Gefähr­li­cher Kahl­schlag auf der Asbest­müll­de­po­nie?

Die Holz­fäl­ler­ar­bei­ten, der ers­te Schritt der Sanie­rung der Asbest­hal­de in Luthe, sind abge­schlos­sen, die Hal­de ist kom­plett gero­det. Doch ging dabei auch alles mit rech­ten Din­gen zu? Zwei Anwoh­ner aus Luthe sagen Nein – und schal­ten nun die Gewer­be­auf­sicht ein.

Asbesthalde Luthe | Foto: Stadt Wunstorf
Asbest­hal­de Luthe | Foto: Stadt Wunstorf

Nach Beob­ach­tung von Rüdi­ger Hergt und Georg Fuisz hat­ten Arbei­ter die Sicher­heits­schleu­se umgan­gen und ohne Spe­zi­al­klei­dung direkt durch den Bau­zaun hin­durch das Gelän­de betre­ten und ver­las­sen. Auch sei­en wäh­rend der Baum­fäll­ar­bei­ten, die mit Motor­sä­gen und nicht mit Hand­sä­gen durch­ge­führt wor­den waren, Tei­le der Ober­flä­che der Hal­de auf­ge­ris­sen wor­den.

Die zustän­di­ge Regi­on Han­no­ver kon­ter­te, dass es sich bei den beob­ach­te­ten Schleu­sen­um­ge­hun­gen um Arbei­ten außer­halb des kon­ta­mi­nier­ten Bereichs gehan­delt habe und dass die Kon­troll­mes­sun­gen kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten beim maschi­nel­len Sägen und beim Durch­bre­chen der obers­ten Erd­schicht erge­ben hät­ten. Hier­von gehe kei­ne Gefahr aus.

Aller­dings gibt es auf der Bau­stel­le auch kei­ne lücken­lo­se Über­wa­chung, daher besteht theo­re­tisch durch­aus die Mög­lich­keit, dass asbest­hal­ti­ge Mate­ria­li­en uner­kannt frei­ge­setzt wor­den sein könn­ten. Rele­vant wird dies vor allem in den kom­men­den Mona­ten wer­den, wenn die nächs­te Pha­se der Sanie­rung beginnt: dann wer­den nicht nur bede­cken­de Erd­schich­ten, son­dern tat­säch­lich gro­ße Men­gen asbest­hal­ti­gen Mate­ri­als umge­schich­tet wer­den, um es kom­pak­ter ver­sie­geln zu kön­nen.

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