Bundesfamilienministerin Barley besuchte Wunstorfer Kita

Mehr los als üblicherweise im Kindergarten: die Bundesfamilienministerin besuchte am Dienstagmorgen die „Kinderzeit“ und wurde gleich mehrmals überrascht.

Katarina Barley (2. v. r) bei der Begrüßung in der Kindertagesstätte | Foto: Mirko Baschetti

Wunstorf (ds). Der Johanniter-Kindergarten „Kinderzeit“ im Düendorfer Weg entwickelt sich allmählich zur Bühne der Bundespolitik. Ursula von der Leyen war während der Bauphase vor Ort, am 21. Juni besuchte Regierungsdirektorin Karen Schroeder-Meist aus dem Bundesverteidigungsministerium den Kindergarten anlässlich der Aufstockung der Plätze für Kinder von Bundeswehrangehörigen in Wunstorf – und am heutigen Dienstag war Bundesfamilienministerin Barley persönlich zu Gast und ließ sich eine Stunde lang durch die Kita führen. Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks, hatte den Besuch ihrer Ministerin in Wunstorf in die Wege geleitet.

Großer Besuch bei kleinen Leuten

Während Eltern ihre Kinder brachten, Mitarbeiter durchs Haus wuselten und die Kindergruppen ihrem gewohnten Tagesablauf nachgingen, war doch alles ein bisschen anders als sonst – nicht nur, weil der Dauerregen gerade draußen den Sandkasten in einen Spielteich zu verwandeln begann. Ein Tross aus Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern bahnte sich einen Weg durch die Einrichtung. Neben Bundesministerin Barley und Caren Marks waren auch SPD-Landtagskandidatin Wiebke Osigus, Bürgermeister Eberhardt, Ortsbürgermeister Silbermann, Wunstorfs SPD-Fraktionschefin Kirsten Riedel und natürlich die Vertreter der Johanniter im Hause. Dazwischen drängten sich auch noch die Journalisten.

„Hallo, kommt ihr heute zu Besuch?“Kindergartenkind zur Besuchergruppe

Karin Schätzlein und Kitaleiterin Diana Dette erklärten Aufbau, Konzept und Philosophie des Betriebskindergartens, während im Hintergrund „Viel Glück und viel Segen …“ gesungen, laut gekreischt oder auch leise vorgelesen wurde.

„Tiefenentspannte“ Ministerin

Katarina Barley zeigte sich ehrlich beeindruckt, obwohl sie bereits im Vorfeld viel Gutes über die Kita gehört hatte und mit einer entsprechenden Vorstellung nach Wunstorf gekommen war. Von einem Co-Working-Space für Eltern in einem Kindergarten und einem sphärischen Entspannungsraum wie in der „Kinderzeit“ hatte sie jedoch zuvor noch nicht gehört.

Bundesfamilienministerin Katarina Barley | Foto: Mirko Baschetti

Die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen im Kindergartenalltag oder die gesellschaftliche Stellung von Erziehern kamen zur Sprache. Bürgermeister Eberhardt nutzte die Gelegenheit, auf rechtliche Hürden bei Kitabesuchen im Rahmen der Inklusion hinzuweisen, die in der Praxis auch in Wunstorf zu Problemen führen würden. Barley versprach, der Angelegenheit nachzugehen.

Barley wäre laut eigener Aussage gern „gleich dageblieben“ – doch diese Freiheit lässt der volle Terminplan einer Bundesministerin natürlich nicht zu. Exakt auf die Minute zum Ende des geplanten Besuchs wurde zur Eile gemahnt – und Barley verabschiedete sich, eine Menge an Eindrücken aus der Praxis mitnehmend, aus einer „besonderen Kita“, die herausragte aus der Menge an Terminen, die Barley im ganzen Norden in diesen Tagen absolvierte.

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