgremium des Bürgermeisters, und die SPD muss ihre politischen Vorstellungen nicht aufgeben. Sie darf und soll Entscheidungen kritisch prüfen, auf Probleme hinweisen und Vorhaben ablehnen, wenn sie diese für falsch hält.
    Aber Opposition darf nicht mit Blockade verwechselt werden.
    Gerade in der Kommunalpolitik sollte es nicht in erster Linie darum gehen, welcher Partei ein Vorschlag nutzt oder schadet. Es geht um Schulen und Kindergärten, um die Innenstadt, um Straßen, Finanzen, Wirtschaft, Vereine, Sicherheit, soziale Angebote und um die Lebensqualität in allen Ortsteilen. Diese Themen haben kein Parteibuch. Die Menschen erwarten zu Recht, dass gewählte Vertreter bei sinnvollen Vorhaben zusammenarbeiten – auch dann, wenn der Vorschlag von der jeweils anderen politischen Seite kommt.
    Eine starke Fraktion zeigt ihre Stärke nicht dadurch, dass sie einem Bürgermeister das Regieren möglichst schwer macht. Sie zeigt ihre Stärke durch gute Argumente, eigene Ideen, verlässliche Sacharbeit und die Bereitschaft, Verantwortung für die gesamte Stadt zu übernehmen.
    Eine angemessene Reaktion des SPD-Fraktionsvorsitzenden hätte deshalb beispielsweise lauten können:
    „Wir sind über das Ergebnis enttäuscht, respektieren aber die klare Entscheidung der Wunstorferinnen und Wunstorfer. Wo Martin Pavel gute Vorschläge zum Wohl unserer Stadt macht, werden wir konstruktiv mitarbeiten. Wo wir anderer Auffassung sind, werden wir sachlich widersprechen und eigene Alternativen vorlegen.“
    Ein solcher Satz hätte Größe gezeigt. Er hätte die Rolle der SPD als starke Kraft im Rat nicht geschwächt, sondern gestärkt.
    Stattdessen entstand bei mir der Eindruck von Verbitterung, gekränktem Stolz und vorsorglicher Abgrenzung. Der Hinweis darauf, dass die SPD weiterhin die stärkste Kraft im Stadtrat sei, wirkte in diesem Zusammenhang weniger wie eine nüchterne Feststellung als vielmehr wie die Warnung: Ohne uns wird es der neue Bürgermeister schwer haben.
    Aber muss Kommunalpolitik wirklich immer nach dem Muster „wir gegen die anderen“ funktionieren? Müssen Parteien nach einer verlorenen Wahl sofort darüber nachdenken, wie sie dem Gewinner Grenzen setzen können? Wäre es nicht sinnvoller, gemeinsam zu fragen, was Wunstorf jetzt braucht und wie sich die besten Ideen unabhängig von ihrer parteipolitischen Herkunft umsetzen lassen?
    Niemand verlangt politische Harmonie um jeden Preis. Demokratie lebt von unterschiedlichen Auffassungen, von Debatten und auch von deutlichem Widerspruch. Streit über Inhalte ist notwendig. Persönliche Herabsetzung, Unterstellungen und eine erkennbare Blockadehaltung sind es jedoch nicht.
    Genau solche Auftritte tragen aus meiner Sicht zur zunehmenden Politikverdrossenheit bei. Die Menschen wenden sich nicht von der Politik ab, weil Parteien verschiedene Positionen vertreten. Viele wenden sich ab, weil sie den Eindruck gewinnen, dass es zu häufig um Macht, Parteitaktik, persönliche Eitelkeiten und die Verhinderung von Erfolgen des politischen Gegners geht – und zu selten um die beste Lösung für die Bürgerinnen und Bürger.
    Besonders in einer Stadt wie Wunstorf, in der viele große Aufgaben vor uns liegen, können wir uns solche politischen Grabenkämpfe nicht leisten. Die Innenstadtentwicklung, die wirtschaftliche Situation, die Sanierung öffentlicher Gebäude, Kinderbetreuung, Schulen und viele weitere Herausforderungen erfordern Zusammenarbeit. Dafür braucht es einen Bürgermeister, der Brücken baut. Es braucht aber ebenso Fraktionen, die bereit sind, über diese Brücken zu gehen.
    Martin Pavel hat einen klaren Wählerauftrag erhalten. Jetzt sollte er eine faire Chance bekommen, diesen Auftrag zu erfüllen. Er wird daran gemessen werden müssen, ob er seine Versprechen einhält, ob er die unterschiedlichen Gruppen in unserer Stadt zusammenführt und ob sein angekündigter neuer Stil tatsächlich zu besseren Ergebnissen führt. Diese Bewertung sollte jedoch anhand seiner wirklichen Amtsführung erfolgen – und nicht aufgrund negativer Vorhersagen am Abend seines Wahlsiegs.
    Die SPD hat jetzt ebenfalls eine Entscheidung zu treffen: Will sie eine kritische, aber konstruktive Kraft sein, die Verantwortung für Wunstorf übernimmt? Oder will sie vor allem demonstrieren, dass der neue Bürgermeister ohne ihre Zustimmung nicht weit kommen wird?
    Ich hoffe sehr, dass sich nach dem ersten verständlichen Schmerz über die Niederlage die Vernunft durchsetzt. Der neue Bürgermeister, der Rat und die Verwaltung sollten nicht gegeneinander, sondern gemeinsam für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Kritik gehört dazu. Parteipolitische Blockaden und persönliche Spitzen helfen dagegen niemandem.
    Die Wunstorferinnen und Wunstorfer haben entschieden. Nun ist es Aufgabe aller demokratischen Kräfte, mit diesem Ergebnis verantwortungsvoll umzugehen.

