Kleinkraftradfahrer entkommt nach Verfolgungsjagd

Flüchtender Kradfahrer kollidiert mit Streifenwagen

Mancher Wunstorfer fragte sich gestern, was der Polizeihubschrauber über der Kernstadt machte. Die Polizei hatte sich eine Verfolgungsjagd mit einem Zweiradfahrer geliefert.

Polizeifahrzeug Wunstorf
Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Am Don­ners­tag­abend gegen 21 Uhr war ein Mann mit sei­nem Klein­kraft­rad von Klein Hei­dorn bis in in die Kern­stadt hin­ein vor der Poli­zei geflüch­tet. Nach einer Kol­li­si­on mit einem Funk­strei­fen­wa­gen an der Stra­ße Nor­drehr stürz­te er und flüch­te­te anschlie­ßend wei­ter zu Fuß.

Verfolgung mit Blaulicht beginnt in Klein Heidorn

Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen woll­te eine Strei­fen­be­sat­zung den Krad­fah­rer in Klein Hei­dorn kon­trol­lie­ren. Doch der Zwei­rad­fah­rer hielt nicht an, son­dern gab unver­mi­telt Gas und fuhr über meh­re­re Feld­we­ge in Rich­tung Kern­stadt. Der Strei­fen­wa­gen ver­folg­te den Flüch­ten­den dar­auf­hin mit ein­ge­schal­te­tem Blau­licht und Mar­tins­horn bis in die Stra­ße Nor­drehr. Dort gelang es den Poli­zis­ten, das Krad – eine blaue Gile­ra – zu über­ho­len.

Beim Ver­such, dem Zwei­rad­fah­rer den Weg abzu­schnei­den, kam es zum Zusam­men­stoß der bei­den Fahr­zeu­ge. Wäh­rend das Klein­kraft­rad unter einen am Stra­ßen­rand gepark­ten Anhän­ger rutsch­te, stand der gestürz­te Fah­rer auf und flüch­te­te zu Fuß vom Unfall­ort. Trotz einer sofort ein­ge­lei­te­ten Fahn­dung, bei der auch der Poli­zei­hub­schrau­ber zum Ein­satz kam, konn­te der Fah­rer uner­kannt ent­kom­men. Den bei dem Unfall ent­stan­de­nen Scha­den schätzt die Poli­zei auf 2.800 Euro.

Halter ist nicht greifbar

Bei einer Über­prü­fung konn­te der Hal­ter des zurück­ge­las­se­nen Krads, ein 32-jäh­ri­ger Mann aus Wunstorf, bis­lang nicht ange­trof­fen wer­den. Ob er auch der Fah­rer der Gile­ra war, ist Gegen­stand der vom Ver­kehrs­un­fall­dienst geführ­ten Ermitt­lun­gen. Gegen den bis­lang unbe­kann­ten Krad­fah­rer wur­de ein Straf­ver­fah­ren wegen uner­laub­tem Ent­fer­nens vom Unfall­ort ein­ge­lei­tet. Hin­wei­se zu dem Mann nimmt die Poli­zei unter Tele­fon (0511) 109‑1888 ent­ge­gen.

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11 Kommentare
  1. Jenny Kondracki sagt

    Man­dy Bich­bei­mer

  2. Steve Rochlitzer sagt

    Die Kos­ten für eine Ein­satz­stun­de betra­gen bei einem Poli­zei­hub­schrau­ber mehr als 4.000 €.
    Bei einem Scha­den von ca. 2.800 € hal­te ich den Ein­satz eines Heli­ko­pters in die­sem Fall für nicht ver­hält­nis­mä­ßig.

    1. Christine sagt

      Der gan­ze Ein­satz ist unver­hält­nis­mä­ßig. Der Krad­fah­rer wird wie ein Schwer­ver­bre­cher behan­delt. Und den Zusam­men­stoß hat die Poli­zei bil­li­gend in Kauf genom­men. Man gut, das nicht mehr pas­siert ist

      1. Jörg sagt

        Ach! Du du hast vor­her gewusst war­um der Krad­fah­rer sich der Kon­trol­le ent­zieht?
        Der wird ja einen Grund haben. Was , wenn es wegen Waf­fen­be­sitz, Dro­gen oder weil er drin­gend gesucht wird geflüch­tet ist. Viel­leicht weil er ein schwer­ver­bre­cher ist?

    2. Steffan sagt

      Woher hast du die­se Zah­len ?
      Gewür­felt?

  3. Scott Panchak sagt

    Ist es wirk­lich not­wen­dig um 21:30? Und durch die Nach­bar­schaft zu flie­gen?

    1. Jörg sagt

      Wenn man selbst mal betrof­fen ist, sind aber alle Mit­tel recht , gel­le?

      1. Grit Decker sagt

        Ich möch­te #Jörg zustim­men wol­len:
        sicher­lich ist ein mit Geräusch ver­bun­de­ner Heli-Ein­satz nicht gera­de ein „Ohren­schmaus“, doch wir soll­ten ALLE beden­ken, dass es nicht immer ‑wie hier- um die Auf­klä­rung einer Straf­tat beim Ein­satz einen Hub­schrau­bers geht, son­dern lei­der all­zu oft um die Ret­tung eines Men­schen, der in höchs­ter Not ‑sprich Lebebs­ge­fahr- ist.

        Und in eine einer der­ar­ti­gen Situa­ti­on könn­te ein Jeder von uns gera­ten…

  4. Grit Decker sagt

    Ja: auch ich konn­te die unüber­hör­ba­ren Geräu­sche des Helis „live“ mit­be­kom­men.
    Die Begeis­te­rung dar­über hält sich in Gren­zen.

    Mmmh als „Zivil-Per­son“ muss mich bezüg­lich eines Urteils zur Recht­fer­ti­gung des Ein­sat­zes eines Poli­zei-Hub­schrau­bers im hier beschrie­be­nen Fall tun­lichst in Zurück­hal­tung üben.
    Ange­sichts der immensen Kos­ten für einen Ein­satz eines „Hub-schrab-schrabs“ kann ich dahin­ge­hen­de Ver­är­ge­rung gut nach­voll­zie­hen.

    Ob der Hal­ter des Krads auch der Täter ist, wer­den die Ermitt­lun­gen ‑hof­fent­lich zeit­nah!- zei­gen.

    Für den Täter wird’s ver­dien­ter­ma­ßen mäch­tig teu­er wer­den.
    Stellt sich mal wie­der die Fra­ge, ob er dafür dann auch tat­säch­lich auf­kom­men wird…

  5. Basti g. sagt

    Alle wol­len die Umwelt schüt­zen und die Poli­zei lässt 2 Stun­den eine Heli flie­gen das passt nicht zusam­men

  6. Grit Decker sagt

    Unter öko­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten betrach­tet, ist der hier geschil­der­te Ein­satz nicht zu ver­tre­ten.

    Fakt ist: „Das Leben ist nicht“ fair.
    Kon­kret bedeu­tet die­se Tat­sa­che, dass hier lei­der der so wich­ti­ge Schutz unser aller Umwelt hin­ten an ste­hen muss­te.

    Mag mir und so man­chem ande­ren Men­schen über­haupt nicht beha­gen, den­noch kom­men wir nicht dar­um her­um, zu akzep­tie­ren, dass sehr oft Prio­ri­tä­ten ent­ge­gen der eige­nen Über­zeu­gun­gen und Gewich­tun­gen gesetzt wer­den (müs­sen).

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