Feuer in Hagenburg

Bewohner aus brennendem Haus gerettet

Gestern Abend rettete die Feuerwehr 3 Menschen und einige Katzen aus einem zuvor brennenden Haus in Hagenburg.

Rettung mit Drehleiter
Auch die Dreh­lei­ter der Wunstor­fer Feu­er­wehr wur­de in Stel­lung gebracht | Foto: Feu­er­weh­ren SG Sach­sen­ha­gen

Hagen­burg (red). Am Diens­tag­abend um 23.51 Uhr kam der Alar­mie­rungs­be­fehl von der Regio­nal­leit­stel­le Schaumburg/Nienburg: Feu­er in einem Haus in der Stra­ße „An der Wind­müh­le“ in Hagen­burg, Men­schen­le­ben in Gefahr.

Die Feu­er­weh­ren Hagenburg/Altenhagen, Sach­sen­ha­gen, Nien­brüg­ge, Auhagen/Düdinghausen, Wöl­ping­hau­sen und auch der Dreh­lei­ter­zug aus Wunstorf rück­ten sofort aus. Vier Ret­tungs­wa­gen, ein Not­arzt und die ört­li­che Ret­tungs­dienst-Ein­satz­lei­tung des Land­krei­ses Schaum­burg kamen dazu. Am Ein­satz­ort tra­fen die Feu­er­weh­ren dann auf einen bereits erlo­sche­nen Schwel­brand, der im Bereich der gemein­sa­men Ein­gangs­tür des Zwei­fa­mi­li­en­hau­ses aus­ge­bro­chen war.

Brennende Kunststoff-Haustür

Das Feu­er an der Kunst­stoff­haus­tür hat­te zu einer star­ken Rauch­ent­wick­lung geführt, die das Trep­pen­haus unpas­sier­bar mach­te. Zwei Bewoh­nern aus der Woh­nung im Ober­ge­schoss war dadurch der Flucht­weg nach drau­ßen ver­sperrt. Sie han­del­ten instink­tiv rich­tig, schlos­sen die Ver­bin­dungs­tür zum Trep­pen­haus, zogen sich in ihr Wohn­zim­mer zurück und mach­ten am Fens­ter auf sich auf­merk­sam.

Ein Atem­schutz­trupp der Feu­er­wehr Hagenburg/Altenhagen hol­te eine älte­re Dame aus dem Erd­ge­schoss ins Freie und schlug eine Ent­lüf­tungs­öff­nung zum Trep­pen­haus, so dass der Rauch abzie­hen konn­te. Anschlie­ßend konn­te eine der bei­den Per­so­nen aus dem Ober­ge­schoss geret­tet wer­den.

My loca­ti­on
Rou­ten­pla­nung star­ten

Drehleiter-Rettung vorbereitet

Die zwei­te, geh­be­hin­der­te Bewoh­ne­rin im Ober­ge­schoss soll­te über die Dreh­lei­ter geret­tet wer­den. Da das Trep­pen­haus zwi­schen­zeit­lich aber so weit rauch­frei war, dass es gefahr­los genutzt wer­den konn­te, wur­de die Frau mit einem Tra­ge­tuch von der Feu­er­wehr aus dem Haus gebracht. Der Ret­tungs­dienst über­nahm die Behand­lung der Haus­be­woh­ner und brach­te sie zur Unter­su­chung ins Kli­ni­kum Veh­len.

Die Feu­er­wehr ret­te­te auch die Haus­tie­re im Gebäu­de: Vier Kat­zen konn­ten aus dem ver­rauch­ten Bereich in Sicher­heit gebracht wer­den.

Polizei ermittelt

Die Poli­zei nahm die Ermitt­lun­gen auf. Zur Brand­ur­sa­che lie­gen noch kei­ne gesi­cher­ten Erkennt­nis­se vor, eine mög­li­che Brand­stif­tung kann jedoch nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.

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1 Kommentar
  1. Grit Decker sagt

    Puh: „gera­de noch­mal gut­ge­gan­gen!“ ‑mein ers­ter Gedan­ke.
    Und mehr als gut, dass es die „Mädels und Jungs“ gibt, die hier wie­der ein­mal ihr Kön­nen bewie­sen haben.

    In der Regel hal­te ich mich mit Per­sön­li­chem aus guten Grün­den sehr zurück; doch hier erlau­be ich mir mein Bekennt­nis, dass mei­ne nicht vor­han­de­nen Erin­ne­run­gen an den Ein­satz der Dreh­lei­ter im Novem­ber 2015, über die ich wegen eines aku­ten medi­zi­ni­schen Not­falls aus mei­ner Woh­nung im zwei­ten Ober­ge­schoss geholt wer­den muss­te, und an die nur in klei­nen Tei­len vor­han­de­nen an den dar­auf fol­gen­den acht­tä­gi­gen Auf­ent­halt auf der Inten­siv­sta­ti­on alles ande­re als ange­nehm sind.

    Man­ches braucht ein Mensch nicht.
    Erst recht nicht ein zwei­tes Mal.
    *leicht panisch guck*

    Hof­fent­lich sind die zur Unter­su­chung ins Kran­ken­haus gebrach­ten Bewoh­nen­den wie­der gene­sen und kön­nen sich Daheim von den Schre­cken des Bran­des und über den des Ret­tungs­kräf­te-Ein­satz erho­len.

    Was mich an dem Ein­satz der Feuerwehr(en) ganz beson­ders erfreut, ist, dass selbst Tie­re ‑hier die vier Stu­ben­ti­ger- nicht den Flam­men über­las­sen wer­den, son­dern sich auch hier das Enga­ge­ment zei­gen durfte/konnte.
    *Dau­men nach oben*

    Dass die Poli­zei zur Brand­ur­sa­che ermit­telt, ist das übli­che Pro­ze­de­re.
    Die­se Ermitt­lun­gen wer­den erge­ben, ob hier jemand vor­sätz­lich Feu­er gelegt hat; viel­leicht auch durch irgend­et­was ledig­lich fahr­läs­sig.
    Wenn denn am Ende ein tech­ni­scher Defekt den Brand ver­ur­sacht haben soll­te, dann soll­ten zumin­dest die Ver­si­che­rungs-Fra­gen posi­tiv für die Geschä­dig­ten geklärt sein ‑sag’ ich mal so als „Frau Manch­mal-Naiv“…

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