  • Christoph sagt:

    Herzlichen Glückwunsch an Martin Pavel. Ich freue mich für ihn. Respekt aber auch an Carsten Piellusch, der sich als guter Verlierer gezeigt hat – so sollte es sein. Pavel solle gut auf die Stadt aufpassen zeigt, dass Herrn Piellusch Wunstorf wichtig ist. Schade, dass er anscheinend der Einzige in der SPD ist, der das so sieht. Die Worte des Fraktionsvorsitzenden der SPD geben ein ganz schlechtes Bild ab und zeigen, dass es der SPD anscheinend nur um sich selber geht. Wie erklärt es sich sonst, dass der Fraktionsvorsitzende „sauer“ sei und droht sogleich: „Man sei aber weiterhin die stärkste Kraft im Stadtrat, und es werde „nicht ganz einfach für Bürgermeister Pavel“, seine Politik durchzusetzen“. Das klingt für mich danach, dass man als SPD zukünftig nur verhindern und auf biegen und brechen seine Meinung durchsetzen will. Geht es der SPD eigentlich noch um die Bürgerinnen und Bürger in Wunstorf? Nach dem Bild, dass der Rest der SPD, Herr Piellusch ausgenommen, hier zeigt, darf das bezweifelt werden. Vielleicht wacht der Fraktionsvorsitzende aber auch heute Morgen auf und merkt, was er da von sich gegeben hat.

  • Birgit sagt:

    Im Hintergrund wacht und kommentiert ein alter Bgm. a.D.
    Eberhardt war regionsweit für seine Hinterzimmer-Politik bekannt.
    „System Eberhardt“ nannten das viele. Das wurde auch seinerzeit viel von den damaligen GRÜNEN und der FDP kritisiert.
    Jetzt wollen einige wohl da wieder hin.
    Gestern noch ganz euphorisch sind manche heute mit einem dicken Wahl-Kater aufgewacht, weil ihnen dämmert, nicht wen sondern was was sie da eigentlich gewählt haben.

    Wunstorf hat sich verzockt.

  • Sven sagt:

    Die Kommentarspalte läuft mal wieder zur Höchstform auf. Kaum ist die Wahl vorbei und unser neuer Bürgermeister gewählt, sind die üblichen Empörungsprofis wieder „on fire“. Man könnte fast meinen, es hätte bei einer Wahlparty tatsächlich eine Rede vor den eigenen Parteifreunden gegeben. Was für ein Skandal!

    Mal im Ernst: Jeder, der schon einmal einen Wahlabend erlebt hat, weiß, dass solche Reden vor den eigenen Leuten völlig normal sind. Oder glauben die selbsternannten Moralwächter tatsächlich, dass ausschließlich bei der SPD politische Reden gehalten werden?

    Dann doch bitte konsequent: Wo sind die Videos von der CDU-Wahlparty, auf denen über die eigenen politischen Ansprüche in Steinhude, Luthe und Blumenau gesprochen wurde? Wir warten gespannt.

    Also, tief durchatmen und mal locker bleiben. Eine Wahl ist kein Kindergeburtstag und eine Rede vor den eigenen Parteifreunden erst recht kein politischer Ausnahmezustand. Man kann sich auch künstlich über alles aufregen.

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