Erhebliche Verkehrsgefährdung

Baustellenampel zeigte in falsche Richtung

Die Polizei fahndete am Wochenende nach zwei Männern, die eine Lichtzeichenanlage in der Südstraße verdreht hatten. Gegen zwei Wunstorfer läuft nun ein Strafverfahren.

Beschrif­tung auf einem Strei­fen­wa­gen der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Ver­dreh­te Ampeln sind auf dem Weg, sich zum Seri­en­phä­no­men im Wunstor­fer Stra­ßen­ver­kehr zu ent­wi­ckeln. War es vor Kur­zem ein Ampel­mast am Medi­cum gewe­sen, der in die fal­sche Rich­tung zeig­te, so war es die­ses Mal eine Bau­stel­len­am­pel in der Süd­stra­ße, die wegen der Schacht­ar­bei­ten auf­ge­stellt wor­den war.

Straßenverkehrsgefährdung

In der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag, gegen 1.30 Uhr, ver­dreh­ten zwei Män­ner die Bau­stel­len­am­pel auf Höhe des Pavil­lons. Die Ver­kehrs­si­cher­heit wur­de dadurch erheb­lich gefähr­det. Die Wunstor­fer Poli­zei lei­te­te eine Fahn­dung nach den Ver­ur­sa­chern ein und ermit­tel­te einen 27-Jäh­ri­gen und einen 28-Jäh­ri­gen als mög­li­che Täter. Die bei­den Wunstor­fer sehen sich nun mit einem Straf­ver­fah­ren wegen gefähr­li­chen Ein­griffs in den Stra­ßen­ver­kehr kon­fron­tiert.

Info: Gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr
§ 315b StGB schützt den Stra­ßen­ver­kehr auch vor Hand­lun­gen, die von Nicht-Ver­kehrs­teil­neh­mern began­gen wer­den, z. B. Mani­pu­la­tio­nen an Absper­run­gen, Ampeln oder Ver­kehrs­zei­chen, wenn dadurch Men­schen in Gefahr gera­ten oder hohe Sach­schä­den dro­hen. Sol­che Hand­lun­gen kön­nen sich vom ver­meint­li­chen Kava­liers­de­likt daher schnell zu einer erns­ten Ange­le­gen­heit ent­wi­ckeln. Das Gesetz sieht Geld­stra­fen oder in schwer­wie­gen­den Fäl­len sogar eine Haft­stra­fe bis zu 10 Jah­ren vor. Wird der Ein­griff began­gen, um gezielt einen Unfall zu ver­ur­sa­chen, kann kei­ne Geld­stra­fe mehr ver­hängt wer­den. Dann ste­hen min­des­tens 6 Mona­te Gefäng­nis im Raum.
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3 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Bei eini­gen der Berich­te in die­ser Zei­tung fällt mir – zumin­dest als ers­te Reak­ti­on- oft nur ein ver­är­ger­tes sowie ver­ständ­nis­lo­ses Kopf­schüt­teln ein.

    So auch nach der Lek­tü­re die­sen Berichts.

    Bereits im Zusam­men­hang mit einem ande­ren inak­zep­ta­blen Vor­fall in unse­rer ansich fried­li­chen Stadt traf ich die Fest­stel­lung, dass es lei­der auch hier zahl­rei­che Bür­ge­rin­nen „ohne Hirn hin­ter der Stirn“ gibt.

    Weder für die­se „lie­ben“ Zeit­ge­nos­sen noch für deren Aus­wüch­se muss und möch­te ich Ver­ständ­nis haben.

    Mit dem Risi­ko, mir mit mei­nem kla­ren State­ment nicht aus­schließ­lich Freun­de zu machen, kann ich leben.

    Bes­ser zumin­dest als wie so vie­le mit geschlos­se­nen Augen und Ohren an den von der­ar­ti­gen „Scher­zen“ zu Lei­den­den sowie an den aus­lö­sen­den „Hir­nis“ kom­men­tar­los vor­bei zu gehen.

    1. Mirko Baschetti sagt

      Ich kann den Ärger ver­ste­hen. Aber der über­wie­gen­de Teil der Wunstor­fer Bevöl­ke­rung besteht ja Gott-sei-Dank aus beson­ne­nen, ver­nunft­be­gab­ten Mit­bür­gern. 🙂

      1. Grit Decker sagt

        Das ist auch gut.
        Denn wäre das nicht so, hät­te ich mei­nes Erach­tens einen trau­ri­gen Grund, an dem Guten in uns Wunstor­fern mehr als zu zwei­feln.

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