Müllsammelaktion

Erschreckend vermüllte Badeinsel

Am Sonntagnachmittag sammelten Freiwillige auf der Badeinsel Müll. Es blieb jedoch nicht wie sonst bei einigen Flaschen und Verpackungen.

Müllsammelaktion Badeinsel
Die Hel­fer mit der Aus­beu­te von einer Stun­de Müll­sam­meln | Foto: pri­vat

Stein­hu­de (red). Nor­ma­ler­wei­se bekom­men die Hel­fer bei der monat­lich statt­fin­den­den Müll­sam­mel­ak­ti­on maxi­mal ein bis zwei gro­ße Müll­sä­cke voll. Auf der Stein­hu­der Bade­in­sel am gest­ri­gen Sonn­tag kam jedoch deut­lich mehr zusam­men: Inner­halb einer Stun­de füll­ten sie­ben Erwach­se­ne, drei Kin­der und eine Jugend­li­che aus dem Umfeld der Face­book­grup­pe „Wir sind Wunstorf – gemein­sam sind wir stark“ einen blau­en Sack nach dem nächs­ten.

Badehosen und gefüllte Windeln

Glas­fla­schen, Bier­do­sen, Ziga­ret­ten­kip­pen, Snack-Ver­pa­ckun­gen, gefüll­te Win­deln, Feucht­tü­cher, Sli­pein­la­gen, Unter­ho­sen, Bade­ho­sen, Ten­nis­bäl­le, eine Kuschel­de­cke, eine Brat­pfan­ne und auch ein Spiel­zeug­po­li­zei­au­to befan­den sich unter den Fund­stü­cken. Letz­te­res lan­de­te nicht im Müll, son­dern konn­te sogar recy­celt wer­den: die Kin­der freu­ten sich über ein neu­es Spiel­zeug.

War­um kön­nen Men­schen nicht ihre Ver­pa­ckun­gen in den Abfall­kör­ben ent­sor­gen?“

Die Teil­neh­mer der Akti­on sind immer wie­der erstaunt, was sie alles zusam­men­tra­gen: „War­um kön­nen Men­schen nicht ihre Ver­pa­ckun­gen wie­der mit­neh­men oder zumin­dest in den Abfall­kör­ben ent­sor­gen?“, fragt sich Caro­la Ramo­vić, eine der Admi­nis­tra­to­ren der Face­book­grup­pe. Abfall­ei­mer und ‑kör­be ste­hen zahl­reich an den Wegen und fre­quen­tier­ten Stel­len der Insel.

INFO: Müll­sam­mel­ak­ti­on
Die Grup­pe trifft sich jeden ers­ten Sonn­tag im Monat um 14 Uhr und sam­melt eine Stun­de lang Müll. Die Säcke stellt der Wunstor­fer Bau­be­triebs­hof, dort wird auch der Müll ent­sorgt. Der Treff­punkt wird immer eine Woche im Vor­aus bekannt­ge­ge­ben. Wer selbst mit­ma­chen will, erhält wei­te­re Infos bei Bilsad Ramo­vić.

Anders als bei den letz­ten Umwelt­ein­sät­zen erhiel­ten die Hel­fer die­ses Mal sogar direk­tes Feed­back: Drei Bade­in­sel-Besu­cher bedank­ten sich spon­tan bei den Müll­samm­lern für ihr Enga­ge­ment.

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2 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Den Sam­meln­den der Hin­ter­las­sen­schaf­ten gebührt frag­los Dank, obwohl deren geleis­te­te Arbeit de fac­to denen der über­flüs­si­gen zuzu­rech­nen ist:
    Die Bade­in­sel zu besu­chen ist völ­lig in Ord­nung, auch dort Par­tys zu fei­ern.
    Was hin­ge­gen über­haupt nicht in Ord­nung ist, ist, dort sei­nen Müll ‑egal wel­cher Art- zu hin­ter­las­sen.
    Das geht gar nicht!

    Es ist wohl nicht zuviel ver­langt, sei­nen Dreck kor­rekt zu ent­sor­gen, oder?!

    Ich stel­le mir gera­de die Gesich­ter der Pott­fer­kel vor, wenn Gäs­te in deren Gar­ten alles zumüllen…

  2. Basti g. sagt

    Bilsad ramo­vjc ein Man wie ein guter engel für die Stadt Wunstorf egal was anfällt er ist zur Stel­le und opfert sei­ne Frei­zeit

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