Enten­ret­tung hält Stein­hu­der Feu­er­wehr auf Trab

Noch bevor die Feu­er­wehr wegen des Blitz­ei­ses am Sonn­abend im Ein­satz war, galt es bereits, einen gefie­der­ten Freund vom Eis zu holen – um sich vor wei­te­ren Anru­fen zu schüt­zen, und weni­ger, um tat­säch­lich ein Tier zu ret­ten.

Ret­tung einer tat­säch­lich ver­letz­ten Ente (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Eine Frau hat­te am Frei­tag die Feu­er­wehr ange­ru­fen und von einer fest­ge­fro­re­nen Ente im Bereich der Bade­in­sel berich­tet. Die Feu­er­wehr ver­such­te die Frau mit dem Hin­weis zu beru­hi­gen, dass Enten nicht fest­frie­ren kön­nen, doch die Anru­fe­rin ließ nicht locker und bestand auf einem Ein­satz der Feu­er­wehr.

Info: Kön­nen Enten fest­frie­ren?
Nor­ma­ler­wei­se sind Enten­vö­gel gut gegen Minus­gra­de geschützt. Ein gut ein­ge­fet­te­tes Gefie­der (die dazu nöti­ge „Kör­per­creme“ pro­du­zie­ren Enten selbst über ihre Bür­zel­drü­se) wirkt was­ser- und käl­te­ab­wei­send, und Flos­sen und Bei­ne wir­ken einer­seits wie eine Iso­lie­rung für den rest­li­chen Kör­per und wer­den ande­rer­seits so gut – mit Blut nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur – durch­blu­tet, dass die Enten­ex­tre­mi­tä­ten auch bei extre­mer Käl­te nicht anfrie­ren kön­nen. Aus die­sem Grund brin­gen Enten­fü­ße auch kein Eis zum Schmel­zen – Enten­fü­ße sind bereits kalt. Etwas ande­res gilt nur bei kran­ken, geschwäch­ten oder ver­letz­ten Tie­ren, die sich nicht mehr von selbst „auf den Bei­nen hal­ten“ kön­nen und sich nicht mehr aus­rei­chend bewe­gen. In die­sem Fall kann auch eine Ente tat­säch­lich fest­frie­ren.

Enten­ret­tung, 1. Anlauf

Die Stein­hu­der Orts­feu­er­wehr rück­te dann tat­säch­lich aus und ver­such­te, die Ente zu ber­gen – was jedoch nicht gelang, da die Ente flü­gel­schla­gend das Wei­te such­te. Die Hel­fer bra­chen den Ein­satz dar­auf­hin ab, da das Tier offen­bar unver­letzt war.

Angeb­lich hilf­lo­se Ente, von der Bade­in­sel­brü­cke aus gese­hen | Foto: Feu­er­wehr Stein­hu­de

Enten­ret­tung, 2. Anlauf

Am Sams­tag­mor­gen ging jedoch erneut ein Not­ruf ein: die Ente wür­de sich wie­der nicht bewe­gen und sei wohl dies­mal wirk­lich fest­ge­fro­ren. Die Feu­er­wehr rück­te wie­der aus – und traf wie­der auf eine quietsch­fi­de­le Ente.

Dies war nicht der Fall.“Tro­cke­ner Kom­men­tar der Feu­er­wehr zu der Fra­ge­stel­lung, ob die Ente nun doch ange­fro­ren war.

Um wei­te­re Ein­sät­ze zu ver­mei­den, wur­de ein Seil von der Bade­in­sel zum Ufer gespannt, die Ente damit zu einem Pfei­ler der Bade­in­sel­brü­cke gescho­ben und mit einem Kescher gefan­gen und umge­sie­delt, wo sie – und die Feu­er­wehr – nun vor besorg­ten Bli­cken der Pas­san­ten sicher ist. Wei­te­re Not­ru­fe wegen ent­schleu­nig­ter Enten wur­den bis jetzt jeden­falls nicht regis­triert.

Ein­ge­tü­tet: die „geret­te­te“ Stock­ente wird umge­sie­delt | Foto: Feu­er­wehr Stein­hu­de

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